Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 29

What's next?

Was erfährt Klaus?

Heike hastete durch die Wohnung. Die verdreckte Bettwäsche steckte sie in einem Wäschesack und orderte online den Reinigungsservice. Die fleckige Unterwäsche wusch sie lieber selbst im Waschbecken und legte sie zum Trocknen in die vom Himmel knallende Sonne. Das wäre ihr zu peinlich, wenn jemand diese Flecken entdecken würde. Womöglich gehörte die Reinigung auch zu Mirzas Imperium und wollte sich nicht vorstellen müssen, dass der Unternehmer diese Höschen in die Hände bekam.

Es war schon dunkel, als sie das Brummen des nahenden Wagens hörte und kurz darauf Klaus zur Tür hereinkam. Sie hatte aufgeräumt, geputzt, gründlich gelüftet und sich selbst hübsch gemacht. Nichts deutete darauf hin, was den Tag über hier geschehen war.

Oder hatte sie etwas übersehen? Gab es ein Indiz, das ihren Ehemann stutzig machen könnte? Sie beobachtete genauestens, wie er auf sie zuging. Er legte ihr einen Arm um ihre Schultern und küsste sie.

Zumindest versuchte er es. Seine Ehefrau ging aber nicht darauf ein. Verwundert hielt er sie auf Armeslänge von sich und schaute ihr eindringlich in die Augen.

„Was ist mit dir?“

Sie wusste nicht, was sie ihm darauf antworten sollte. Was sie ihm erzählen könnte. Was musste er wissen, damit ihre Ehe Bestand haben konnte? Vertrauen war die Basis einer jeden guten Beziehung, nicht wahr? Andererseits, was war zu viel, würde ihre Ehe unrettbar zerstören?

Sie zögerte, suchte nach Worten. Schließlich unterbrach sie den Augenkontakt, schüttelte den Kopf und entwand sich seinem Griff.

„Es ist nichts.“

Er sah sie ungläubig an. Sie wusste, er würde sich mit dieser lapidaren Aussage nicht zufriedengeben.

„Setz dich“, bat sie ihn.

Sie nahmen nebeneinander auf dem Sofa Platz.

„Es ist nur …“, sie rang mit sich. Endlich kam sie zu einer Entscheidung und sah ihn offen an. „Ich bin den ganzen Tag allein. Du hast deine Arbeit, deine Kollegen, eine Aufgabe, die dich sogar abends und am Wochenende in Anspruch nimmt. Ich habe nichts. Es gibt nur soundso viele Fernsehserien, die man anschauen kann, ehe man genug davon hat. Ewiger Sonnenschein und ein Pool vor dem Haus sind fantastisch. Wenn man aber niemanden hat, mit dem man es zusammen genießen kann, wird auch die schönste Urlaubsfantasie schal.“

Ihr kamen die Tränen. Sie konnte ihm nicht die Wahrheit sagen. Zumindest nicht die volle Wahrheit. Er wischte ihr sanft die Nässe von den Wangen.

„Du hast Recht“, lenkte er ein, „ich war selbstsüchtig. Ich hätte mich mehr um dich kümmern müssen. Weißt du was? Ich nehme dich morgen mit.“

„Wie? Wohin?“

„Zur Arbeit. Ins Büro. Du wirst etwas anderes sehen. Neue Leute kennenlernen. Wir können zusammen Mittagessen. Wie klingt das?“

Sie gaffte ihn entgeistert an.

„Ist das dein Ernst?“

„Ja, natürlich!“

In dieser Nacht konnte Heike kaum schlafen.

What's next?

Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)