Feuchte Offenbarungen und…

…eine schockierende Tatsache.

Chapter 7 by Atina Hunter Atina Hunter

Herr Fuchs beugt sich etwas über die Bartheke, sein Whiskyglas lässig in der rechten Hand, und mustert mich mit einem Blick, der nicht einmal versucht, höflich zu wirken.

Seine Augen wandern über mein Bikini-Oberteil, bleiben dort einen Moment zu lange hängen, bevor er sie wieder nach oben zieht. „ Und Katharina – wir dürfen doch Katharina sagen? Also Katharina, fahren Sie denn schon ein Auto?“

Herr Fuchs beugt sich etwas über die Bartheke, sein Whiskyglas lässig in der rechten Hand, und mustert mich mit einem Blick, der nicht einmal versucht, höflich zu wirken. Seine Augen wandern über mein Bikini-Oberteil, bleiben dort einen Moment zu lange hängen, bevor er sie wieder nach oben zieht. „Und Katharina – wir dürfen doch Katharina sagen? Also Katharina, fahren Sie denn schon ein Auto?“ Die Kunst, wie er meinen Namen ausspricht, lässt jede Silbe wie eine Einladung klingen. Sein Mundwinkel klickt nach oben, und ich erkenne das Spiel in seinen Augen – er fragt nach einem Auto, aber er meint etwas ganz anderes.

Ich läche ihn freundlich an, strecke unbewusst den Rücken etwas gerader. „Ja, meine Herren, Sie dürfen mich ruhig Katharina nennen. Und nein, Herr Fuchs, ich habe noch keinen Führerschein und darf deshalb noch kein Auto fahren. Ich bin erst vor ein paar Tagen achtzehn Jahre alt geworden und habe mich noch nicht in einer Fahrschule angemeldet.“

Stille. Dann – ein Grinsen. Nicht bei einem von ihnen. Bei allen dreien gleichzeitig.

Stille. Dann – ein Grinsen. Nicht bei einem von ihnen. Bei allen dreien gleichzeitig. Herr Fuchs legt seinen Kopf leicht schief, als hätte er gerade eine besonders seltene Trophäe entdeckt. Herr Maus lässt seinen Whiskey langsam auf die Bartheke sinken, als hätte er plötzlich Wichtigeres im Kopf als Alkohol. Und Dr. Richter – Dr. Richter sagt gar nichts. Er sagt keinen einzigen Ton zu mir. Er beginnt damit, mich ausreichend grinsend von oben bis unten zu mustern, während ich mich unbeholfen mit Herrn Fuchs und Herrn Maus unterhalte.

Herr Maus richtet das Wort an mich, seine breite Stimme übertönt für einen Moment das Durcheinander der Partygeräusche. „Nun, wenn Sie dann mal ein eigenes Auto brauchen, können Sie sich gerne vertrauensvoll an Herrn Fuchs wenden.“ Er nickt Richtung Fuchs, als würde er ein Geschäft abschließen. „Klaus-Peter hat immer was Gutes im Hof ​​stehen.“

„Danke“, sage ich und schlage die Augen kurz nieder, bevor ich wieder aufblicke. „Wenn ich mir dann irgendwann einmal ein eigenes Auto darauf leisten kann, dann werde ich gerne zurückkommen.“

Herr Fuchs klopft mit dem Finger gegen sein Whiskyglas. „Das lässt sich einrichten, Kleines. Das lässt sich einrichten.“ Sein Blick haftet an meinem Dekolleté, als wäre er mit Magneten an mir befestigt.

Ich merke, wie mir die Worte leichter über die Lippen gehen. Irgendetwas in mir wird lockerer, unbekümmerter. Ich fange an, dezent mit den beiden Herren zu flirten — ein schiefes Lächeln hier, ein kurzes Spiel mit den Haaren dort, ein Blick, der einen Herzschlag zu lange hält. Es macht mir Spaß. Echten Spaß. Die Art von Spaß, bei dem man vergisst, dass man eigentlich nur ein Mädchen im Bikini ist, das zwischen drei angesehenen Männern an einer Bar steht.

