What's next?
Nachbesprechung
Beim Frühstück erzählte er ihr von seinen Verpflichtungen und dass er sie deshalb nicht persönlich zur Baronin bringen könnte, was ihm sichtlich zuwider war. Genau das wiederum fand Vicky wirklich süß und als er dann noch ergänzte, dass er ihr eine Aufpasserin mitgeben würde, musste sie aufspringen und ihm um den Hals fallen. Sie ließ sich sogar zu den berühmten drei Worten hinreißen, wobei sie vorher noch ein “ich glaube” eingeschoben hatte. James antwortete mit einem weiteren intensiven Kuss, aber die Aussage war klar, selbst wenn er es (noch) nicht aussprechen konnte.
James verbrachte den Vormittag in den Weingärten, Triebe mussten gestutzt und festgebunden werden. Der Umgang des Adels mit dem einfachen Volk war ihm immer schon zuwider und daher wollte er seinen Besitz anders führen. Er gesellte sich zu den einfachen Arbeitenden und lernte von ihnen alles von der Pike auf. Kurz nach Mittag wurde ausgiebig zu Mittag gegessen und zur anschließenden Siesta zogen sich alle in den Schatten einiger Bäume zurück.
Vor seinem geistigen Auge liefen nochmal all die Ereignisse der letzten Monate ab und er stellte fest, dass dabei besonders die letzten zwei Wochen herausragten. Als Vicky in sein Leben trat, kehrte der Spaß zurück und damit meinte er gar nicht mal den unglaublichen Sex, den er mit ihr hatte. Vielleicht war die dauernde Unterdrückung seiner Triebe gar nicht das Beste für ihn gewesen, denn er war nun viel entspannter und ausgeglichener. Hier in Glimmerwein zu leben, hatte er sich vorher gar nicht vorstellen wollen, aber mit ihr an seiner Seite war es innerhalb weniger Tage zu seinem, nein ihrer beiden, zu Hause geworden. Dass er sich Hals über Kopf in sie verliebt hatte, war Fakt; er wollte aber auch herausfinden, ob er mit ihr seinen Seelenmenschen gefunden hatte. Gleichzeitig musste er sich eingestehen, dass er in diesem Punkt viel zu unerfahren war und er ihr deshalb seine Liebe noch nicht gestehen würde. Er wollte noch etwas warten und auf Nummer sicher gehen.
Dass er Vicky nicht zur Baronin begleiten können würde, machte ihm zu schaffen. Es war ja nicht so, dass er ihr nicht vertrauen würde, aber er hatte auch die Baronin kennengelernt und seine Menschenkenntnis befürchtete das Schlimmste. Der Blankoscheck des Grafen und Vickys neue Stellung als Vögtin würde sie vor dem Zugriff der Baronin schützen, trotzdem beschäftigte es ihn, und das, obwohl er an Vickys Treue keine Zweifel hatte. Er kam sich vor wie ein Jäger, der sein Revier schützen muss, er hatte nicht nur Sorge um Vicky, sondern er war auch richtig eifersüchtig, ein Gefühl, das ihm bisher fremd war. Eifersucht passte auch gar nicht zu den Spielchen, die sie kürzlich getrieben hatten. Noch vor ein paar Stunden bestand für ihn kein Zweifel daran, dass er unbedingt einmal erleben wollte, wie er sie gemeinsam mit anderen Männern in den Wahnsinn fickt. Sehen, wie sie schluckt, während sie gefickt wird, sie gemeinsam benutzen, als wäre sie nur irgendeine Hure und sich an ihrer Geilheit erfreuen.
Wie passte es dazu, dass er Angst davor hatte, die Baronin würde Vicky noch eine Nacht ihren Wachleuten überlassen, quasi als Abschiedsgeschenk.
Lag es auch daran, dass er nicht dabei wäre und mitmachen oder zumindest zusehen könnte?
Das war nur ein Teil der Antwort, denn ihm war viel wichtiger, dass die Kontrolle über eine derartige Situation in (seinen) vertrauensvollen Händen lag, was bei der Baronin nicht der Fall sein würde.
Hesinde [Göttin der Weisheit] sei Dank hatte er für Vicky einen Aufpasser gefunden, dem er vertraute und der dafür sorgen würde, Vickys körperliche Bedürfnisse klein zu halten.
All diese Gedanken hatten nicht nur zur Folge, dass sich in seiner Hose eine Schwellung bemerkbar machte, auch er vermisste seine Freundin.
