Die Sommerhitze und…

… begierig heiße Blicke

Chapter 6 by Atina Hunter Atina Hunter

Der Garten des Steffen Bramm Anwesens entfaltet sich vor meinen Augen wie ein privates Paradies, das nur darauf wartete, betreten zu werden. Ich halte einen Moment inne und lasse den Blick über die Anlage schweifen. Die Wiese ist perfekt gestutzt – ein grüner Teppich, der sich bis zum unteren Ende des Grundstücks erstreckt, wo das Wasser des riesigen Pools in der Mittagssonne funkelnd liegt. Mitten auf der Wiese erhebt sich ein eleganter Garten-Pavillon mit weißen Säulen und einem gestreiften Dach, das sanft im Wind flattert. Rechts davon hat die Familie Bramm eine kleine Bar aufgebaut – rustikal, aber stilvoll, mit Holztheke und Hockern, auf denen bereits einige Gäste sitzen. Links abseits des Pavillons, in einer geschickten Nische zwischen Rosensträuchern, befindet sich eine Grillstation, an der ein junger Mann fleißig Wenden und Würste auf den Rost legt. Der Rauch zieht in dünnen Schwaden davon und vermischt sich mit dem Duft von Lavendel und Rosen, der überall in der Luft liegt.

Und dann sehe ich das Pool-Haus. Es grenzt direkt an den Pool – ein größeres Häuschen mit großen Panoramafenstern und einem flachen Dach, auf dem Sonnenliegen drapiert sind. Frau Bramm rennt zielstrebig darauf zu, und ich folge ihr, meine Schritte beschleunigt, um mit ihrem Tempo Schritt zu halten. Auf dem Weg dorthin muss ich zu meiner Überraschung feststellen, dass sich bereits so ca. 40 Personen in dem großen Garten tummeln. Überall Menschen – in Gruppen stehend, am Pool liegend, an der Bar hängend. Ihre Stimmen verschmelzen zu einem warmen, gedämpften Summen, das von den Wänden des Hauses zurückgeworfen wird.

Frau Bramm bemerkte, wie ich die vielen Gäste mustere und wie mein Gesicht etwas nervöser wird. Sie verlangsamt ihren Schritt und wendet sich mir zu. „Das sind alles gute Kunden von meinem Mann“, sagt sie freundlich lächelnd. „Vereinzelt sind auch ein paar gute Freunde da.“ Ihr Lächeln ist warm, aber ihre Augen scannen mein Gesicht, als würde sie jede Regung analysieren. „Keine Sorge, Katharina. Du wirst dich gut einfügen.“

Genauso wie es die Wettervorhersage angekündigt hat, sind es um die Mittagszeit jetzt ca. 36°C, und heute Nacht sollen die Temperaturen auch nicht unter 30°C fallen. Auch ideale Temperaturen für eine coole Pool-Party.

Die Hitze liegt schwer und feucht über dem Garten, als hätte jemand eine unsichtbare Decke über alles geworfen. Ich spüre, wie Schweiß sich auf meiner Stirn sammelt, wie meine Bluse an meinem Rücken klebt, wie die Luft so dick ist, dass sie fast schwer zu atmen scheint. Daher wundere ich mich auch nicht, dass alle Gäste ausnahmslos nur in Badehosen oder Bikinis umherlaufen. Aber wie ich mir die Gäste so im Vorbeigehen betrachte, da waren für meinen Geschmack doch ein paar Männer dabei, die lieber noch ein T-Shirt angelassen hätten, um den anderen Gästen den peinlichen Anblick ihrer unansehnlichen dicken Plauzen zu ersparen. Ein Mann Mitte fünfzig, dessen Bauch in einer rosafarbenen Badehose quillt, als jemand Teig in ein zu kleines Glas gestopft hatte, schnauft an mir vorbei, sein Blick kurz an meinen Brüsten hängend, bevor er weiterwandert. Ich unterdrücke einen Ekel-Schauer und wende mich ab.

Frau Bramm nickt hier und da immer wieder freundlich ein paar der Anwesenden gleichzeitig, während sie mich zu ihrem Pool-Haus führt. Ihr Auftreten ist selbstbewusst, natürlich – sie gehört hierher, und jeder weiß es. Die Männer richten sich auf, wenn sie vorbeigeht, und die Frauen lächeln, wenn sie grüßt. Es ist eine Performance, die so mühelos wirkt, dass man schnell vergisst, wie viel Arbeit dahintersteckt.