Gegen ein bisschen Flirten haben die Männer scheinbar auch nichts. Ich bin das Gegenteil. Herr Fuchs rückte näher. Herr Maus bestellte eine Runde nach. Und Dr. Richter — der schweigt noch immer, aber sein Grinsen wird breiter, als würde er eine private Wette gewinnen.

Dann kommt Herr Bramm zurück. Er schiebt sich mit der Selbstverständlichkeit eines Mannes, der jeden Raum betritt, als gehöre er ihm – was bei diesem Garten tatsächlich der Fall ist – zwischen mir und Herrn Fuchs. In seiner rechten Hand balanciert er ein hohes Glas mit einer cremefarbenen Flüssigkeit, an dessen Rand Kokosraspeln kleben. Ein Raffaello-Cocktail. Genau das, was ich bestellt habe. Er drückt mir das Glas direkt in die Hände, seine Finger streifen dabei über meine, warm und trocken, und ein Schauer zieht von meinen Handgelenken die Arme hinauf.

Er nimmt sich ein Glas Wein vom Barhocker, hebt es, und sagt: „Zum Wohl, meine Liebe.“

Aber das ist nicht alles. Er sagt nichts weiter. Keine Erklärung, keine Geste. Nur sein Blick. Dieser Blick. Blaugraue Augen, die mich fixieren und festhalten, wie ein Insekt auf einer Nadel. Ich kann nicht wegschauen. Ich werde nicht wegschauen. Sein Blick zieht mich hinein, und irgendetwas in meiner Brust beginnt zu kribbeln, als würde jemand eine kleine Flamme darin entzünden.

Wir stoßen an. Das Glas klingt leise. Ich trinke.

Der Cocktail schmeckt süß und cremig, nach Kokos und Vanille und einem Hauch von Mandel, so lecker, dass ich ihn schnell in einem Zug hinunterziehe.

Der Cocktail schmeckt süß und cremig, nach Kokos und Vanille und einem Hauch von Mandel, so lecker, dass ich ihn fast in einem Zug hinunterziehe. Ich habe bereits die Hälfte ausgetrunken, als ich das Glas abgesetzt und feststelle, dass mir warm geworden ist. Nicht die Wärme der Sonne auf der Haut – die Wärme kommt von innen, aus dem Bauch heraus, als hätte ich einen Schluck heißen Tee getrunken. Ein behagliches Kribbeln breitet sich aus, zieht durch den Unterleib, und ein wohlwollender Schauer beschert mir Gänsehaut auf den Armen.

Ich weiß nicht, dass das Kribbeln in meinem Bauch nicht nur vom süßen Cocktail herrührt. Dass darin etwas ist, das langsam, aber sicher zu wirken beginnt. Etwas, das meine Hemmschwellen abbaut, Schicht für Schicht, wie Tauwetter im März.

Herr Bramm weiß es. Sein Blick verändert sich – kaum merklich, aber ich bin gerade nicht in der Verfassung, solche Nuancen zu erkennen. Er sieht es aus, wie mir die Wärme ins Gesicht steigt, wie meine Augen weicher werden, wie mein Lächeln breiter und sorgloser wird. Unter er nutzt es.

Seine Hand legt sich wieder um meine Hüfte. Herzlich, fest, besitzergreifend. Sein Daumen streicht über die nackte Haut zwischen Hüftknochen und Bikinihöschen, und komischerweise habe ich nichts dagegen. Im Gegenteil – ich genieße es gerade regelrecht, wie er mich so hält.

Seine Hand legt sich wieder um meine Hüfte. Herzlich, fest, besitzergreifend. Sein Daumen streicht über die nackte Haut zwischen Hüftknochen und Bikinihöschen, und komischerweise habe ich nichts dagegen. Im Gegenteil – ich genieße es gerade regelrecht, wie er mich so hält. Sein Arm liegt um mich wie eine Klammer, die gleichzeitig beschützt und festhält, und ich lehne mich einen halben Zentimeter in seiner Berührung.

