Wie geht es weiter?
Nun bin ich Hauptperson der Versammlung
Und nun beginnt der für mich interessante Teil der Versammlung. Viktoria steht auf, drückt den Rücken durch, atmet tief ein und fängt ihren Vortrag an: „So wie es aussieht, auch angesichts des Befunds in der Neubausiedlung, müssen wir der Möglichkeit ins Auge schauen, dass wir eventuell der komplette überlebende Rest der Menschheit sind. Das heißt, dass es ganz an uns liegt, ob die Menschheit weiterbesteht oder nicht. An den Frauen. Und an den Männern. Von Letzteren haben wir nur noch zwei Exemplare. Wie es Markus geht, wisst ihr alle. Und hinzu kommt, dass er vor ein paar Jahren eine Vasektomie hat machen lassen. Also ist Luke der einzige zeugungsfähige Mann hier.“
„Und wenn ihm was passiert, sind wir alle mittel- bis längerfristig unweigerlich am Arsch“, bringt Oma Katharina die Sache auf den Punkt.
„So ist es“, ergreift nun Natascha das Wort, „und aus der Sachlage ergibt sich, dass möglichst viele von uns möglichst bald schwanger werden sollten.“
Ein großes Raunen geht durch den Saal, und ich brauche einen Moment, zu realisieren, was künftig eine meiner Aufgaben sein soll. Ich soll möglichst alle Frauen hier schwängern, den Deckhengst spielen. Ich schaue mir die einzelnen weiblichen Personen an:
Natascha macht ihr übliches Pokerface, Oma Katharina ist ganz gelassen, sie betrifft es aus Altersgründen auch nicht. Mama ist völlig durch den Wind, Anna macht einen gefassten Eindruck, Viktoria hat sichtlich Probleme, mir in die Augen zu schauen, Nancy ist völlig rot im Gesicht, Magdalena scheint das alles absurd zu finden und Mandy versucht tatsächlich, ein Lächeln zu unterdrücken.
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