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Chapter 27 by Schreiberlein
Kann ich nun mit Hugo und Nina abschließen?
Da ist noch was zu erledigen
Einige Tage später begannen die offiziellen Verhöre der Polizei und ich traf das junge Mädchen wieder, welches mir im Bordell-Bereich der Halle von Hugo aufgefallen war. Sie hieß Jana und machte noch immer einen traurigen und verlorenen Eindruck. Wir kamen ins Gespräch und sie sprach davon, dass sie kaum mehr ins Leben zurückgefunden hätte. Sie hätte in der Halle drei Männer in der Stunde zu Willen sein müssen, aber nun niemand sich traue, sie nur anzusehen. Ihre Eltern hatten den Kontakt zu ihr abgebrochen, weil sie nicht damit umgehen konnten. Und nun würde sie sich alleine durchschlagen, aber das einzige, was sie gut könne und einträglich sei wäre der Strich, daher habe sie sich bereits mehrfach prostituiert. Ich hatte großes Mitleid mit Ihr, da sie nicht das Glück einer sie behütenden **** hatte. Ich fragte sie, wo sie wohnte und sie erklärte ein Zimmer in einem Laufhaus zu haben und wechselte das Thema. Ich nahm sie spontan mit nach Hause und wir kochten zusammen und quatschten viel. Als die anderen eintrafen waren sie etwas überrascht, hießen Jana aber willkommen. Wir aßen zusammen und ich erzählte woher ich Jana kannte. Hakan fragte wie lange sie von Hugo und Nina gefangen gehalten wurde und Jana sagte schluckend „Drei Monate.“. Ich überlegte ****, wie ich ihr helfen könnte und bat Hassan mir einen Augenblick zu helfen um einen Vorwand zu haben mit Ihm unter vier Augen zu sprechen. Hassan verstand, dass ich helfen wolle, aber Jana müsse sich zunächst selbst helfen. Als ich ihm vom Laufhaus erzählte zog er die Augenbrauen hoch. „Alle Mädchen dort haben einen Zuhälter viele davon sind brutal. Diese Kerle sind keine Geschäftsleute sondern Ausbeuter. Er ging ohne ein weiteres Wort zurück in die Küche und ich folgte ihm. „Hakan, Mehmet ihr fahrt mit Anna und Jana! Ihr holt Janas Sachen und regelt was zu regeln ist. Sie bleibt heute hier. Nehmt Ben mit.“ Das bedeutete, dass er sich wirklich Sorgen machte. Hakan und Mehmet zogen auch etwas überrascht die Luft ein. Wir fuhren in zwei Autos los und als Jana die Adresse angab nickten Mehmet und Hakan. Es war eine Seitenstraße parallel zur Bundesstraße, laut und Dreckig. Das Haus war bunt gestrichen und nicht direkt über die Bundesstraße anzufahren. Dahinter erstreckte sich ein Industriegebiet. Ben wartete zunächst im Auto. Jana stieg aus und die Angst stand Ihr ins Gesicht geschrieben. Sie ging ängstlich auf das Haus zu und ich bat die Jungens im Abstand zu folgen. Wir wollten nur die Sachen holen und in 20 min wieder weg sein. Als wir auf das Haus zugingen, standen drei junge Frauen davor. Eine verschwand sofort. Sie kam noch während wir die Straße überquerten mit einem jungen Kerl zurück. Er war Russe oder schien aus dieser Richtung zu kommen. Jana blieb starr vor Schreck stehen. Ich nahm ihre Hand und der Kerl kam auf uns zu, machte sich groß und breit. Er schrie laut „Wo warst Du Nutte?, Ich habe dir gesagt, dass Du um fünf hier zu stehen hast.“ Er zeigte auf mich „Wer ist die Schlampe? Deine Mama?“ Jana zuckte zusammen, er packte Jana und zog sie hinter sich her. „Hallo?“ sagte ich. Er blieb wie angewurzelt stehen, drehte sich langsam um und sah mich böse an „Hallo was?“ fragte er. „Hallo Arschloch.“ sagte ich. „Lass sie sofort los!“ Er lächelte und sagte deutlich leiser. „Ich bringe die Hure jetzt auf Vordermann und dann Dich, wenn Du nicht sofort verschwindest, fick ich wund.“ Ich trat auf ihn zu, legte meine Hände auf seine Brust und säuselte „Das haben schon viele andere versprochen und nicht gehalten. Jana ist nicht Dein Eigentum und wir holen jetzt ihre Sachen und gehen ganz friedlich.“ Das „sonst“ hing unausgesprochen in der Luft. „Sonst was?“ sprach er es aus. „Joschi“ sagte Hakan hinter ihm, „Bleib geschmeidig.