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Chapter 15
by
kokosmilch
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Treppauf
Yurii pfiff fröhlich ein Liedchen, während er die Stufen hinauf stieg. Er wusste nicht mehr, wo er die Melodie aufgeschnappt hatte, aber sie klang so heiter und optimistisch, dass sie genau das ausdrückte, was er gerade fühlte. Er hatte nicht übertrieben. Die kleine Polizistin war der beste Fick seit Jahren - die Zeit im Knast nicht mitgerechnet. Allein das war schon Grund genug für seine gute Laune.
Er grinste, als hinter ihm schrille Schreie erklangen. Offenbar hatte George jetzt auch seinen Spaß. "Zeig's ihr, Kumpel", dachte er, "du hast's verdient."
Und dazu kam jetzt noch, dass er in Kürze die geile Schlampe in die Finger kriegen würde, die sich in dem Bunker eingeschlossen hatte. Mit spitzen Fingern blätterte er in dem kleinen blauen Notizbuch, das die Bullin mitgebracht hatte. Auf der letzten Seite stand eine Zahlenreihe, die nichts anderes als der Code sein konnte, mit dem sich die verschlossene Tür öffnen ließ. Beim Gedanken, dass dort die Dame des Hauses wartete wie eine Maus in der Falle, fing sein Schwanz schon wieder an, hart zu werden. Bestimmt malte sie sich schon die ganze Zeit über aus, was mit ihr geschehen würde, wenn sie den Einbrechern in die Hände fiel. Nun, Yurii würde ihr beweisen, dass die Realität manchmal schlimmer sein konnte, als die schlimmsten Befürchtungen.
Er blieb vor dem Tastenfeld stehen. Grinste bewusst in die Kamera, die er längst entdeckt hatte. Vor seinem inneren Auge konnte er sehen, wie die Frau ihn beobachtete, ihr Puls dabei anstieg, ihre Augen immer größer wurden, wenn sie verstand, dass ihr Schutzraum nicht mehr sicher war. Gleich war es so weit.
Er brauchte das Büchlein nicht mehr, steckte es in die hintere Hosentasche. Die Ziffern hatte er längst im Kopf. Er hob die Hand und tippte.
Andrea rieb sich die Augen, die vom langen Starren auf den flimmernden Bildschirm brannten. Vielleicht waren auch die Tränen schuld, die sie aus Verzweiflung nicht **** konnte. Ihre Welt war auf die wenigen Quadratmeter des Panikraums und das winzige Guckfenster in die Freiheit zusammengeschrumpft. Sie war zum Nichtstun verdammt.
Fahrig wischte sie sich zum x-ten mal die feuchten Handflächen an ihrem Morgenmantel ab. Obwohl die Luft in der Kammer stickig war, fröstelte sie.
Ein paar Mal war sie versucht gewesen, den Code einzugeben und sich ins Freie zu wagen. Aber wie sollte sie sicher sein, dass die Eindringlinge verschwunden waren? Es war besser zu warten, bis jemand auftauchte, der ihr signalisierte, dass sie unbesorgt herauskommen durfte. Ihr Mann Peter. Oder Julia, ihre Tochter.
Oh Gott, Julia! Sie durfte den Verbrechern nicht in die Arme laufen. Andrea musste sie warnen. Aber wie? Hätte sie doch nur das verdammte Handy nicht draußen liegen lassen.
Etwas weckte ihre Aufmerksamkeit. Ein Wechsel von Licht und Schatten, als bewege sich jemand auf dem Flur vor dem Schlafzimmer. Dann sah sie ihn.
Es war der Glatzkopf. Die Kerle waren noch immer im Haus. Was wollten die bloß?
Geld und Schmuck hatten sie verlangt. Andrea würde ihnen liebend gerne alles geben, was sie hatte, wenn sie nur verschwinden würden. Aber der Alptraum wollte nicht enden.
"Warum ausgerechnet ich?", schluchzte sie.
Die breite Gestalt kam immer näher. Bald füllte sie das ganze Gesichtsfeld aus.
Andrea schlug die Hände vor den Mund. Das Herz schlug ihr bis zum Hals.
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Die Müllers
Das Schicksal einer aus der Oberschicht
Diese Geschichte behandelt die "Abenteuer" der Müller
Updated on Jun 9, 2026
by kokosmilch
Created on Oct 27, 2018
by fichtenholz
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