Vicky teilte sich die Arbeit gut ein, sie arbeitete ihre Pläne Punkt für Punkt ab und war trotzdem irgendwie nicht bei der Sache. Seit sie Sieglinde geküsst und ihm das gebeichtet hatte, war einiges passiert und sie war von der Geschwindigkeit seiner Entwicklung überrascht. Besonders heute Morgen, als er nahtlos an ihr gestriges Rollenspiel anknüpfte und sich sichtlich derart daran aufgeilte, dass sie ihm die Anwesenheit fremder Schwänze vorgaukelte, hatte sie so nicht erwartet. Sie fand es natürlich toll, ihm ihre sexuelle Vergangenheit und ihren lockeren Umgang mit dem Thema auf diese anregende Art mitteilen zu können. Dabei versuchte sie gar nicht erst, ihm zu verheimlichen, wie viel Spaß sie an allen Varianten des Sex hatte. Es war ihr wichtig ihm heute noch zu sagen, dass sie es bisher gar nicht gewöhnt war, ihre Triebe auf eine Person zu fixieren, ihre Verliebtheit ihr aber jeglichen Bedarf an zusätzlichen Mitspielern genommen hat. Ihr hatte sein Verhalten heute Morgen mehr gegeben, als es ein paar echte Schwänze hätten tun können. Aber wird das immer so bleiben? Wird sie ihm auch treu sein können, wenn die rosa Wochen vorbei sind und der Alltag sie einholt?
James war für sein Alter schon ein gestandener Mann, der sich aus der Gosse zum Kriegshelden gemausert hatte, dementsprechend war auch sein übliches Auftreten. Aber als sie mit ihm erstmals intim wurde, mutierte der Held zu einem Teenager mit Zahnspange beim ersten Date. Das hatte ihr zwar gefallen, aber auf Dauer wäre das kein Zustand gewesen. Diese Unbedarftheit hatte er bald abgelegt und mittlerweile bediente er auch gerne mal ihre devote Seite, ohne sie jedoch abseits dieser Spielchen dominieren zu wollen. Aber auch sie hatte öfters das Zepter übernommen, eine Rolle, die für sie neu war, in der sie sich aber wohl gefühlt hatte und James machte gerne mit. Sie spielte mit dem Gedanken, ihn heute wieder als strenge Herrin zu empfangen, aber sie verschob dieses Vorhaben auf ein anderes Mal. Heute wäre ihr ausgiebiger Kuschelsex, wie ihn normale Pärchen auch, einfach lieber, zumal sich die Anzeichen für ihre kommende Periode verdichteten und sie übermorgen ohne ihn abreisen würde.
Wie vorgesehen war sie mit allem zum Mittagessen fertig. Nach der Siesta wollte sie sich ausgiebig darauf vorbereiten, ihren Geliebten zu verwöhnen und ordnete an, ihren Zuber mit warmem Wasser zu füllen. Als sie sich zurückgezogen hatte, um die heißesten Stunden des Tages zu übertauchen, fehlte er ihr an ihrer Seite. Zu gerne wäre sie in seinen Armen eingeschlafen und sie beschloss, ihn morgen Abend für seine Abwesenheit zu bestrafen und ihm klarzumachen, was ihm dadurch entging. Weiters wäre dies auch die perfekte Möglichkeit, seine Eifersucht zu besänftigen, welche leider doch angebracht war. Nicht, weil Vicky ihm dazu Anlass geben wollte, aber sie begab sich für mindestens eine Nacht in die ‘Obhut’ der Baronin. Allein der Gedanke daran war ihr schon zuwider, aber da mussten sie und James durch, denn erst dann wäre sie frei und könnte an seiner Seite bleiben.
Sie mussten heute auch dringend reden, zu vieles war nicht ausgesprochen worden und musste geklärt werden, damit sie beide wussten, woran sie waren.
Den Nachmittag verbrachte er mit dem Winzer im Weinkeller und ließ sich alles von Grund auf erklären. Hätte er sich nicht auf sein ausgezeichnetes Gedächtnis verlassen können, sein Besuch wäre umsonst gewesen, denn mit seinen Gedanken war er ganz woanders. Deshalb beendete er seinen Ausflug früher als geplant und nahm sich ein Pferd für den Rückweg, sodass er schon eine Stunde vor dem Abendessen im Schloss eintraf.