„Katharina“, sagt er, und seine Stimme ist so tief und kernig, dass sie in meinem Bauch vibriert. „Wie hat es bloß mein idiotischer Volltrottel von Sohn verdient, einen so sexy heißen Feger wie dich zu bekommen?“

Ich muss lachen. Amüsiert, angetan, ein wenig schief. „Ihr Sohn ist absolut kein Volltrottel, Herr Bramm.“

„Doch.“ Er schüttelte den Kopf, und sein Daumen zeichnete kleine Kreise auf meiner Hüfte. „Doch, das ist er. Wenn ein Mann einen solchen Körper, ein solches Lächeln, eine solche Frau an seiner Seite hat und nicht jeden verdammten Tag auf Knien dafür dankt — dann ist er ein Volltrottel.“

Er hebt sein Weinglas, nimmt einen Schluck, und seine Augen bleiben die ganze Zeit über auf mir. „Wenn ich nochmal zwanzig wäre, da würde ich weiß was unternehmen, um so eine bezaubernde sexy Frau als Freundin zu bekommen.“

Mein Lachen verklingt. Mein Atem wird flacher. Ich schaue ihn an, und sein Blick hält mich fest, und ich kann nichts anderes tun, als ihn freudig frech anzulächeln, weil mir die Worte fehlen.

„Niemand könnte mich davon abringen, dann jede Sekunde meiner Zeit mit so einer wundervollen sexy Freundin zu genießen.“

Boah. Das sitzt. Das sitzt so tief, dass mir die Knie butterweich werden. Ich schwanke leicht, und seine Hand auf meiner Hüfte festigt ihren Griff, hält mich, als hätte er genau gewusst, dass seine Worte diesen Effekt haben werden. War ähm Hut. Natürlich hat er das gewusst.

Seine Stimme – diese kernige, dominante, männliche Stimme mit diesem erotisierenden Tonfall – und seine Worte, diese Komplimente, die er wie Münzen verteilt, jedes einzelne klingend und glänzend – sie tun etwas mit mir. Etwas, das über das Kribbeln im Bauch hinausgeht.

Seine Stimme – diese kernige, dominante, männliche Stimme – und seine Worte, diese Komplimente, die er wie Münzen verteilt, jedes einzelne klingend und glänzend – sie tun etwas mit mir. Etwas, das über das Kribbeln im Bauch hinausgeht. Ich spüre, wie mir heiß wird, nicht nur im Gesicht, sondern überall. Die Haut wird empfindlicher, jede Berührung intensiver, als hätte jemand die Kontraste hochgedreht.

Er lässt seine Hand langsam streichelnd über meine Hüfte wandern. Erst nur ein paar Zentimeter, hin und her, wie ein Mann, der den Bauch eines Hundes kraul und dabei beobachtet, wie das Bein anfängt zu zucken. Ich versuche, mir nichts merken zu lassen. Versuche, das Gefühl zu ignorieren, das sich wie warmer Sirup durch mein Unterleib zieht. Aber mein Körper ist schneller als mein Kopf.

Die drei Männer an der Bar sehen es. Alle drei. Herr Fuchs hält den Atem an. Herr Maus vergisst seinen Whisky. Und Dr. Richter — sein süffisantes Grinsen breitet sich aus, als hätte er gerade eine Diagnose gestellt.

Sie sehen, wie sich meine Brustwarzen durch den dünnen Stoff meines Bikini-Oberteils verährten und gut sichbar jetzt abzeichnen. Erst nur leicht, dann deutlicher, bis sie steif und hart unter dem roten, dünnen Lycra-Gewebe stehen, wie zwei kleine Knöpfe, die sich durchdrücken.

