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Chapter 15
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Maria Thomas erlebt einen Alptraum
Schon kurz darauf verging ihr das Lachen. Der Komiker im Kapuzenumhang wandte sich der Kellerwand zu und vollführte eine großspurige, weit ausholende Geste, als wolle er die massive Steinmauer dazu auffordern, sich zu öffnen. In jeder anderen Situation hätte Maria Thomas so etwas als lächerliches Theater abgetan. Doch hier und jetzt, nackt, gefesselt und hilflos den Launen ihrer Entführer ausgeliefert beschlich sie die leise Ahnung, dass dies nicht gut für sie ausgehen könnte.
Entgegen aller Logik gehorchte die Wand dem schauspielernden Schurken. Wie die Front eines Puppenhauses klappte sie nach außen weg, knirschend und ruckelnd und offenbarte nach und nach den Blick in einen weitläufigen Zuschauerraum. Stuhlreihe an Stuhlreihe war auf die Folterkammer hin ausgerichtet, als sei diese die Bühne eines Theaters. Erwartungsvolle Augen unzähliger Besucher schauten in ihre Richtung. Wo kamen die alle her?
Nein, das durfte man ihr nicht antun! Das ging eindeutig zu weit. Ein jeder im Publikum konnte sie sehen, in jeder Einzelheit. Viele Blicke blieben an ihren vollen Brüsten hängen und noch mehr an dem dunklen Dreieck krauser Haare, das ihren Schoß bedeckte.
Es war, als sei ihr schlimmster Alptraum Realität geworden. Nackt vor einer Menschenmenge zu stehen, war das Furchtbarste, was sie sich vorstellen konnte. Sie spürte, wie Hitze über ihren Hals nach oben in ihr Gesicht stieg und gewiss wurde sie knallrot. Am liebsten würde sie in den Boden versinken. Besonders peinlich war, dass ihr Körper unerwartet und unerwünscht auf diese Zurschaustellung reagierte. Es kribbelte im Bauch und auch tiefer. Sichtbar für alle richteten sich ihre Brustwarzen auf und hoben sich dunkel von ihrem hellen Busen ab.
Wäre sie frei gewesen, hätte sie mit Händen und Armen ihre intimsten Körperstellen verdeckt und wäre so schnell sie konnte weggerannt. Aber so wie die Dinge nun mal standen, war sie dem Spektakel ohnmächtig ausgeliefert. Konnte es noch schlimmer kommen?
Es konnte. Entsetzen ergriff sie, als der neben ihr Stehende mit einer Hand in Richtung ihrer Schamgegend wedelte und seinen Spießgesellen befahl: „Rasiert sie da unten. Ich will kein einziges Härchen mehr sehen. Und wenn ihr schon dabei seid, entfernt auch die Haare in ihren Achseln.“
Lautstark wollte sie protestieren. Doch bevor sie einen Ton herausbrachte, schob jemand, der unsichtbar für sie hinter ihr stand, einen Knebel in ihren Mund und erstickte jeden Widerspruch.
Die Kapuzenmänner kamen mit scharfen Messern, Schalen voller Schaum und Rasierpinseln heran. Auch ohne ihre Mienen sehen zu können, war sich Maria Thomas sicher, dass sie hämisch grinsten. Leider konnten die bösen Blicke, die sie ihnen zuwarf, sie nicht davon abhalten, mit ihrem Werk zu beginnen. Bald waren die entscheidenden Partien ihrer Anatomie eingeseift. Der prickelnde Schaum und die zarten Pinsel kitzelten, so dass sie sich unruhig wand, soweit es ihre Fesseln zuließen, und am Knebel vorbei schnaubte und prustete.
„Hab ich‘s mir doch gedacht, dass sie kitzlig ist“, kicherte einer. Die belustigten Augen der Umstehenden ließen nichts Gutes erahnen. Die Vorstellung war noch lange nicht zu Ende.
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Das Nackte kommt auf leisen Sohlen
ENF-Unfug auf einem bösen Rummelplatz
Eine Fortsetzung der fantastischen Geschichte von dr_wankenstein
Updated on Mar 28, 2024
Created on Mar 1, 2024
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