Dort angekommen, öffnet sie die Tür und tritt zur Seite. „Hier kannst du dich erstmal umziehen und deine Sachen dort in den Schrank legen“, sagt sie und deutet auf einen massiven Holzschrank an der Wand. Ich nicke und bedanke mich artig. „Vielen Dank, Frau Bramm.“ Sie wirft mir noch einen letzten, musternden Blick zu – als würde sie sicher gehen wollen, dass ich verstanden habe, was von mir erwartet wird – und dann lässt sie mich allein.

Wow. Das Pool-Haus ist ja fast doppelt so groß wie unser Wohnzimmer zu Hause, denke ich mir, als ich mich anfange umzuziehen. Die Wände sind mit hellen Holzvertäfelungen verkleidet, an einer Seite hängt ein riesiger Spiegel, der den Raum noch größer wirken lässt. Eine kleine Sitzecke mit cremefarbenen Kissen steht in der Ecke, und durch das Panoramafenster sehe ich den Pool, das Wasser blau und einladend, die Menschen am Rand kleine bunte Figuren. Ich stehe einen Moment da und atme tief durch. Mein Herz schlägt schneller, und ich weiß nicht genau warum.

Zuerst ziehe ich mir meine Sandaletten aus, die mir jetzt gerade absolut unpassend vorkommen. Dann schlüpfe ich aus meiner Bluse und meinem Minirock, lasse beide achtlos auf die kleine Bank fallen. Die kühle Luft im Pool-Haus streift meine Haut, und ich spüre, wie sich Gänsehaut auf meinen Armen bildet. Meine Finger greifen nach der Tasche, die ich über die Schulter gehängt habe, und holen den roten mini Bikini und das rote Hüfttuch heraus. Nach dem ich mich in diesen Bikini gezwängt habe, binde ich mir das Tuch um meine Hüfte, wobei meine Finger leicht zittern – nicht vor Kälte, sondern vor etwas anderem. Eine Spannung, die ich nicht benennen kann. Oder die ich nicht benennen will.

Schnell betrachte ich mich noch mal in dem großen Spiegel, der dort an der Wand hängt. Ich bin absolut keine Kunst von Traurigkeit und auch recht offen. Aber ich muss mir gerade selber eingestehen, dass ich verdammt heiß in diesem extrem knappen roten Mini-Bikini aussehe. Der Stoff ist extrem winzig – zwei schmale Dreiecke, die meine Brustwarzen gerade noch so bedecken, und ein schmaler Streifen unten, der mehr verrät als er verbirgt. Mein Hüfttuch betont meine schmale Taille und die Rundung meiner Hüften, und die rötliche Farbe leuchtet gegen meine hell mittelbraune Haut wie eine Einladung.

Daher mache ich mir auch keine weiteren Gedanken darüber, als ich im Spiegel feststelle, dass der Bikini doch sehr, sehr knapp an mir sitzt. Meine Brustwarzen durchscheinen den dünnen Stoff, und unten ist so wenig Material, dass ich die Kontur meiner Schamlippen durch den dünnen Stoff erkennen kann.

Aber das ist mir in diesem Moment egal.

Steffen Bramm und ganz besonders sein Sohn Marcel werden bestimmt große Augen machen, wenn die beiden mich gleich so sexy angezogen sehen, denke ich mir grinsend, als ich mich in dem Spiegel von oben bis unten nochmals betrachte. Ich drehe mich leicht, prüfe den Blick von hinten – das Hüfttuch fällt über meine Pobacken, aber nicht genug, um wirklich etwas zu verbergen. Ich lächle mein Spiegelbild an, ein freches, selbstbewusstes Lächeln, das mir von den Augen kommt. Dann schlüpfe ich in die roten High Heels mit den krassen 10cm Pfennigabsätzen.

Meine Waden spannen sich, meine Hüften rücken in eine andere Position – eine, die alles betont. Ich verlasse sehr vorsichtig mit einem noch leicht unsicheren Gang das Pool-Haus, die Absätze klackern leise auf den Steinplatten vor der Tür dabei.