“ Joschi schaute verblüfft auf Hakan und Mehment, die hinter ihm standen. Er verstand den Zusammenhang nicht, ließ aber Jana los, die zu mir kam. „Hakan, was?“ stammelte Joschi. Hakan legte Joschi den Arm über die Schultern und führte ihn weg. Mehment machte eine Geste, dass wir ins Haus gehen sollen. Wir beeilten uns ins Haus zu kommen und stiegen in den ersten Stock. Jana öffnete eine Tür und wir betraten eine große Diele mit einem Tisch in der Mitte. Zwei Mädchen saßen dort und rauchten. Sie schauten nur kurz auf und redeten weiter. Ich hatte nun schon genug dieser Frauen gesehen um sie genau einschätzen zu können. Wir holten aus Janas Zimmer was sie benötigte und als wir in die Diele kamen standen zwei junge Kerle in unserem Alter vor uns. „Was, soll das denn werden?“. Jana verfiel wieder in Schockstarre und ich sagte „Ein Auszug.“ Der größere der beiden packte mich an den Haaren und zog meinen Kopf zur Seite „Das ist ein Puff und in einem Puff sind alle Frauen Nutten. Und Nutten sind zum ficken da.“ Der andere lachte und schubste Jana zurück ins Zimmer, in das mich der andere zog. Die beiden Frauen waren sofort verschwunden. Jana stand wie ein Häufchen Elend da. „Ausziehen!“ befahl der Kleinere. „Sicher nicht.“ sagte ich bestimmt. „Du vorlaute Schlampe, was fällt Dir ein?“. Die leise aufschwingende Tür bemerkte er nicht. „Mir fällt ein, dass hinter Dir ein Freund von mir steht, der Dich aufs Maul haut, wenn Du mich nicht sofort loslässt.“ Der Kerl drehte sich um und sah Ben erschrocken an. „Da hat sie recht.“ sagte er.Ich kam frei und wir gingen an Ben vorbei nach draussen. Ben folgte uns rückwärtsgehend. Wir kamen zum Ausgang und die beiden Gangster folgten uns zunächst nicht. Vor der Tür stand Hakan mit Joschi und sie schienen die besten Freunde zu sein. Joschi lächelte und als die zwei Halunken zum Eingang gerannt kamen herrschte er sie an. „Hey was macht Ihr Stress? Ist Freundin von Hakan, mein Bruder.“ Die beiden nickten ohne zu verstehen. Ich zog Jana zum Auto und Hakan betätigte den Funkschlüssel. Als wir im Auto saßen nahm ich die zitternde Jana in den Arm. Ich beruhigte sie und Hakan und Mehmet stiegen zu uns. Ben saß in einem Auto hinter uns. Wir fuhren nach Hause und Hassan, Ömer, Mam und Ron erwarteten uns bereits. Hassan wirkte bedrückt und nahm immer kleine Schlucke von seinem Tee. Ich setzte mich neben ihn und fragte, „Alles in Ordnung?“ Er nickte, aber ****. Wir gingen auf mein Zimmer und Hakan erklärte mir, dass Hassan ein großes Import-Export-Geschäft hat und es ein Problem mit einem Partner im Iran gebe. Es seien Verständigungsschwierigkeiten aber ein großer Auftrag drohe nun zu scheitern. „Was für Verständigungsschwierigkeiten?“ fragte Jana unvermittelt. Hakan schaute genauso überrascht auf wie ich. „Der Partner kann kein Türkisch, English oder Deutsch und Hassan kein Persisch. Also geht alles nur langsam voran und das ist nicht unsere Mentalität.“ Jana schaute ihn fest an und sagte „Ich kann Persisch uns arabisch. Mein Vater war Perser und wir haben lange in Täbriz gelebt. Er hat immer darauf bestanden, dass wir Persisch lernen. Ich habe bestimmt viel verlernt, aber mit etwas Ruhe wird es gehen.“ Hakan ging sofort zu Hassan um ihn zu informieren. Er kam lächelnd wieder. Hassan möchte es gerne versuchen und würde sich freuen, wenn Du ihn morgen begleitest. Jana erklärte Hakan, dass er unbedingt vorher ein Kleid besorgen müsse und einen Schleier. „Iranische Kaufleute sind eigen. Hakan rief eine Bekannte an, die orientalische Kleidung anbot und zwei Stunden später betrat Jana in einem knallbunten Kleid das Haus. Hassan war begeistert. Ich schlief bei Hakan und vermied jede Frage nach Joschi.
Werden die Ermittlungen der Polizei noch weitere Aktionen nach sich ziehen?
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Annas Erlebnisse
Abiturentin Anna findet ihre Berufung
Anna
Updated on Nov 11, 2016
by Schreiberlein
Created on Nov 10, 2016
by Schreiberlein
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