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Chapter 30
What's next?
Chatten
Lea sah an sich herab. „Das ist eine ganz schöne Schweinerei!“
Ihr Lachen dabei klang so offen und fröhlich, es gab keinen Zweifel, dass sie weder verärgert, noch angewidert war. Es war so ansteckend, dass ich unbeschwert mit einstimmte.
„Wir gehen am besten mal ins Bad“, schlug ich vor. Dort stieg sie sofort in die Badewanne, um sich abzuduschen.
„Kann ich mit reinkommen?“, fragte ich.
Ich bemerkte, wie sie spontan mit dem Kopf nicken wollte, dann besann sie sich. „Eigentlich lieber nicht.“
„Alles klar. Ich wasch mich hier am Becken.“
Sie strahlte kurz auf, als sie erlebte, wie sie ihre Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken konnte und diese respektiert wurden. Sie warf mir einen Kussmund zu, ehe sie den Duschvorhang zuzog und das Wasser anstellte.
Ich machte mich am Waschbecken sauber und als ich fertig war, rief ich über das Plätschern hinweg: „Ich lege dir hier ein sauberes Handtuch hin. Bin dann schon mal oben im Schlafzimmer.“
„H-hm. Danke. Bis gleich.“
Ich zog mir eine Boxershorts an, schnappte mir mein Mobiltelefon und warf mich aufs Bett. Ich checkte meinen Posteingang, fand aber nur Newsletter und Werbung. Dann surfte ich ein wenig lustlos herum. Dabei wurde ich müde. Kein Wunder, ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es fast halb vier war. Ich kämpfte dagegen an einzuschlafen. Zumindest bis Lea aus dem Bad kam, sollte ich wachbleiben.
Zu meiner großen Überraschung gab meine ChatApp ein Ping von sich. Noch überraschter war ich, als ich den Absender las. Es war Tina, die schrieb.
‚Hab grad deinen online Status gesehen. Kannst du auch nicht schlafen?‘, stand da.
‚Hallo Liebes. Ja, ich habe gerade viel im Kopf. Ein neues Projekt‘, antwortete ich. Naja, die Aussage war gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt, dachte ich amüsiert.
Es dauerte zwei Minuten und ich nahm an, sie hatte die Konversation beendet und wäre womöglich eingenickt, als die App anzeigte, dass Tina wieder tippte. Gespannt wartete ich, was da kommen würde. Den Impuls, nachzufragen, was Sarah machte, unterdrückte ich. Ich wollte das Gespräch keinesfalls in eine Richtung lenken, in dem meine Tochter anfangen könnte, sich zu fragen, warum ich an ihrer besten Freundin interessiert war.
Dann erschien ihr Chat: ‚Bist du morgen zuhause?‘
Wo sollte ich denn sonst sein? Schließlich kannte sie mich und meine Einsiedelei gut genug. Es konnte also nur eine rhetorische Frage und die Einleitung für etwas anderes sein. Umgehend schrieb ich: ‚Ja. Was ist?‘
‚Ich komm dann vorbei. OK?‘
‚Ja, klar. Ich freu mich.‘ Gefolgt von einem Herzchen-Smiley.
Von ihr kam ein Kussmund-Smiley. Dann nichts mehr.
Nun war ich ernsthaft beunruhigt. Was war los? Warum lag meine Tochter mitten in der Nacht wach und wollte mich kurzfristig besuchen? Ich wollte nicht bis zum nächsten Tag warten. Obwohl sie offline angezeigt wurde, sandte ich: ‚Wie geht es dir?‘
Minutenlang starrte ich auf das Display, aber da kam nichts mehr.
Ich erschrak richtiggehend, als die Schlafzimmertür aufging. Beinahe hatte ich Lea vergessen. Da stand sie, wie Gott sie geschaffen hatte. Wieder sauber und mit noch feuchten Haaren. Der feine, helle Flaum in ihrem Schritt verdeckte da so gut wie gar nichts. Unwillkürlich fokussierte sich mein Blick aber sowieso auf ihren prachtvollen Busen.
Mein Telefon ließ ich schleunigst in der Nachttischschublade verschwinden. Gleichwohl merkte sie, dass sich meine Stimmung verändert hatte, und zwar nicht zum Besseren. „Was hast du?“
Ich beschloss, ehrlich zu sein. „Meine Tochter hat geschrieben. Sie will morgen herkommen. Das ist eigentlich nicht ungewöhnlich. Sie taucht immer mal wieder ungeplant auf. Aber dass sie mir das nachts um drei schreibt, finde ich seltsam. Natürlich frage ich mich jetzt, ob sie Probleme hat.“
Lea kam leichten Schrittes näher, setzte sich auf den Rand des Bettes und gab mir spielerisch einen Kuss. „Töchter machen immer Probleme. Ich bin der beste Beweis dafür.“
Ich lächelte gequält. „Wem sagst du das? Tina brachte sich schon mehr als einmal tief in die Patsche und mich damit auf die Palme. Trotzdem mache ich mir jetzt Sorgen. Verstehst du das?“
„Ja. Wirklich.“
„Es liegt nicht an dir“, versicherte ich und sie nickte.
Mit einem Seitenblick auf den Wecker fragte sie nach: „Kommt deine Tochter dann MORGEN oder HEUTE?“ und betonte die zwei Wörter übertrieben. Ich fürchte, ich sah etwas belämmert aus, als ich zugab, dass ich keine Ahnung hatte.
„Ich schreibe ihr gleich und frage.“
„Wenn sie inzwischen schläft, macht dich das nicht schlauer.“
Ich zuckte die Schultern, was sie mit einem verzweifelten „Männer!“ und Augenrollen quittierte.
Dann stand sie auf. „Nun, gut. Ich gehe dann wohl lieber. Nicht dass es zu einer peinlichen Situation kommt, wenn sie demnächst hier in der Tür steht.“
„Du musst nicht gehen!“, beeilte ich mich zu unterstreichen und versuchte, ihr Handgelenk zu fassen, doch sie entzog sich mir.
Geht Lea wirklich?
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Der Handwerker (Public)
Ich habe plötzlich genügend Geld, um nicht mehr arbeiten zu müssen, und widme mich meinem Hobby.
Das erste Kapitel dient ausschließlich der Einführung und es gibt noch keine "Action". Danach gibt es Zug um Zug mehr Handarbeit.
Updated on Oct 1, 2024
Created on Mar 11, 2023
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