What's next?
Suvala's Werk
Im Vorwort des dicken Buches ohne Titel erfuhr Thea, dass Heilinde (eine berühmte Peraine-Geweihte aus der Zeit der klugen Kaiser) einst das Standardbuch der Frauenheilkunde und Geburtshilfe geschrieben hatte. Suvala, eine mehrmalige Geliebte der Göttin, erforschte von diesem Werk ausgehend die Aspekte des weiblichen Körpers, die ihrer Göttin nahe lagen. Sie fasste ihre Ergebnisse in diesem Band zusammen, wobei sie auch auf Heilindes Darstellungen und Beschreibungen zurückgriff. Darunter konnte sich Thea nichts vorstellen, darum fing sie gleich eifrig an zu lesen.
Es begann mit einer langweiligen Beschreibung der weiblichen Anatomie, doch als Thea umblätterte, sah sie eine unglaublich detaillierte Darstellung einer weit geöffneten Möse. Sie erfuhr die Wissenschaftlichen Namen aller möglichen Teile des weiblichen Körpers und sie versuchte, sich alles zu merken. Es folgten Darstellungen, die den dreidimensionalen Aufbau der weiblichen Geschlechtsorgane zeigten. Immer noch handelt es sich um Auszüge aus dem ursprünglichen Buch, doch als sie ein weiteres Mal umblätterte, folgte eine anatomische Darstellung eines Paares beim Geschlechtsakt, die eindeutig aus anderer Quelle stammte. Es folgten umfangreiche Darstellungen aller möglichen Stellungen, mit kurzer Beschreibung, so wie Vor- und Nachteilen der jeweiligen Positionen. Die meisten davon kannte sie, aber es waren auch ein paar exotische Stellungen dabei, auf die sie von selbst nicht gekommen wäre, unwillkürlich begann sie sich selbst zu berühren. Wieder einmal beschäftigte sie sich mit der Tatsache, dass sie es gar nicht mehr erwarten konnte, das alles auszuprobieren, aber dass Orgiastis als Übungspartner ausfiel, verlieh der Vorstellung einen bitteren Nachgeschmack.
Ein kurzer Seitenblick zu Orgiastis verriet ihr, dass er eingeschlafen sein musste, sein Schwanz hing hinunter und er schnarchte leise vor sich hin.
Sich selbst zu befriedigen, kam für sie nicht in Frage. Ein Orgasmus, ohne dabei Sperma schmecken zu können, reizte sie gar nicht. Sich ungefragt an einem Brot zu vergreifen oder Orgiastis im Schlaf zu entsaften stand auch nicht zur Diskussion, darum ließ sie es bleiben und wandte sich dem nächsten Kapitel zu. Es lautete: das männliche Liebeswerkzeug und der richtige Umgang damit.
Einer detaillierten Erklärung und Darstellung der männlichen Anatomie folgte eine Menge Tipps, wie die männliche Erregung gesteigert, aber auch rasch gedämpft werden konnte. Es begann damit, wie man einen Mann nur mit den Fingern in den Wahnsinn treiben konnte, dann las Thea erstmals, dass viele Männer darauf standen, dass ihr Schwanz mit den Füßen verwöhnt wird. Als nächstes lehrte das Buch, dass sich ein steifer Schwanz auch zwischen zwei Brüsten sehr wohl fühlen kann, aber das hatte Vicky ihr schon gezeigt. Als nächstes ging es anfangs ums Blasen, aber auch Deepthroats wurde ausgiebig erläutert, wobei das Buch zwar sehr ausführlich war, aber das meiste kannte sie schon, denn auch der Tipp mit dem Bananentraining stammte aus Suvalas Schriften. Am Ende des Kapitels, als Thea las, wie die Geweihte die geneigte Leserin davon zu überzeugen versuchte, dass Sperma weder schädlich noch eklig ist, musste sie lachen. Als das Buch vor 150 Jahren zusammengestellt wurde, schien die Gesellschaft viel prüder gewesen zu sein, denn Suvala verwendete mehrere Seiten dafür, um die Leserin von den körperlichen und beziehungstechnischen Vorteilen des Spermaschluckens zu überzeugen. Am Ende des Kapitels versuchte Suvala die damals vorherrschende Meinung ihrer Leserinnen zu widerlegen, dass man durch das Schlucken von Sperma leichter schwanger werden könnte, als durch normalen Sex. Thea kicherte wegen ihrer abergläubigen Geschlechtsgenossinnen und bemerkte nicht, dass sie damit Orgiastis geweckt hatte.
Als Ogiastis ganz zu sich kam, bestaunte Thea bereits das nächste Kapitel. Leise drehte er sich auf die Seite, zog die Beine zum Körper und legte den Kopf auf den Arm, so gelang es ihm, nicht nur seine offenen Augen, sondern auch seinen bereits wieder im Wachsen befindenden Schwanz vor Thea zu verbergen. Er hatte zwar keine Ahnung, worüber sie gerade lachte, aber er liebte es, sie zu beobachten.
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