Sie sehen, wie sich meine Brustwarzen durch den dünnen Stoff meines Bikini-Oberteils abzeichnen. Erst nur leicht, dann deutlicher, bis sie steif und hart unter dem rosafarbenen Lycra-Gewebe stehen, wie zwei kleine Knöpfe, die sich durchdrücken. Ich kann nichts dagegen tun. Je mehr Herr Bramms Hand über meine Hüfte wandert, desto stärker wird die Reaktion. Es dauert nicht allzu lange, und meine beiden Brustwarzen sind jetzt für alle sehr gut erkennbar durch den dünnen Bikini-Stoff zu sehen.

Alle vier Männer – Herr Bramm, Herr Fuchs, Herr Maus, Dr. Richter – schauen mich süffisant grinsend an. Vier Paar Augen, die genau wissen, was mit mir passiert, während ich es selbst noch nicht einmal begreife.

Etwas schockiert von der Reaktion meines Körpers auf die Streicheleinheiten von Herrn Bramm drehe ich mich verstohlen in Richtung der Grillstation. Marcel, wo ist er bloß?

Etwas schockiert von der Reaktion meines Körpers auf die Streicheleinheiten von Herrn Bramm drehe ich mich verstohlen in Richtung der Grillstation. Marcel. Marcel wurde von seinem Vater dorthin geschickt. Ich brauche etwas, um mich abzulenken, um diese Erregtheit abzukühlen, die mir das Blut in die Wangen treibt und meine Brustwarzen hart werden lässt.

Ich sehe Marcel am Grill stehen. Juan, der Barkeeper, ist neben ihm. Sie stehen dicht beieinander, sehr dicht, und dann — sehe ich es.

Juans Hand liegt auf Marcels Hintern. Nicht versehentlich. Nicht im Vorbeigehen. Er streichelt ihn, lässt seine Hand über den Stoff von Marcels Chinos gleiten, und Marcel – Marcel blickte sich in die Berührung. Er lehnte sich hinein. Sein Kopf fällt leicht nach hinten, und sein Profil, dieses markante Profil mit den vollen Lippen, entspannt sich auf eine Weise, die nichts mit Grillen zu tun hat. Er genießt es.

Mir bleibt der Atem weg. Ich blinzele. Einmal, zweimal. Als würde das Bild schärfer werden, wenn ich die Augen zusammenkneife. Aber dieses Bild bleibt vor meinen Augen... unabwendbar.

Mir bleibt der Atem weg. Ich blinzele. Einmal, zweimal. Als würde das Bild schärfer werden, wenn ich die Augen zusammenkneife. Aber es bleibt. Juans Hand auf Marcels Arsch. Marcels Kopf nach hinten gelegt. Dieses verlorene, halb geschlossene Lächeln auf seinem Gesicht.

Herr Bramm beugt sich zu mir herunter. Sein Mund ist an meinem Ohr, so nah, dass ich den Atem auf meiner Haut wärme. „Tja, mein missratener Sohn steht offensichtlich mehr auf Männer als auf so sexy geile Frauen wie dich.“

Seine Worte treffen mich wie ein kälterer Guss, aber das Kribbeln in meinem Bauch lässt nicht nach. Im Gegenteil – es vermengt sich mit der Schockstarre, wird zu etwas Neuem, etwas, das ich nicht benennen kann. Ich stehe regungslos da, starre auf Marcel und Juan, und weiß im ersten Augenblick nicht, was ich tun soll.

„Aber vielleicht gelingt es uns beiden ja, ihn mit deiner Hilfe auf den rechten Pfad zu führen.“ Herr Bramms Stimme ist ein Säuseln, ein Flüstern, das sich wie Rauch in meinem Ohr schleicht. Und während er das sagt, fängt er an, mich intimer zu berühren.

Seine linke Hand gleitet von meiner Hüfte hinab, lässt sich über den Stoff meines Bikinihöschens auf meinen Po sinken. Nicht grapschend, nicht grob – langsam, schmeckend, wie ein Mann, der einen Gegenstand prüft, um seinen neuen Wert zu bestimmen.

