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Chapter 15 by tease94

Wie geht's weiter?

Woher nehmen ohne zu stehlen?

"Unser größtes Problem ist: Wie kommen wir an Geld?"

Antje und Sabine sitzen in der Küche. Die Küche ist ein Sauhaufen. Überall stehen schmutzige Teller und Tassen. Leere Bierflaschen liegen in jeder Ecke. Antje hat den Kopf auf einen Arm gestützt und beobachtet ihre Freundin, die soeben die zweckentfremdeten Bananenreste in den Mülleimer wirft.

"Ich habe keine Ahnung." Sabine hebt die Schultern. "Aber auf Pornofilme drehen oder so'n Scheiß hab ich keinen Bock. Mir reicht's, mich von den Kaffern hier im Haus vögeln lassen zu müssen."

"Hmm. Okay. Keine Pornos. Und auch keinen Telefonsex, oder?"

Sabine glotzt Antje erstaunt an. "Nee, auch nicht. Außerdem hab ich mal gesehen, dass man mit diesem Online-Sex so gut wie keine Kohle verdient. Geht alles an den Vermittler. Am Ende müssen die Mädchen sich auf Online-Hardcore-Sex einlassen, um überhaupt den Vertrag zu erfüllen. War bei 'Explosiv', glaube ich."

"Kann ich mir gut vorstellen," sinniert Antje. "Kann mir kaum vorstellen, dass sich das bei all den verschiedenen Nummern übehaupt rentiert. Okay, nichts mit Sex. Was dann? Verkäuferin?"

"Zum Beispiel. Aber wir sollten uns auf jeden Fall für diese Stelle als Nachwuchsdarstellerin bewerben. Wenn das nichts wird, könnten wir es auch bei einer Zeitarbeitsvermittling probieren. Oder in einem Call-Center, als Messehelferin, da gibt es schon ein paar Möglichkeiten. Aber es muss innerhalb eines Monats klappen. Unser Erspartes reicht gerade für Miete und Unterhalt für diesem Monat."

"Ja, das ist leider wahr." Antje schiebt ihren Brotteller zur Seite und steht auf. "Weißt du was, ich gehe mal schnell eine Zeitung kaufen. An der Ecke gibt's nen kleinen Supermarkt. Vielleicht gibt's da irgendein Anzeigenblatt."

"Heh, wieso willst du gehen?" mault Sabine bestürzt.

Antje bleibt stehen, und starrt ihre Freundin an. "Willst du mitkommen?"

"Ja," erwidert Sabine leise. "I-Ich will hier nicht alleine sein."

"Heh, okay. Ist in Ordnung. Kann ich total verstehen. Aber... denk dran, wir müssen uns was Hübsches anziehen."

"Ja, ich weiß." Sabines Schultern hängen nun völlig, und ihre gesamte Erscheinung verrät ihre Niedergeschlagenheit und Verunsicherung.

Antje versucht Sabine aufzumuntern. "Na, komm schon. Es wird schon nichts passieren. Ist doch nur ein kurzer Weg zum Supermarkt und zurück."

Kurze Zeit später verlassen die beiden Freundinnen die Wohnung. Antje trägt einen kurzen Minirock und hochhackige Kniestiefel, wie sie gerade 'In' sind, dazu oben ein blaues Tank-Top und darüber eine passende Jeansweste. Sabine trägt knallenge Jeans, Sneakers und einen kurzen Kapuzensweater, der immer mal wieder ihren Bauchnabel freigibt.

"Meinst du, das ist so in Ordnung?" fragt Sabine, als Antje die Tür öffnet.

"Klar." Antje mustert ihre Freundin von oben nach unten und nickt anerkennend. "Hat was absolut Girlie-mäßiges. Ich find's sexy. Aber keine Bange, wir sind schnell wieder zurück."

Ob Antje da richtig liegt?

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