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Chapter 5
by
Mercadus
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Sportberichterstattung
Jeremias stopft die Karte in die Tasche. Mit der Faust brutal, als wollte er sie zerreißen, aber das Papier ist zu zäh, knistert nur, lacht ihn aus. Sportfotografie. Er denkt: Das war’s. Ende. Ruf mich an. Ruf ihn besser nicht an. Du wirst anrufen. Natürlich wirst du.
Wut. Angst. Blut pumpt wie ein Presslufthammer im Beton. Im Kopf die Bilder von seinem fettem harten Torpedo, der sich in die Air **** One bohrt. Oh Good Bye Mr President
Die Sneaker von Sebastian sind weg. Gestohlen geklaut mitgenommen aus Versehen. Wer weiß das schon. Kein Plan. Scheiss drauf. In seinem Kopf die Schleife: Was, wenn die anderen? Was, wenn sie’s rausfinden? Er sieht die Gesichter seiner Mitspieler, lacht sie nach, diese dummen Sprüche, dieses Schulterklopfen. Alles Show. Alles Hülle. Ein perfektes Cover. Sneaker Ficker
Außen: der hetero Torwart. Star der Mannschaft. Freundin an der Seitenlinie, große Titten, Kreischen, Kämpfer, Gott, danach Bier in der Hand. Pissen im Stehen.
Innen: der, der in Schuhläden hängen bleibt, zu lange, zu still. Der, der in Jugendherbergen nachts nicht schlafen kann, weil die Luft zu dicht ist, die Nähe zu spürbar. Sleepover Katastrophen, abartige Pornos. Schwimmbad.
Und jetzt Niklas. Mit seinen Bildern. Mit seinem Blick. Mit diesem ruhigen, widerwärtig sicheren „Alles cool, Bro.“
Jeremias verkrampft die Hände. Knöchel knacken. Muskeln hart wie Draht. Er könnte den Spind zertrümmern. SCHEISSSSEEEEE
Schon seit er sich erinnern kann, hatte er diese geile verbotene heimliche Fantasie beim Wichsen. Immer abdrücken, immer gleich ein zweites Mal bis seine Lenden brannten, immer mit intensiven Gefühlen, Feuerwerk, Erregung, Schuhe, Nähe, Füße, Scham, Spannung. Manchmal konnte er nicht aufhören, beim dritten Mal kam es wie Lava, heiß langsam aus dem Vulkan, weniger Druck, durch den Schlitz, immer noch genug. Weiße Socken die einzige Möglichkeit, daß seine Mom nicht merkte, wie oft er nachts horny abgerotzt oder seine Morgenlatte abgemolken hatte. Jedesmal eine abnormale Menge an Sperma. Schon mal ne Zimmerwand abgewaschen? Einmal in die Socken von nem Freund der bei ihm übernachtete, dicke Schübe Boysaft. LAMO der hat die am nächsten Morgen angezogen und ist zum Sport. Uuiihh sind irgendwie feucht und dann weg.
Immer dieses Doppelleben: Lachen, Sprüche, Bier mit den Kumpels. „Alles klar, Bro?“ – und er nickt. Natürlich. Alles klar. Sieht die Füße auf der Bank, die Zehen in den Adiletten.
Die Obsession. Die Berührung von Leder, Synthetik, Frottee, vom Schweiß dunkel die Einlegesohlen. Das Drücken, Reiben, Pressen. Rhythmus. Druck. Einatmen, Socken, Schweiß, Wiederholung, der Hirnfick hinein ins Material. Manchmal mit dem Finger im Arsch.
Jetzt - Niklas weiß es. Niklas hat es verstanden, gesehen. Die Kamera eine, seine Waffe. Als Eintrittskarte quasi. Und Jeremias hasst es. Erpressung. Hasst ihn. Hasst sich. Und doch – irgendwo tief – explodiert es.
Die verfickte Karte irgendwo im Chaos seiner Tasche. Vergraben. Und brennt wie ne heiße Klinge an der Innenseite seiner Rippen. Er spürt sie, obwohl er sie nicht sehen kann. Sitzt auf der Bank, seine Knie wippen wie verrückt. Der Boden darunter, die Fliesen, werden weich, matschig, als würden sie nachgeben.
