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Chapter 16 by mäuschen mäuschen

Wo treffen sie sich?

Bei Dragan zu Hause

“Boromowitsch” stand auf dem Klingelschild an der Wohnung in der obersten Etage des Hochhauses und Dragan bat sie auch sofort hinein.

“Hallo Frau Fischer, schön, dass sie es einrichten konnten”, begrüßte er sie lächelnd, während er die Türe offen hielt.

Im Gegensatz zu ihren bisherigen Treffen war Dragan geradezu schick gekleidet. Ein hochwertiges Paar Lederschuhe, eine schwarze Stoffhose und ein weißes Hemd. Diesmal nicht aufgeknöpft. So angezogen könnte man ihn glatt der Verwandtschaft präsentieren.

“Wollen sie nicht eintreten?”

“Äh, ja. Okay.” antwortete Gretchen kurz angebunden, und konnte nur innerlich den Kopf schütteln über diesen wirklich abstrusen Gedanken, den sie da eben hatte, und verdrängte diesen schleunigst aus ihrem Bewusstsein. Also wirklich, mit einem Zuhälter ausgehen? Da wäre ihr Ruf ja für immer ruiniert! Es wurde wirklich Zeit, dass sie an ihrer Beziehungssituation etwas änderte. Aber heute Abend würde sie den Mann für’s Leben sicherlich nicht finden, da war sie sich 100%ig sicher.

Von dem kurzen Eintrittsraum aus wurde sie von Dragan in einen riesigen und geräumigen Wohnbereich geführt. Ihr fiel sofort ins Auge, dass auf der einen Seite gar keine Wand war, sondern nur eine einzige Glasscheiben-Front, welche einen unglaublichen imposanten Ausblick auf die ganze Stadt gewährte. So etwas nannte man dann wohl eine Penthouse Wohnung. In solch einem luxuriösen Appartement zu leben wäre bestimmt toll. Aber die Miete kostete bestimmt auch ein Vermögen. So etwas konnte sie sich von ihrem bisherigen Gehalt nicht leisten. Aber vorstellen könnte sie es sich ja trotzdem.

Während Gretchen noch wegen der Aussicht hin und weg war, schaute Dragan ebenfalls nicht schlecht und war erstaunt. Aber eher wegen des Anblicks direkt vor ihm.

Frau Fischer war fast genauso gekleidet wie bei dem inzwischen fast zwei Wochen zurückliegenden Ereignis auf dem Schulhof, an dem er sie zum ersten mal in Augenschein genommen hatte. Nur Dank seines für solche Dinge geübten und geschulten Blickes hatte er damals geahnt, was für einen heißen Körper sie unter ihrer weiten, schlabbrigen und in jeglicher Hinsicht absolut unvorteilhafter Kleidung verbarg.

Natürlich hatte er daraufhin bei einigen der Schülerinnen, die für ihn arbeiteten, Erkundigungen über die Lehrerin eingeholt. Und alle hatten ihm berichtet, dass sie wirklich immer so schrecklich rumlief, und dies keine Ausnahme gewesen war.

Jedoch bei ihrem zweiten Treffen, am Schwimmbad, da hatte sie ihm buchstäblich den Atem geraubt. Nur bekleidet mit einer modischen, fast hautengen Jeans, kombiniert mit einem weißen, aufgrund der Nässe fast durchsichtigem T-Shirt bekleidet, was alle ihre Rundungen unglaublich betont hatte.

Danach hatte er angenommen, dass die junge Frau vielleicht nur auf der Arbeit solch eigenartige Outfits trug, die vom Anfang des letzten Jahrhunderts stammen könnte. Während sie sich sonst privat vielleicht ganz normal anziehen würde. Da hatte er sich wohl ausnahmsweise einmal in seiner Einschätzung gründlich getäuscht. Wie sie, eine Frau mit so einem geilen Körper, absolut keinen Sinn für Mode hatte und dabei auch noch wirklich alles versuchte um ihre Vorzüge zu verstecken, das konnte er sich einfach nicht erklären.

Und auch für heute hatte er Frau Fischer ja auch explizit gebeten, “etwas dem Anlass Entsprechendes” anzuziehen. Was daran missverständlich war, konnte er sich ebenfalls nicht erklären. Denn was der “Anlass” war müsste eigentlich klar sein, oder? Schließlich sollte die Lehrerin zunächst einmal den Freier mit ihrer herablassenden und arroganten Art und Weise so richtig geil machen. Und dass es dafür von großem Vorteil wäre, ein wenig Haut und Dekolleté zu zeigen, dass sollte doch auch selbstverständlich sein, oder etwa nicht?

Naja, wie dem auch sei. Dragan hatte ja zum Glück entsprechende Vorkehrungen getroffen.

“Frau Fischer?”

“Äh, ja?”

“Ich habe mir die Freiheit genommen, ihnen ein passendes Outfit für ihren, nun sagen wir mal, Auftritt, zu besorgen.”

“Oh, ist mit meinem etwas verkehrt? Ich weiß, ich habe mich nicht 100%ig angezogen wie sonst. Zeige ich zu viel Bein? Hätte ich keine hochhackigen Schuhe anziehen sollen? Aber ich dachte…”

“Stop. Stop. Bitte” unterbrach Dragan Gretchen’s Redeschwall, und schüttelte kurz den Kopf. Es würde keinen Sinn machen, auch nur eine Frage davon zu beantworten “Bitte, Frau Fischer, sie wollen doch auch, dass das Unterfangen heute erfolgreich verläuft? Damit wir Mandy helfen können, richtig?”

“Ja, schon. Sicher.”

“Also bitte, gehen sie einfach in den Nebenraum und ziehen sie bitte alles an, was ich ihnen raus gelegt habe. Einverstanden?”

Ist sie einverstanden?

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