Sie badete ausgiebig, rasierte sich ihr Schamhaar zu einem Pfeil und brachte ihren Körper auf Hochglanz. Nachdem sie ihren Darm gereinigt hatte, verschloss sie diesen mit dem Holzdildo, Kuschelsex hin oder her, sie war Vicky und sie liebte es, etwas in ihrem Arsch stecken zu haben. Sie entschied sich für ein nicht zu aufreizendes, grünes Kleid, das sie noch von früher besaß und sie trug sogar ein normales Höschen. Sie schminkte sich für ihre Verhältnisse dezent, nur um ihre natürlichen Vorzüge zu betonen, sie war heute Vicky und nicht irgendeine Figur. Sie trug keinen Schmuck und wirkte wie eine normale Frau, nichts sollte auf ihren Rang als Vögtin hindeuten. Sie war gerade dabei, sich ein paar Blumen ins Haar zu flechten, als sie James schnelle Schritte hörte, die sich erst vor der Schlafzimmertür abrupt einbremsten. Amüsiert nahm sie zur Kenntnis, dass sich ihr “Benimm-Unterricht” langsam bezahlt machte, denn anstatt hereinzustürmen blieb er stehen, klopfte an und trat erst ein, als sie ihm das gestattet hatte. Sie hatte sich zwar nicht ganz so in Pose werfen können wie ursprünglich geplant, aber es reichte allemal aus, um James zu begeistern.
Die Begrüßungszärtlichkeiten brauchten ihre Zeit, nach Sex war beiden noch nicht zu Mute, zuerst wollten sie reden. Vicky machte den Anfang und meinte, dass sie sich vor der Begegnung mit der Baronin fürchtete und sie ohne das Schreiben des Grafen wirklich Angst hätte. Er gestand ihr, dass er bei dem Gedanken, was die Baronin ihr Antun könnte, zum ersten Mal in seinem Leben eifersüchtig wurde, worauf sie ihm versicherte, dass von ihrer Seite keine Gefahr bestand. Das beruhigte in zwar, aber er stellte sich noch andere Fragen, auf die er dringend Antworten brauchte.
“Und wenn du mal Lust auf ein Spiel hast, wo die Männer echt sind?”, fragte er ernst.
“Es mag ja so wirken, als wäre ich ein dauerläufiges Luder, aber bedenke, bisher durfte ich mir nur selten aussuchen, wie viele Mitspieler ich hatte, also vergiss alles, was vorher passiert ist. Und ja, ab und an hatte ich richtig Spaß daran, von mehreren gleichzeitig benutzt zu werden, aber davon, dass ich das brauche, kann keine Rede sein!”, hoffte sie zumindest. Dann zögerte sie und nahm ihm die nächste Frage vorweg.
“Aber wenn ich mich nicht irre, hat dich der Gedanke, dass wir nicht alleine sind, mächtig angemacht!”
Dieser verbale Tiefschlag hatte eine umgehende Rotfärbung seines Gesichtes zur Folge, doch Vicky löste die Situation gewohnt souverän mit einem Kuss und einem anschließenden:
“Du bist so süß, wenn du dich schämst. Aber dafür besteht gar kein Anlass, jeder hat so seine Fantasien. Dass dir diese Vorstellung gefallen hat, bedeutet, dass du stolz auf meinen Körper und wie ich mit ihm umgehe, bist. Deine Eifersucht zeigt uns beiden, dass ich dir wichtig bin und ich kann mit beidem gut leben. Aber lass uns erst mal die Baronin hinter uns bringen und uns einleben, bevor wir darüber nochmal reden?”
Hätte sie es von Grund auf abgelehnt oder derartiges bald eingefordert, so hätte ihn das an den Rand des Wahnsinns getrieben. Ihre einfühlsame Art entspannte ihn und, dass das Thema vorerst aufgeschoben wurde, kam ihm sehr gelegen. Er brauchte ohnehin Zeit, um seine Gedanken und Gefühle zu ordnen.
“Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich vermisst habe? Ich konnte zur Siesta ewig nicht einschlafen.”
“Dabei war ich doch nur ein paar Stunden weg”, meinte er schon wieder gefasst.
“Hattest wenigstens du einen angenehmen Tag und eine ruhige Siesta?” Ein bedrohlicher Ton lag in ihrer Stimme, den er zu ignorieren schien.
“Der Tag war ganz interessant, aber in der Siesta habe ich mir so meine Gedanken gemacht.”
“Und zu welcher Conclusio bist du dabei gekommen?” Sie beobachtete ihn streng. Die Kobra war angriffsbereit.
“Dass ich schnellstens zu meiner wundervollen Vögtin sollte, damit sie nicht einsam ist”, sprach der Schelm, der wusste, dass er gerade noch die Kurve bekommen hatte.
Sie hatten ein romantisches Abendessen und angesichts der nun angenehmen Temperaturen spazierten sie im Anschluss durch den Park.
Beiden war klar, wie es enden würde, doch auch heute initiierte James ein Spielchen.
“Stell dir vor, wir haben gestern hier im Schloss auf einem Ball getanzt und wollen uns wiedersehen. Aber unsere Eltern sind verfeindet und daher treffen wir uns heimlich hier. Wir müssen uns verstecken, leise und vorsichtig sein.”
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