Er könnte schreien. Er könnte einfach abhauen. Aber da ist dieses andere Gefühl. Dieser schmutzige kleine Flaschengeist , der sich nicht wegprügeln lässt. Dieses Wissen, dass jemand ihn sogar benutzt.
Es ist Abgrund und vielleicht Rettung zugleich.
Er stellt sich vor, wie Niklas die Tasche öffnet, den Schuh herauszieht, langsam, genüsslich, als würde er ein Geheimnis auspacken, seinen Kolben ins feuchte Innere schiebt und Jeremias Saft als Gleitgel nimmt. Schmatzend fickt, hinein bockt, das Geräusch frisst sich in seinen Schädel. Schüttelt seine blonden Locken, schließt die Augen. NEIN
Jeremias weiß: Es ist vorbei. Egal, wie er kämpft, wie sehr er sich wehrt, wie sehr er versucht, der Starke, der Unangreifbare zu sein – er hängt schon drin. Gefangen
Er stößt die Luft aus, als hätte er gerade einen Sprint über den ganzen Platz hinter sich. Zittert. Zieht die Tasche zu. Will alles begraben. Weiß, dass es nicht geht, da flüstert eine Stimme, rau, kratzend, aber ehrlich: Du wirst ihn anrufen.
Mädchen, klar. Immer Mädchen. Das Drehbuch verlangt es. Trikot, Training, Freundin im Hoodie mit Vereinslogo. Die perfekte Fassade. Selfies nach dem Spiel, Herzchen in den Kommentaren. Alles wie gemalt. Er der Superstar, geiler Body, ein Lächeln für Schwiegermütter, die Beule in der Jeans, als hätte er ständig nen Steifen und er war nicht mal annähernd hart.
Und dann die Versuche. Die Abende, wenn es ruhiger wurde, wenn er dachte, jetzt. Jetzt vielleicht. Einmal ehrlich sein, einmal zeigen, was wirklich läuft im Kopf Er fängt vorsichtig an. Immer vorsichtig. Ein Scherz, ein Halbsatz, halb im Dunkeln, halb im Suff.
Reaktion Nummer eins: kichern. „Wie, sowas? Footjob? Ernsthaft? Ach, du bist ja verrückt. Ich bade meine Füße drin oder was.“ Lachen wie eine kalte Dusche, die ihn einfriert. Reaktion Nummer zwei: das Gesicht zieht sich zusammen, angewidert, als hätte er ihr erzählt, er isst Ratten. „Iiiiih, hör auf, das ist doch nicht normal. Reicht schon die Sauerei wenn du kommst.“ Dann Stille. Dann Distanz. Reaktion Nummer drei: sie machen mit. Aber nur halb. Im Suff, aus Spaß, weil’s „irgendwie witzig oder schmutzig“ ist. Kein Verstehen. Kein Ernst. Keine Tiefe. Einmal, zweimal – und dann nie wieder.
Immer das Gleiche. Ein Versuch, ein Crash. Der Blick danach, der sich verändert. Das Gefühl, dass die Welt kleiner wird, enger. Er wieder allein damit.
Und mit jedem Mal wird die Mauer höher. Mit jedem Mal wird die Stimme leiser, die sagt: Sag’s doch. Mit jedem Mal wird die Lüge fester, die sagt: Bleib normal. Also bleibt er auf dem Platz, wo die Beine, die Muskeln, die Körper um ihn herum alles sind, was er nicht aussprechen darf. Also hängt er in Schuhläden, viel zu lange. Also schleppt er dieses Verlangen wie einen Rucksack voller Steine.
Und dann Niklas. Niklas, der nicht lacht. Der nicht „iiih“ sagt. Der nicht wegsieht. Niklas, der klickt. Der grinst, der seinen Schwanz fotografiert, Niklas, der gefährlich mehr will.