Seine linke Hand gleitet von meiner Hüfte hinab, lässt sich über den Stoff meines Bikinihöschens auf meinen Po sinken. Nicht grapschend, nicht grob – langsam, schmeckend, wie ein Mann, der einen Gegenstand prüft, um seinen neuen Wert zu bestimmen. Gleichzeitig wandert seine rechte Hand von meiner Hüfte nach oben, über die Taille, über die Rippen, langsam, Zentimeter für Zentimeter, bis sie den Ansatz meiner Brüste erreicht. Dort hält er inne. Sein Daumen streicht über die Haut knapp unterhalb des Bikini-Oberteils, und ich zuckere nicht zusammen.

Das ist es, was er abwartet. Meine Reaktion. Und ich liefere sie ihm – durch Schweigen, durch Nicht-Wegtreten, durch einen Atemzug, der einen Halbton tiefer wird. Er liegt in meinen Gedanken. Er liest meinen Körper, als wäre er ein offenes Buch mit großgedruckten Buchstaben.

Das ist es, was er abwartet. Meine Reaktion. Und ich liefere sie ihm – durch Schweigen, durch Nicht-Wegtreten, durch einen Atemzug, der einen Halbton tiefer wird. Er liegt in meinen Gedanken. Er liest meinen Körper, als wäre er ein offenes Buch mit großgedruckten Buchstaben. Er bleibt stets knapp jenseits einer gewissen Grenze, zieht seine Hände immer wieder etwas zurück, wenn er meint, dass es mir zu viel wird. Dann wieder vor. Dann zurück. Ein ständiges Pendeln, das mich nicht erschreckt, sondern verwirrt und beruhigt zugleich.

Meine Angst ihm gegenüber – sie schwindet. Stück für Stück. Ich gewöhne mich an seine Berührungen, an die Wärme seiner Handflächen, an den Leder-und-Sandelholz-Duft, der mich umhüllt wie ein zweiter Bikini, diesmal aber unsichtbar und viel enger. Ich mache keine Anstalten, mich gegen seine Berührungen zu sträuben.

„Katharina, du bist wirklich eine sehr begehrenswerte junge sexy Frau.“ Das raunzt er mir säuselnd ins Ohr, und seine Stimme ist so tief, dass ich sie nicht höre, sondern spüre.

Sie vibriert in meinem Brustkorb, und meine Knie werden wieder weich, so weich, dass ich mein Gewicht verlagere und mich anlehne. An ihn. An seinem Körper, der hinter mir steht, steht wie ein Zauberstab aus Anzug und Wärme und dominanter Präsenz.

Ich schmiege mich an ihn. Unbedacht, unüberlegt, wie ein Reflex. Mein Rücken lehnte sich gegen seinen Brustkorb, mein Kopf kippte leicht zur Seite, und ich spüre seinen Atem in meinem Nacken.

Er spürt es auch. Im gleichen Augenblick, in dem ich mich an ihn schmiege, lässt er seine Hände intensiver über meinen Körper streicheln. Nicht mehr nur geschmacklich. Nicht mehr nur geprüft. Intensiver. Dezenter grenzwertiger.

Seine linke Hand massiert langsam meinen Po, während die Rechte über meinen Bauch wandert, knapp am Bikini-Oberteil vorbei, die Rippenbögen entlang, und wieder zurück.

Es ist mehr. Es ist mehr als noch vor fünf Minuten entschieden. Und ich genieße es. Ich genieße es, wie ich so zärtlich von ihm gestreichelt werde, wie seine Hände über meine Haut gleiten, wie sein Atem meinen Nacken wärmt.

Herr Bramm ist in diesem Augenblick sehr darauf bedacht, bei mir noch nicht zu weit zu gehen. Noch nicht. Er hält den Rhythmus ein, dieses Pendeln zwischen Berührung und Rückzug, zwischen Kompliment und Schweigen.

