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Chapter 18
by
Daemony
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Im Verhörraum
Einen ersten Erfolg konnte Heike verbuchen, indem die unverschämte Hand sich von ihr zurückzog. Aus der Richtung, in die Khaled verschwunden war, hörte man, wie ein Stuhl quietschend zurückgeschoben wurde. Hastig versteckte der Mann, der auf Jasmin zugegangen war, seinen harten Schwanz wieder in seiner Hose.
Hauptmann Khaled erschien. Kühl musterte er die nackte Gefangene und die ringsum verteilten zerschnittenen Kleider. Einen Kommentar dazu gab er nicht ab. Stattdessen baute er sich breitbeinig vor ihr auf.
"Sie wollen ein Geständnis ablegen?"
"Ich sage Ihnen alles, was ich weiß. Lassen Sie mich dann bitte gehen", bettelte Heike.
Er nickte und blaffte einen Befehl in Richtung seiner Männer. Sie konnte die Worte nicht verstehen, aber deren Bedeutung wurde unmittelbar klar, als die Handschellen vom Boden gelöst wurden. Mit ihren Hand- und Fußgelenken blieben die Fesseln verbunden, so dass es bei jeder Bewegung, die Heike machte, leise klirrte. Zwei der Wachen packten sie unter den Armen und schleiften sie ins Haus. Drinnen war die Luft dick und stickig und roch nach Schweiß, feuchtem Zement und Ekligerem. Das schwache Licht einer einzelnen Glühbirne, die von der Decke hing, glimmte schwach und warf beunruhigende Schatten.
Die Wände waren aus nacktem Stein, kalt und unnachgiebig. In der Mitte des Raumes befand sich das entscheidende Einrichtungsstück: eine Metallstange, die sich unterhalb der Decke von einer Wand zur anderen hinzog. Ihre Oberfläche war durch jahrelange Nutzung zerkratzt und angelaufen. An ihr hingen mehrere eiserne Ketten. Heikes Magen verkrampfte sich und Panik stieg in ihr auf, als ihr Blick auf die Apparatur fiel. Sie stemmte ihre Fersen in den Boden und versuchte, sich zu wehren, während die Männer sie weiter direkt unter die Stange zerrten.
„Nein! Das dürft ihr nicht!“, schrie sie mit verzweifelter Stimme. “Ich bin unschuldig! Ich habe nichts mit diesen Leuten zu tun!“
Ihre Bewacher ignorierten ihre Bitten. Einer von ihnen packte sie an den Armen und bog diese nach oben, während der andere einen Schlüssel herausholte und die Handschellen mit einer nervtötend routinierten Bewegung an zwei weit auseinander hängenden Ketten anschloss. Sie wehrte sich, aber sie waren viel zu stark. Das kalte Metall schnitt in ihre Haut. Sie wurde ****, auf den Zehenspitzen zu stehen, die Arme unbequem zur Seite und über den Kopf gestreckt. Jeder Versuch, ihr Gewicht zu verlagern, ließ die Kette angsterregend klirren.
„Bitte“, versuchte sie es erneut, ihre Stimme kippte. “Das ist ein Irrtum. Ich habe nichts Falsches getan!“
Hauptmann Khaled betrat den Raum, sein Schatten fiel über sie. Im Halbdunkel des Kerkers nahm er erstmals in Heikes Beisein die Sonnenbrille ab. Sein Gesichtsausdruck war nicht zu deuten, aber sein kalter Blick brachte sie zum Schweigen. Khaled stellte sich direkt vor sie, die Hände auf dem Rücken verschränkt. Seine eiskalte, aufrechte Haltung verstärkte nur ihren Schrecken.
„Jetzt“, sagte er mit sanfter, aber drohender Stimme, “können wir beginnen. Sie behaupten, unschuldig zu sein, Heike, aber die Beweise sprechen eine andere Sprache. Wir werden sehen, wie lange sie diese Geschichte noch aufrecht halten wollen.“
Einer der Männer trat vor, er hielt einen Gummiknüppel in der Hand. Er ließ ihn auf seine Handfläche klatschen und der scharfe Klang hallte durch den Raum. Heikes Herz pochte in ihrer Brust, als sie begriff, was kommen würde.
„Nein, bitte!“, flehte sie, Tränen der Angst liefen ihr über das Gesicht. „Sie müssen mir glauben! Ich kenne diese Leute nicht! Ich schwöre es!“
Khaled neigte den Kopf und musterte sie nachdenklich, als wäre sie ein Rätsel, das er unbedingt lösen wollte. „Wenn das wahr ist“, sagte er langsam, „und ich meine ausdrücklich 'wenn', dann bekommen Sie die Chance, es zu beweisen. Aber zuerst müssen Sie den Ernst Ihrer Lage verstehen.“
Der Mann mit dem Schlagstock trat näher und hob ihn gerade so weit an, dass sie zusammenzuckte. Heike kniff die Augen zusammen und ihr Körper zitterte. Sie musste einen Ausweg finden – irgendwie.
„Warten Sie!“, schrie sie, **** darum bemüht, Zeit zu gewinnen. „Ich werde kooperieren! Ich werde Ihnen Namen nennen, die Aufenthaltsorte, ihre Pläne, ich werde alles sagen, was ich weiß!“
Khaled hielt eine Hand hoch und stoppte den Mann damit mitten im Schwung. „Alles?“, fragte er mit skeptischem Tonfall.
„Ja! Bitte, gib mir nur eine Chance, es zu erklären!“, schluchzte sie.
Khaled beugte sich vor, sein Gesicht nur wenige Zentimeter von ihrem entfernt. “Das ist deine letzte Chance, Heike. Wenn du mich anlügst, wird alles noch viel schlimmer. Also ... fang an zu reden.“
Heike bemühte sich, trotz ihrer Tränen und Angst nachzudenken. In ihrem Kopf drehte sich alles. Sie hatte keine Antworten, keine Ahnung, wie sie ihre Unschuld beweisen sollte. Aber eines war klar: Ein falsches Wort könnte ihr Schicksal besiegeln.
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Heike in al-Baha
Sie begleitet ihren Mann ins Ausland.
Heike ist alleine in dem Luxusbungalow, während ihr Mann arbeitet.
Updated on Jun 11, 2025
by Daemony
Created on Sep 3, 2023
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