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Chapter 16
by
kokosmilch
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Panik / Raum
Andreas Blick klebte am Monitor. Es war nichts mehr zu sehen vom Schlafzimmer. Kein Bett, kein Türrahmen, keine Tapete.
Nur noch ihn.
Der Glatzkopf.
Sein Gesicht.
Es kam näher.
Wurde immer größer.
Dann nur noch sein Auge.
Ein Auge.
Überlebensgroß füllte es den ganzen Bildschirm aus. Die Linse der Überwachungskamera spiegelte sich als winziger Punkt in seiner Pupille. Er musste direkt davorstehen. Beobachtete er sie durch die Kamera? Konnte er sie sehen?
Andrea presste sich mit dem Rücken gegen die kalte Wand des Panikraums.
Nein, er konnte sie nicht sehen.
Er durfte sie nicht sehen.
Und doch hatte sie das Gefühl, als würde dieses Auge sie direkt anblicken. Als würde es jede ihrer Bewegungen verfolgen. Jeden Atemzug. Jeden Pulsschlag.
»Geh weg«, flüsterte sie.
Das Auge verschwand.
Der Bildschirm zeigte wieder das Zimmer.
Leer.
Andrea hielt die Luft an.
Die plötzliche Leere war fast noch schlimmer.
Wo war er hin?
Sekunden verstrichen.
Fünf. Zehn. Zwanzig. Vierzig.
Ihr Herz raste so heftig, dass sie glaubte, das Pochen müsse man sogar draußen durch die Wände hören.
Vielleicht hatte er aufgegeben?
Ihre Zehen bewegten sich. Sie schob sich einen halben Fußbreit auf die Tür zu.
Ein elektronisches Klicken durchschnitt die Stille.
Andrea erstarrte.
Es kam von draußen.
Direkt vor der Tür.
Nein.
Nein, nein, nein. Nein!
Ihre Finger verkrampften sich.
Noch ein Klicken.
Jemand bediente das Tastenfeld. Nicht wahllos. Eine Ziffer nach der anderen. Sicher. Als kenne er die Kombination auswendig.
Unmöglich.
Den Code kannte niemand außer Peter und ihr.
Niemand.
Der Gedanke war kaum zu Ende gedacht, da hörte sie das elektronische Piepen. Das letzte Bestätigungssignal ertönte.
»Nein ...«
Für einen Herzschlag geschah nichts.
Dann hörte sie das Entriegeln der Bolzen. Ein dumpfes, mechanisches Surren im Inneren der Tür. Aber ihr Verstand weigerte sich zu akzeptieren, was das Geräusch bedeutete.
Andrea starrte auf den massiven Stahl.
Das durfte nicht passieren.
Der Panikraum war ein sicherer Ort. Nichts Schlimmes konnte darin passieren. Hier wartete man, bis Hilfe kam.
Doch das Schloss hatte gerade etwas anderes behauptet.
Mit einem scharfen Zischen löste sich die Verriegelung.
Die Tür sprang einen Spalt auf.
Andrea unterdrückte einen Schrei. Ein stählernes Band legte sich um ihre Brust. Sie konnte kaum noch atmen.
Langsam, unaufhaltsam, schwang die schwere Tür nach außen.
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Die Müllers
Das Schicksal einer aus der Oberschicht
Diese Geschichte behandelt die "Abenteuer" der Müller
Updated on Jun 9, 2026
by kokosmilch
Created on Oct 27, 2018
by fichtenholz
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