Irgendwie komme ich mir jetzt recht verloren in der Menge der ganzen Gäste vor, als ich das Pool-Haus verlassen habe. Wo ist denn jetzt bloß Marcel? Die Frage bohrt sich in meinen Kopf, während ich einen Schritt nach dem anderen mache, die Absätze leicht in den weichen Rasen einsinkend.

Die Sonne brennt auf meinen nackten Schultern, auf meinem Bauch, auf meinen Beinen. Ich spüre jede Wärme, jeden Luftzug, jeden Tropfen Schweiß, der sich zwischen meinen Brüsten bildet. Und ich spüre die Blicke. Sie kommen von überall – wie unsichtbare Hände, die über meine Haut streichen.

Auf der Suche nach meinem vermeintlichen Freund Marcel schlendere ich gerade so alleine quer durch den Garten und kann mich an dem pompös gestalteten Garten nicht satt sehen. Hier ist eine Skulptur aus Marmor, dort ein Springbrunnen mit Keramikfiguren, überall Blumenbeete in exotischen Arrangements.

Dabei bekomme ich erstmal gar nicht mit, dass ich bereits zum Blickfang von einigen der männlichen Gäste geraten bin und dass diese mich bereits gierig mit ihren lüsternen Blicken verfolgen. Zu sehr bin ich mit meiner suche nach Marcel beschäftigt. Gegen die Sonne blickend, versuche ich in den Gesichtern der umstehenden Männern Marcels Gesichtszüge zu finden.

Als ich so ganz alleine etwas abseits vom Pavillon und dem Pool im Garten stehe, an einem kleinen Rosengärtchen, das mir kurz Schatten spendet, da bemerke ich auf einmal ein paar Männer, die mich gerade in Augenschein nehmen und mich dabei lustvoll von oben bis unten mustern. Drei Männer, alle etwa im Alter wie mein Vater, sitzen an einem kleinen Tisch und haben ihre Gespräche unterbrochen, um mich anzustarren.

Einer von ihnen sagt etwas zu den anderen, und alle drei grinsen. Ein anderer steht an der Bar, hat sich umgedreht und fixiert mich so unverhohlen, dass ich schnell seinen Blick auf meine Haut spüren kann – auf meinen Brüsten, auf meinem Bauch, auf dem schmalen Streifen Stoff zwischen meinen Beinen.

Das ist mir in dem Moment dann doch etwas peinlich, weshalb ich verlegen und nervös an meinem Mini-Bikini herumzupfe. Ich zupfe am Hüfttuch, als könnte es mehr bedecken, wenn ich nur fest genug ziehe. Ich rücke das Oberteil zurecht, obwohl – oder gerade weil – ich weiß, dass jede Bewegung meine Brüste wackeln lässt, was die Blicke noch hungriger macht. Mein Gesicht brennt, und ich wünschte, ich könnte einfach im Boden versinken.

Besonders als ich dann sehe, wie 3-4 Männer mir bereits grinsend, aus verschiedenen Richtungen, entgegen- bzw. jetzt direkt auf mich zulaufen kommen. Einer kommt von links – groß, breitschultrig, mit einem Lächeln, das zu viele Zähne zeigt. Ein anderer von rechts – kleiner, gedrungen, mit einem Bier in der Hand und einem Blick, der schon zu viel gesehen hat. Und zwei weitere von vorne, die sich zu mir hingezogen fühlen wie Motten zum Licht. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Ich suche verzweifelt nach einem Ausweg, einem bekannten Gesicht, irgendetwas, das mich aus dieser Situation befreite.

Gott sei Dank steht auf einmal Frau Bramm hinter mir. Ich weiß nicht, woher sie kam, aber plötzlich ist sie da, ihre Hand auf meiner Schulter, ihre Präsenz wie ein schützender Schild. Sie schaut mich fröhlich lächelnd an und sagt dabei kess zu mir: „Katharina, du siehst einfach umwerfend sexy aus...!“ Ich lächle sie an und bedanke mich bei Frau Bramm für das nette Kompliment. „Vielen Dank, Frau Bramm . “ Und ich bin direkt froh, als ich sehen kann, dass die Männer, die eben noch auf mich zulaufen kamen, jetzt eine Kehrtwende machen und sich davon trollen.

Frau Bramm ist wie ein unsichtbarer Zaun, den sie nicht überwinden kann.