Er weiß – und dieses Wissen sitzt hinter seinen blaugrauen Augen wie ein Tresor, dessen Kombination er auswendig kennt – er weiß, dass in ein paar Minuten das Flüssige Ecstasy bei mir dafür sorgen wird, dass ich ihm gegenüber noch wesentlich hemmungsloser werde. und auch, dass ich mich heute Nacht schon, bereitwillig dann jedem Mann auf dieser Party hingeben werde. Aber das ist später. Jetzt ist jetzt. Jetzt baut er auf. Jetzt sät er.

Und ich — ich stehe zwischen seinen Händen, warm und kribbelnd und halb durchgedreht von süßem Cocktail und süßeren Worten, und ohne nichts.

„Ich muss mich jetzt erstmal abkühlen!“ sagt er zu mir. Seine Finger eilen über Knöpfe und Reißverschluss, der Anzug fällt, und plötzlich steht er nur noch in einer knappen schwarzen Badehose vor mir.

Seine Augen wandern mit lüsternem Blick über meinen Körper, dann packt er mein Handgelenk und drängt mich zum Pool. Keine Warnung – er wirft mich mit samt meinen High Heels ins Wasser.

Ich schreie juchzend und schon falle ich mit einem lauten - PLATSCH - in seinem großen Pool, direkt in das erfrischende angenehm temperierte Nass.

Das Wasser schlägt mir entgegen. Kalt. Nass. Ein Schock, der durch jede Pore meines Körpers fährt. Ich pruste, spucke Wasser, trete mit den Füßen den Grund des Pools, und als ich auftauche, blinzelnd und tropfend, sehe ich Herrn Bramm am Beckenrand stehen. Ähm grinst. Nicht lächelt. Grinst. Breit, Französisch, Siegreich. Dann hechtet er hinterher, ein sauberer Sprung, kaum Spritzwasser, und taucht neben mir auf.

Aber er ist nicht der Einzige. Scheinbar hat er mit mir jetzt die Poolparty erst so richtig eröffnet, denn im nächsten Augenblick springen fast zwanzig Personen in den großen Pool. Einer nach dem anderen, Körper, die ins Wasser schlagen, Gelächter, Geschrei, Planschen.

Das Wasser schäumt, und plötzlich bin ich umgeben von einem Gewimmel aus Armen und Beinen und Badeanzügen und Bikinis.

Und dann – zwischen dem Chaos, zwischen den Plänen und Lachenden – fällt es mir auf.

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Die Begleiterinnen von Herrn Maus, Herrn Fuchs und Herrn Dr. Richter. Ich sehe sie jetzt zum ersten Mal wirklich. Im Wasser, wo die Kleidung nicht verbirgt, wo die Jugend sich nicht abdunkeln lässt durch Seidenblusen und Perlenshirts.

Diese Frauen – sie sind jung. Keiner von ihnen ist älter als fünfundzwanzig. Die eine bei Herrn Fuchs, dunkle Haare, braune Haut, ein Lächeln, das zu jung ist für sein Gesicht - ist höchstens dreiundzwanzig.

Die bei Herrn Maus, blond, schlank, mit einem Bauchnabelpiercing, das im Wasser funkelt – vielleicht zwanzig.

Und die bei Dr. Richter – ich sehe sie nicht so genau – sie ist groß, schlank, hat blondes Haar, das ihr gerade nass im Nacken klebt.

Herr Bramm grinst mich an, als er meine Verwunderung sieht. Er schwimmt näher, und seine Stimme ist leise, vertraulich, für mich allein bestimmt. „Das sind alles die heimlichen Geliebten der Herren. Fast alle Männer, die du heute hier siehst, sind eigentlich verheiratet. Aber sie haben trotzdem nicht ihre langweiligen Ehefrauen dabei. Sie haben lieber ihre jungen Gespielinnen mitgebracht, weil ihre Ehefrauen für solche Poolpartys doch zu prüde sind.“

Ungläubig schaue ich ihn an. Mein Mund öffnet sich, schließt sich wieder, öffnet sich. Er grinst mich nur frech an, als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt.