Blitz. Zeltlager, Teenager. Hannes. Der Geruch von feuchtem Gras und kalter Erde, Schlafsäcke, Lagerfeuer, irgendwo im Hintergrund eine Gitarre, falsche Akkorde, jemand grölt „Wonderwall“.
Hannes im Zelt neben ihm. Immer Hannes, der Clown, der Sprücheklopfer, der eigentlich nie ernst war. Rotblonde kurze widerspenstige Locken, Sommersprossen wie durchs Sieb geschissen. Aber in dieser Nacht – anders.
Die alten Sneaker direkt vor seinem Gesicht. Hannes wollte sie nicht draußen am Eingang lassen. „Sonst klaut die einer.“ Klar. Stellte ihre beiden Sneaker umständlich ans Kopfenden, daneben die Socken, seine ausgeleierte Boxer. Als ob. Niemand wollte die. Außer – ja. Er. Aber nicht, um sie zu tragen. Um was anderes. Und dann dieses Flüstern, mitten in der Dunkelheit. Fast wie ein Bekenntnis, ein Schwur. „Ey, ich hab da so’n Tick, weißte. Der Geruch. Das gibt mir… keine Ahnung… nen Kick.“ Stille. Atem. Herzschlag. Und in diesem Moment kein Alleinsein mehr. Zwei Komplizen. Zwei, die wissen, was es heißt, wenn die Welt nicht versteht. Partners in crime.
Nur ein kurzer Augenblick. Kein Plan, nichts Großes. Und dann ....
Hannes halb verdreht im Schlafsack, Arsch gegen die Zeltwand, Abstand damit er besser sieht. Jeder einen Schuh in der Hand. Kurzes Lachen, kehlig, ohne Grund. „Ey, bei dir… das is’ echt krass. Wie viel da kommt, Alter.“ Einfach so gesagt, zwischen zwei Atemzügen, als wäre es nur ein Fakt, ein Statistikwert aus dem Spielbericht. Wischt sich seine Ladung mit dem T-Shirt vom Bauch.
Jeremias lacht auch, verlegen, will ablenken "War bei dir ja auch nicht schlecht, Dicker. Beim zweiten Mal kommt bei mir noch mehr" stockt sofort, wollte das gar nicht sagen. "Angeber duuuu" und dann, beweisen. Ja Krass. Viel. Noch ein Strahl bis ans Kinn. Hannes nochmal knallhart, nur zwei dicke Tropfen „Booaahh Alter, das war ja irre”Der Geruch nach verschwitzten Jungs hing im Zelt. Verschämtes Lachen, Nähe, Komplizenschaft.
Mit Hannes war’s einfach. Kein Nachdenken, kein Risiko. Nach dem Training, im Zelt, irgendwann auf der Couch beim Zocken. Zwei Körper, gleich alt, gleich verschwitzt, gleich müde. Druck raus, Lachen, fertig. Sockentausch. Nichts, worüber man später redet. Ab und zu fehlte mal ein Paar Soxx :)
Hannes war Chaos, ja, aber harmlos. Einer, der verstand, ohne dass man groß was erklären musste. Zwei Jungs, die dasselbe trugen, dieselben Muskeln, denselben Schweiß, denselben Kick. Freundschaft. Wichsen nicht mehr, vielleicht mal zu dicht nebeneinander - das war's.
Mit Niklas – ganz anderes Spiel. Kein Gleichgewicht. Keine Vertrautheit. Niklas hatte die Kamera, die Bilder, die Schuhe in seiner Tasche. Niklas war älter, sicherer, abgeklärter. Einer, der wusste, was er tat. Einer, der die Strippen zog. Unmöglich abzusehen worauf das hinauslief.
Jeremias spürte sofort: das hier war kein Nebenbei. Kein Abreagieren. Kein Spiel. Das hier war ****, Risiko ,Kontrolle, ein Netz, in dem er schon hing, bevor er merkte, dass er gefangen war.
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Der Torwart
Schweiß und Tränen
Melk- und Fickgeschichten um einen Hetero-Jugendfußballer - Sperma und Fußschweiß
Updated on Jan 5, 2026
by Mercadus
Created on Apr 15, 2025
by RevenX
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