Frau Bramm grinst, als sie das gerade selber bemerkt hat, und sagt erneut kess und frech zu mir: „Wie du selbst schon bemerkt hast, sind einige unserer männlichen Gäste bereits auf dich aufmerksam geworden und fangen direkt an, dir hinterher zu laufen!“ Und dabei zwinkert sie mir frech zu. Da muss ich grinsen, als sie das so direkt zu mir gesagt hat. Es ist absurd und komisch und irgendwie auch... schmeichelnd. Ich bin achtzehn, ich trage einen knappen Bikini, und vierzig Menschen haben nichts Besseres zu tun, als mich anzustarren. Frau Bramm scheint das völlig normal zu finden.

Ehe ich noch was sagen kann, da hält sie mir auch schon wieder einen dieser Cocktails unter meiner Nase. „Hier, der ist für dich.“ Das Glas ist kalt und beschlagen, die Flüssigkeit ein sanftes Rosa, das zu meinem Bikini passt. Ich nehme einen Schluck – süß, stark, mit einem Unterton von Rum, der mir sofort in den Kopf steigt. Da schnappt sie mich auch schon an der Hand und zieht mich mit sich. Ihre Hand ist trocken und warm, ihr Griff fest. Ich stolpere hinter ihr her, meine Absätze unzuverlässig auf dem Rasen, und ich versuche, nicht auf jemandes Zehen zu treten.

Unterwegs bleibt sie, auf dem Weg vom Garten-Pavillon zur Pool Bar, immer wieder bei ihren Gästen stehen und unterhält sich dann kurz mit ihnen. Sie ist wie eine Königin, die durch ihr Reich schreitet – jeder bekommt ein Wort, ein Lächeln, eine Geste. Und ich stehe neben ihr, lächle höflich, versuche, nicht zu nervös zu wirken. Sie kommt dabei auch nicht umher, mich dann immer den Gästen als die neue bezaubernde Freundin des Hauses vorzustellen. Nicht als Marcels Freundin. Nicht als die neue Freundin ihres Sohnes. Sie sagt betonend "Die Freundin des Hauses!". Und dabei kommt es mir auch gar nicht komisch vor, dass sie nicht Freundin ihres Sohnes sagt, sondern immer wieder betonend sagt Freundin des Hauses! Es ist, als würde ich damit zu etwas gehören, das Größere ist als nur Marcel. Etwas, das den ganzen Haushalt Bramm umfasst. Den Herrn. Die Frau. Das Haus. Mich.

Boah, was war das gerade für eine Führung. Frau Bramm präsentiert mich wie ein Kunstwerk, das sie gerade erworben hat – schaut, was ich habe, ist es nicht wunderschön? Dabei bleibt es mir natürlich nicht verborgen, wie ich dabei jedes Mal aufs Neue von den männlichen Gästen lüstern mit ihren Augen betrachtet werde. Wenn sie mich vorstellte, richten sich die Männer auf, ihre Blicke wandern über meinen Körper, und ich sehe, wie sie gierige Böicke bekommen, wie sie ansetzen, etwas zu sagen, und dann doch nur nicken und grinsen. Und noch schlimmer ist es für mich, dass ich mit jedem dieser Gäste dann auch anstoßen muss. Natürlich habe ich dadurch auch meinen 3. Cocktail jetzt relativ schnell ausgetrunken. Der Alkohol summt in meinem Blut, macht mich warm und locker und ein bisschen schwindelig.

Frau Bramm bemerkte natürlich auch, wie mich die männlichen Gäste so lustvoll und begierig anblickten und wie peinlich mir das eigentlich war. Daher meint sie ganz frech zu mir: „Na Katharina, ich hoffe, es ist dir nicht unangenehm, wie du von unseren männlichen Gästen in Augenschein genommen wirst!“

Ich grinse etwas verlegen und sage zu ihr: „Nun, Frau Bramm, ich glaube, ich hätte besser nicht so einen extrem knappen Bikini angezogen!“ Frau Bramm grinst und meint nur: „Kindchen, das ist die falsche Einstellung. Sei doch froh, dass du so eine Wirkung auf die Männer hast... und du brauchst deine wunderschönen sexy Reize auch wirklich nicht vor den Männern verstecken!“ Ihr Blick ist ernst, obwohl ihr Mund grinst. Es ist keine Bitte, es ist eine Unterweisung.