Dann dreht er mir den Kopf herum. Seine Hand an meine Kinn, fest, aber nicht grob, und er wendet mein Gesicht in eine bestimmte Richtung. „Schau mal da drüben“, sagt er, und sein Tonfall lässt keinen Widerspruch zu.

Ich schaue.

Richter. Im Wasser, knapp hüfthoch, sein silbergraues Haar nass zurückgekämmt. Und neben ihm – die große, blonde Frau. Er zieht sie an sich, seine Hand an ihren Nacken, und dann küsst er sie. Nicht zäh. Nicht beiläufig. Ein heftiger Zungenkuss, offen, demonstrativ, als würde er es darauf anlegen, dass jemand zuschaut. Seine Zunge in ihrem Mund, ihre Hände an seinen Schultern, seine Lippen auf ihren Lippen.

Dr. Richter sieht, wie ich ihn anstarre. Er löst sich vom Kuss, und sein Blick trifft meinen. Er grinst frech zu mir herüber. Ein Grinsen, das sagt: Ja, das mache ich. Und zwar mit Vergnügen.

Und dann – dann sehe ich das Gesicht der Frau. Das Gesicht der Frau, die Dr. Richter gerade geküsst hat. Das Gesicht, das sich jetzt zu mir dreht, mit nassen Haaren und geschwollenen Lippen und einem Lächeln, das nichts mehr mit dem Mauerblümchen zu tun hat, das ich kannte.

Meine Cousine Doreen.

Ich erstarre. Das Wasser um mich herum bewegt sich, Menschen planen, jemand lacht, irgendwer taucht jemand anderen unter – aber ich stehe still. Völlig immer noch. Im Wasser, das mir bis zur Brust reicht, tropfnass, und ich starre das Gesicht meiner Cousine Doreen an.

Meine Doreen. Die Doreen, die in der Schule immer das tapfere, rühr-mich-nicht-an Mädel war. Die stolze Doreen, die bei Klassenfahrten betete, bevor sie schlafen ging. Die peinlich berührte Doreen, die rot wurde, als ein Junge sie nur ansah. Die unscheinbare Doreen, die immer so still war, so brav, dass man sie fast vergessen hätte, wenn sie nicht im Klassenbuch gestanden hätte.

Und jetzt steht sie hier. Ich bin Pool. Halbnackt. Mit geschwollenen Kusslippen. An der Seite eines fünfundfünfzigjährigen Schönheitschirurgen, der gerade seine Zunge tief in ihren Mund gesteckt hatte. Und sie lächelt. Sie lächelt, als wäre das die normalste Sache der Welt.

„Stille Wasser sind tief“, sagt Herr Bramm neben mir, und ich fühle das Grinsen in seiner Stimme, ohne dass ich ihn ansehe.

Ich stehe fassungslos im Wasser. Mein Gehirn versucht, das Bild zu verarbeiten – Doreen, Dr. Richter, der Kuss, die Schule, das Mauerblümchen, die Lippen, das Wasser – und es will nicht zusammenpassen. Kein Puzzlestein wird in den anderen einrasten. Es ist, als hätte jemand zwei verschiedene Puzzles in eine Schachtel geworfen und mich beauftragt, ein Bild zu erkennen, dass es gar nicht gibt.

Aber es gibt es. Es ist da. Doreen halbnackt im Pool, an Dr. Richters Seite, mit einem Lächeln, das alle Gelehrtheit der Welt über Bord geworfen hat.

Und ich — ich stehe hier, tropfnass, mit einem erregenden Kribbeln in meinem Bauch, was das Flüssige Ecstasy in mir jetzt verursacht und die mich veranlasst Herrn Bramms Hand auf meiner Hüfte ruhen zu lassen.

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