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Chapter 26 by Schreiberlein

Wird Sie mehr Geld bekommen und was heißt das für mich?

Eher nicht.

Das klang sogar etwas wie Lob. „Ich kenne und schätze ihre Qualitäten.“ sagte eine Stimme hinter mir. Ich zuckte zusammen und sofort stiegen mir die Tränen in die Augen, das war Hakans Stimme. Ein großer schwarzer Schatten drängte sich an mir vorbei und packte Julia. Der Security Ben vom Abend der Befreiung lächelte mich an, als er die schreiende Julia im Polizeigriff wegdrehte. Erst jetzt konnte ich mich umdrehen und Hakan anschauen. Mir klappten die Knie weg und er fing mich auf. „Nina ..,“stammelte ich. „hat gerade Besuch von drei ziemlich großen und starken Kollegen von Ben.“ vervollständigte Hakan. Der Clubbesitzer stand auf und drückte mir und Hakan die Hand. etwas plumb entschuldigte er sich dafür, dass er mich ebenso wie andere ausgenutzt hatte. Hakan nahm mich mit zum Auto und ich konnte mein Glück nicht fassen. Ob wohl ich es unbedingt wollte lies er mich nicht fahren und wir trafen zeitgleich mit den drei Bodyguards, Nina Ben und Julia vor dem Polizeipräsidium ein. Nina hatte ein blaues Auge und spuckte Gift und Galle. Julia hielt sich zurück. Die Kriminalpolizei war einigermaßen überrascht, auf diese Weise Nina und Julia zurück zu bekommen. Eine Beamtin führte mich und Hakan in einen Verhörraum und ich war nicht überrascht als Baum den Raum betrat. Die Kriminalbeamtin, die später dazu kam nahm meine Aussage auf und verabschiedete sich recht schnell. Es erschien der Dienststellenleiter Schneider und polterte zunächst los, dass dies an Selbstjustiz grenze und so nicht hinnehmbar war. Baum rückte seinen Block gerade und machte in exakt vier Sätzen das komplette Versagen dieser Dienststelle in Falle von Julia, meiner **** und den anschließenden Straftaten sowie der Strafverfolgung von Nina klar, die obwohl ein Haftbefehl vorlag noch mehrmals bei Bekannten Unterschlupf fand. In das Schweigen hinein ergänzte er, dass er die Presse nun eigenhändig informieren würde. Herr Schneider verlor nun vollends die Gesichtsfarbe und kollabierte wortlos. Er informierte den Staatsanwalt, der unverzüglich die Haftbefehle gegen Julia und Nina vollstreckte. Nina wanderte zurück in Untersuchungshaft und erhielt besonders scharfe Haftbedingungen. Julia hatte nun alles verloren und beschuldigte Nina die Haupttäterin zu sein. Es dauerte eine Weile, bis sie die erdrückenden Beweise zu einem Geständnis bewegten. Wir fuhren nach Hause und Es gab eine große Willkommensfeier. Hassan und Ömer waren entsetzt, wie dünn ich war. Als sich alle etwas beruhigt hatten, erzählte ich stockend und manchmal weinend meine Erlebnisse. Fast acht Wochen hatte meine Odyssee gedauert und hatte ein so überraschendes Ende gefunden. Hakan stand unvermittelt auf und verließ kurz den Raum. er kam mit einem gefalteten Laken wieder auf dem stand: „Bitte rufen sie meine **** an. Ich lebe und sie schleppen mich von Bordell zu Bordell. Annamarie„ und die Handy-Nummer von Hakan. Hakan wischte meine Tränen weg und erklärte „Zuerst habe ich die Frau gar nicht verstanden, sie wollte das Laken bezahlt haben – ‚Wegen Nachricht geht nix weg‘. Dann bat ich sie vorzulesen. Sie las es dreimal vor, dann fuhren wir zur Wäscherei und machten das Hotel ausfindig. Das Personal konnte sich gut an Nina und Julia erinnern. Von da ab blieben wir Euch auf der Spur und fanden diesen Flatrate-Club. Der Besitzer vermutete nichts Gutes mit Nina und war bereit sofort die beiden anzulocken. Wir feierten meine Heimkehr und zum ersten Mal ist Wochen konnte ich in mein eigenes Bett und mir den Mann aussuchen der neben mir lag. Am Morgen freute ich mich auf Hakan und wir frühstückten alle zusammen. Hassan holte die Zeitungen und es gab einen großen Bericht über Ninas und Julias Festnahmen, die sich auf der Flucht zahlreicher weiterer Verbrechen schuldig gemacht hatten. Ich brach schließlich zur Uni auf und sprach mit mehreren Dozenten, deren Vorlesungen ich von Anfang an verpasst hatte. Mein Verschwinden hatte auch an der Uni für Aufsehen gesorgt, da Hakan und Mehmet jeden Stein hatte umgedreht und schließlich alle befragt hatte, die mit mir studierten. Es dauerte Monate bis Hassan, Ömer und Mehmet einen ungezwungenen Umgang mit mir pflegen konnten. Und schließlich war ich es, die zu Ömer ins Bett stieg und ihm klar machte, dass eine Frau durchaus Spaß beim Sex haben kann. „Ömer, ich habe einiges erlebt und einiges gelernt. Soll ich Dir was über Gartenschläuche erzählen?“ Ömer fand es gut. Auch Hassan und Mehmet fanden meine Blastechnik ausgesprochen fortgeschritten. Hakan hatte unsere Freunde lange nicht eingeladen und als ich ihn bat, Leyla und die Mädchen und seine Freunde einzuladen war die mein Weg in die Normalität. Als Baum anrief und mich bat in seiner Kanzlei vorbei zu kommen um die Anschuldigungen gegen Julia und Nina zu formuieren war die junge Reno-Gehilfin, welche die Ereignisse mitschreiben musste an einigen Stellen meiner Schilderungen kalkweiß. Sie saß nach Aufnahme der Ereignisse ein paar Minuten alleine mit mir im Büro und räusperte sich. „Was möchten Sie wissen?“ fragte ich sie ohne Umschweife. „Wie haben Sie das ausgehalten, diese vielen Männer?“ Ich erklärte ihr, dass die Männer nur Sex haben wollten und ich Sex mochte und viele der Männer durchaus auch nett gewesen wären und ich auch in meinem Leben vor und nach den Ereignissen sexuelle Kontakte zu verschiedenen Männer gehabt hätte. Als Hure spielt ich die Rolle einer Geliebten und gab mich leidenschaftlich und lasterhaft. Belastend sei der Hass der Frauen gewesen. Sie lächelte schwach und erklärte „Ich habe keinen festen Freund, aber mit verschiedenen Männern kann ich mir nicht vorstellen.“ Ich nickte und schwieg.

Kann ich nun mit Hugo und Nina abschließen?

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