Ich lächle, als ich dieses Kompliment von Frau Bramm höre. Sie tritt einen Schritt näher und ihre Stimme wird leiser, vertraulicher, als würde sie mir ein Geheimnis verraten. „Katharina, wenn du dich mit unseren männlichen Gästen unterhältst, dann setze immer deine Reize zum Vorteil für dich ein!“

Sie sagt das mit einer Selbstverständlichkeit, als würde sie erklären, wie man richtig atmet. Ich nicke Frau Bramm grinsend und leicht verschmitzt an. Denn ich habe durchaus kapiert, was sie damit meinte.- Bauch rein, Brust raus, Lächeln aufsetzen, und keinem Mann erlauben, die Kontrolle zu übernehmen - Es ist ein Spiel, und ich bin gerade dabei, die Regeln zu lernen.

Dann endlich kann ich Marcel sehen. Zusammen mit Herrn Bramm und weiteren Männern steht er an der extra aufgebauten Poolbar. Die Bar ist massiv, aus dunklem Holz und Bambus, mit einer langen Theke und Hockern, an denen sechs oder sieben Männer sitzen oder stehen.

Marcel steht am Rand der Gruppe, ein Glas in der Hand, das er nicht trinkt. Sein Gesicht ist starr, seine Schultern hängen, und er macht irgendwie einen genervten und auch gelangweilten Eindruck, während sich die „ Erwachsenen “ alle sehr angeregt unterhalten.

Es ist, als würde er durch einen Wand aus Glas schauen – physisch anwesend, aber mental meilenweit entfernt.

Zielstrebig führt mich Frau Bramm jetzt zu Marcel und den Männern an der großen Poolbar. Ihre Gang ist entschlossen, und ich muss mich beeilen, um mitzuhalten. Die Absätze meiner Sandalen klackern auf den Steinplatten um den Pool, und mit jedem Schritt spüre ich, wie sich die Blicke der Männer an der Bar zu mir drehen.

Es ist wie eine Welle – einer bemerkt mich, stößt seinen Nachbarn an, und innerhalb von Sekunden haben alle ihr Gespräch unterbrochen und starren mich an.

Please log in to view the image

Als dann Herr Bramm mich erblickt, sagt er laut: „Oooh, welch eine bezaubernde Augenweide!“ so dass es mir schon fast peinlich ist. Seine Stimme ist tief und kernig, sie trägt über den ganzen Poolbereich, und ich sehe, wie sich Köpfe drehen.

„Mein Sohn Marcel kann wirklich stolz sein, so eine bezaubernde und verdammt sexy Freundin zu haben!“ Ich glaube rot im Gesicht zu werden, als ich vor allen anderen so ein Kompliment bekomme. Mein Gesicht brennt, und ich senke den Blick, bevor ich mich aufrappele und Frau Bramms Rat beherzige: Bauch rein, Brust raus, Lächeln.

Ich schaue auf und trete den Männern entgegen, mein Kinn gehoben, meine Schultern zurück gedrückt.

Von Marcel kommt jedoch keine herzliche Begrüßung, worüber ich doch etwas enttäuscht bin. Er schaut kurz zu mir, dann weg, als wäre ich jemand, den er zufällig auf der Straße trifft. Er stellt sich recht ungewollt neben mich, und unbeholfen, ja schon schnell stümperhaft, ergreift er meine Hand.

Seine Finger sind locker, fast gleichgültig um meine eigenen gelegt, als würde er eine Pflicht erfüllen, die ihm jemand auferlegt hat. Mir kommt es direkt so vor, als wenn es Marcel gerade unangenehm war, wie mich sein Vater vor all den Männern jetzt als seine Freundin vorstellte.

Er sagt kein Wort. Kein „Hallo“. Kein „Schön, dass du da bist“. Nichts. Sein Gesicht bleibt eine Maske aus Gleichgültigkeit, und ich spüre, wie etwas in mir zusammenzieht.

Da kommt in mir das Gefühl auf, als ob es für Marcel sich gerade zu einer Scheißsituation entwickelt und für ihn alles außer Kontrolle laufen würde!? Denn er macht vor allen den anwesenden Männern keinerlei Anstalten, in irgendeiner Form Besitz von mir zu ergreifen, bzw. ihnen – geschweige mir – das Gefühl zu geben, dass ich ihm gehöre!

