What's next?
Sie verschwinden unter der Decke
Betty spürte die Matratze unter sich nachgeben, als sie sich zu Lukas ins Bett legte. Die Kerzen flackerten, warfen tanzende Schatten an die Wände, und das warme Licht ließ ihre nackte Haut golden schimmern. Sie spürte seinen Körper neben sich, seine Wärme, sein leises Zittern, das sie nur kannte, weil sie ihn so gut kannte. Aber sie spürte auch die Blicke – die Blicke der anderen Jungs, die sie beobachteten, die den Atem anhielten, um zu sehen, was sie jetzt tun würde.
Und dann, wie ein Schlag in die Magengrube, traf sie die Erkenntnis dessen, was sie da gerade gesagt hatte.
"Die nächsten 24 Stunden deine Sexpuppe."
Was zum Teufel hatte sie sich dabei gedacht? Betty spürte, wie ihre Kehle sich zuschnürte, wie ihr Herzschlag sich beschleunigte – aber nicht aus Aufregung, sondern aus nackter Panik. Marco. Der Typ, der immer so tat, als wäre er der Größte. Der Typ, der wahrscheinlich schon seit Wochen darüber fantasiert hatte, wie es wäre, ein Mädchen nach seinen Regeln zu benutzen. Sie hatte ihm gerade angeboten, genau das zu sein – für 24 Stunden. Vierundzwanzig Stunden, in denen sie keine Kontrolle hätte, in denen er sie küssen, berühren, in sie eindringen konnte, wann immer er wollte. Vierundzwanzig Stunden, in denen sie seinen Launen ausgeliefert wäre.
Ihre Haut, die eben noch warm vor Selbstbewusstsein gewesen war, fühlte sich plötzlich kalt an. Die Nacktheit, die sie so stolz zur Schau getragen hatte, erschien ihr jetzt verletzlich, bloßgestellt. Was, wenn er sie wirklich beim Wort nehmen würde?
Und dann war da noch die andere Angst: Was, wenn jemand merkte, warum sie Lukas gewählt hatte? Nicht nur, weil er der netteste war. Nicht nur, weil sie ihn schon kannte. Sondern weil sie sein Geheimnis kannte. Wenn einer der Jungs merkte, das der Tausch der Lose nicht nur eine etwas zu freizügige Interpretation der Regeln war – dann war sie dran.
Betty presste die Augen zusammen, versuchte die Panik zu unterdrücken. Ihre Hände zitterten leicht, und sie spürte, wie sich ihre Brust spannte, als würde sie gleich ersticken. Du hast es übertrieben, Betty. Mal wieder.
Aber dann spürte sie etwas anderes.
Lukas' Hand. Sie hatte gar nicht bemerkt, wann sie sich von seiner Seite gelöst hatte, aber jetzt war sie da – warm, zitternd, aber entschlossen – und glitt unter die Decke, die sie beide bedeckte. Seine Finger fanden ihren Oberschenkel, ihre Haut, und dann, mit einer Leichtigkeit, die nur jemand haben konnte, der ihren Körper kannte, glitten sie weiter, tiefer, bis sie zwischen ihre Beine gelangten.
Betty hielt den Atem an.
Seine Fingerspitzen waren zart, fast zögerlich, als sie über ihre glatt rasierte Haut strichen. Sie spürte jeden Millimeter, jede Berührung, die sich wie ein heißer Draht durch ihren Körper zog. Er kannte ihre Schamlippen, wusste, wo sie am empfindlichsten war, und er streichelte sie nur – ganz leicht, mit der sanftesten Berührung, die sie fast wahnsinnig machte.
Und dann – dann griff er an.
Sein Finger fand ihren Kitzler, diese kleine, überempfindliche Stelle, die sie so verletzlich machte. Und mit einer einzigen, kreisenden Bewegung, ließ er alle ihre Gedanken zerplatzen wie Seifenblasen.
Es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Die Panik, die Angst vor Marco, die Sorge um das Geheimnis – alles verschwand in einem einzigen, weißen Blitz. Ihr Körper bog sich unwillkürlich, ihre Hände krallten sich in die Decke, und ein leises, unwillkürliches Stöhnen entwich ihren Lippen, bevor sie es unterdrücken konnte.
"Lukas...", flüsterte sie, und ihre Stimme war heiser, gebrochen.
Seine Finger bewegten sich weiter, langsam, kreisend, mit einer Geduld, die sie von ihm kannte. Er wusste genau, wann er schneller werden musste, wann er ihre Schenkel auseinanderdrücken sollte, wann er sie mit sanften Berührungen bis zum Rand der Erregung treiben musste. Sie spürte, wie ihr Körper auf ihn reagierte, wie ihre Feuchtigkeit seine Finger umschloss, wie ihre Hüften sich fast von selbst in seinen Takt bewegten.
Und während ihre Gedanken langsam zerflossen, wusste sie nur eines: Egal, was morgen passieren würde, egal, ob Marco sie wirklich als Sexpuppe beanspruchen würde, egal, ob jemand ihr Spiel durchschaute – in diesem Moment war sie bei Lukas.
Sie atmete tief ein, ihr Körper zitterte, und ihre Hand fand seinen Nacken, zog ihn zu sich heran, bis ihre Stirn seine berührte. "Du kennst mich wirklich", flüsterte sie.
Lukas antwortete nicht mit Worten, sondern mit einer sanften Bewegung seiner Finger, die sie wieder zum Stöhnen brachte, die ihr die letzte Kontrolle über ihren Körper raubte.
Seine Finger bewegten sich schneller, und Betty spürte, wie sie an den Rand eines Abgrunds getrieben wurde. Sie griff nach seinem Arm, drückte ihre Nägel in seine Haut, und flüsterte seinen Namen, immer wieder, bis ihre Stimme brach und die Welt um sie herum verschwamm.
Und als sie kam – als die Welle sie erfasste und durch ihren Körper raste – wusste sie, dass sie in diesem Moment alles richtig gemacht hatte. Egal, was danach passieren würde.
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