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Chapter 19

Was muss er noch aushalten?

Sascha denkt nach

Über zwei Stunden lang vergnügten sich die sechs wilden Weiber mit ihm, ohne Pause, abwechselnd eine nach der anderen, zu zweit oder alle gemeinsam. Unzählige Male hatte er abgespritzt. Doch schließlich konnte er nicht mehr. Kurz davor ohnmächtig zu werden, lag er röchelnd auf dem Rücken, sein Schwanz schlaff und runzlig auf dem Oberschenkel.

Andererseits erinnerte er sich nur zu gut daran, wie stark und mächtig er sich gefühlt hatte, während er unter dem Einfluss der Droge gestanden hatte. Und unheimlich geil. Das Bedürfnis nach Sex in ihm war so groß gewesen, dass er die nächstbeste Frau genommen hätte, notfalls mit ****, wenn sich die sechs Gehilfinnen nicht willig gewesen wären. Der Trank war gefährlich, das erkannte er jetzt im Nachhinein. Und dennoch spürte er in sich ein Verlangen danach, noch einmal davon zu kosten. Die Glücksgefühle und die Macht, die er verspürt hatte, waren zu verlockend.

Die fette Matrone trat in sein Gesichtsfeld.

„Sehr gut!“, es war kein Lob, eher eine nüchterne Feststellung, „du hast fast doppelt so lange durchgehalten wie dein Vorgänger. Das ist wirklich gut.“

Sascha starrte sie verständnislos an.

„Die neue Rezeptur ist besser und stärker“, setzte sie fort, „der Häuptling wird sehr zufrieden sein, wenn ich ihm diesen Liebestrank heute Nacht vor der Zeremonie gebe.“

Der junge Mann fragte sich, was für eine Zeremonie das sein sollte. Beinahe bedauerte er den erwähnten Häuptling, wenn dem das Gleiche bevorstand, was er durchmachen musste. Er hoffte für diesen Leidensgenossen, dass er nicht den sechs Furien in die Hände fallen würde, die sich um ihn gekümmert hatten. Und womöglich würde das Ganze auch noch vor Zuschauern stattfinden.

Obwohl es ihn eigentlich nicht interessierte, überkam ihn jetzt doch eine gewisse Neugier, um was es da ging. Mit rauer Kehle krächzte er: „Wie läuft die Zeremonie ab?“

Die Hexenmutter hob eine Augenbraue an und schaute amüsiert auf ihn herab.

„Ich vergesse tatsächlich immer wieder, dass ihr Menschlein keine Ahnung von unserem Leben habt. Einmal jährlich feiern wir die Entstehung unseres Stammes, indem wir die Zeugung des ersten Orks nachstellen. Damals entschied Gruumsh, unser Gott, dass er ein Volk von Kriegern schaffen wollte. Also erschuf er den ersten Ork, genannt Gruumsh’gar. Um sich nicht mit der Erschaffung eines Weibes aufhalten zu müssen, befahl Gruumsh seinem Sohn, eine Frau zu stehlen und zu schwängern. Gruumsh’gar tat, wie ihm geheißen, überfiel ein Dorf der Menschen und raubte eine kräftige, junge Frau, schleppte sie in seine Höhle und begattete sie die ganze Nacht. Aus dieser Vereinigung entstanden Zwillinge, ein Junge und ein Mädchen. Diese wurden die Stammeseltern unseres Volkes.“

„Nur eine Frau und ein Mann, der diesen Liebestrank zu sich genommen hat?“, fragte er ungläubig nach.

„Ja, genau.“

Oh je, dachte er, die arme Frau. Wer immer sie war.

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