Er steht einfach nur neben mir wie ein Fremder, dessen Hand zufällig meine berührt. Kein Arm um meine Taille, kein Blick, der sagt: Sie ist meine. Nichts.

Die Männer um uns herum bemerkten das auch – ich sehe es an ihren Blicken, wie sie von Marcel zu mir und wieder zurück schauen, wie sich ihre Grinsen vertiefen. Sie wittern Blut.

Denn anstatt mir das Gefühl zu geben, dass wir zusammen sind und ich ihm dann endlich zeigen konnte, dass ich einfach nur glücklich bin, in seiner Nähe zu sein, da verhält er sich total reserviert. Ich wollte ihm doch auch das Gefühl geben, dass er mein Freund ist, dass ich mit ihm zusammen sein will. Für ihn da sein, ihn spüren, ihm alles geben, was er will.

Aber so zurückhaltend, wie er gerade in dem Moment ist – er mir nicht mal ein Hallo sagt oder einen Kuss zur Begrüßung gibt – das verstehe ich in diesem Moment einfach nicht. Mein Hals wird eng, und ich beiße mir auf die Lippe, um nicht irgendetwas zu sagen, das die Situation noch schlimmer macht.

Herr Bramm braucht nur eine Sekunde, um sofort zu bemerken, dass mir gerade die ganze Situation sehr unangenehm ist, wie gefühl- und teilnahmslos mich Marcel so an die Hand nimmt und mit mir jetzt bei den Männern steht.

Sein Blick – diese durchdringenden blaugrauen Augen, die Menschen zu scannen scheinen – wandert von Marcel zu mir und wieder zurück. Er sieht die Spannung, die Enttäuschung in meinem Gesicht, die Gleichgültigkeit in dem seines Sohnes. Und er ergreift die Initiative und rettet mich aus dieser sehr unangenehmen Situation. Denn er sagt, nein, er befiehlt seinem Sohn Marcel regelrecht: „Marcel, geh jetzt bitte zu Juan und hilf ihm erstmal an dem Grill!“ Und das ganze untermalt er auch wieder mit seiner kernigen dominanten Stimme, die keinen Widerspruch duldet.

Es ist kein Vorschlag. Es ist ein Befehl, vorgetragen mit der Selbstverständlichkeit eines Mannes, der es gewohnt ist, dass gehorcht wird.

Gerade als Marcel losgehen und mich mit sich ziehen will, da ruft Herr Bramm mit seiner tiefen, kernigen und sehr dominanten Stimme: „Nein, Katharina, du doch nicht! So ein bezauberndes Wesen wie du gehört einfach nicht an den Grill! Leiste uns lieber mit deiner sexy Erscheinung etwas Gesellschaft.“

Boah, war das ein heftiges Kompliment und auch eine sehr direkte Ansage an Marcel. Die Worte hängen in der Luft, und ich sehe, wie Marcel kurz innehalten muss, wie etwas in seinem Gesicht zuckert – Scham? Wut? Frustration? – bevor er seinen Blick senkt und sich abwendet. Sein Schritt ist schnell, fast fluchtartig, als er in Richtung Grillstation geht.

Und ich? Ich stehe hier, an der Poolbar, umgeben von Männern, die mich anstarren, und Herrn Bramm, dessen Blick jetzt auf mich ruht – warm, besitzergreifend, wie eine Hand, die mich festhält. Wie kann ich da jetzt Nein sagen?

Dankbar lächle ich Herrn Bramm an. Mein Lächeln ist breit, zufrieden, und als er mir dann noch zuprostet, da spüre ich wie sich etwas in meinem Bauch zusammenzieht, das nichts mit dem ganzen Cocktails zu tun hat, die ich schon getrunken hatte.

Die Männer um mich herum heben ihre Gläser, und stoßen mit an, und ich spüre, während die Sonne auf meiner Haut brennt ,wie der kalte Drink meine Kehle hinunterrinnt, eine wohltuende Zufriedenheit.

Ich bin nicht mehr verloren. Ich bin genau da, wo ich sein soll.

Start your own immersive adult AI roleplay story
Ad

Feuchte Offenbarungen und…

Back Start Over View Story Map

0 comments