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Chapter 6
by
Rotstiftakrobat
Was passiert im Zimmer?
Etwas anderes als erwartet.
Die Tür des Zimmers fällt ins Schloss und schnappt die Musik und das Gelächter der endenden Party aus den weiteren Zimmern ab. Die Stille, die zurückbleibt, ist fast ohrenbetäubend. Sie ist dick und schwer, gefüllt mit dem Geruch von Chlor, **** und dem säuerlichen Schweißgeruch eines langen Abends. Die drei Australier und Prince lassen sich auf die Betten plumpsen, das Lattenwerk der einfachen Hostelbetten ächzt unter ihrem Gewicht. Ich zögere einen Moment, unschlüssig, wo ich hin soll, aber Prince entscheidet das für mich. Er klopft neben sich auf seine Matratze, ein selbstverständliches Kommando, dem ich ohne zu zögern nachkomme.
Ich setze mich links neben ihn, mein Körper ist noch nass und kalt, und ich zittere leicht. Einer der Australier, ein großer Blonder mit einem breiten Grinsen, öffnet einen Kasten Bier und reicht uns eine Flasche. Die kalte Flasche fühlt sich gut in meiner Hand an, ein Anker in dieser seltsamen neuen Realität. Während wir ****, spüre ich die Blicke. Es sind nicht mehr die gierigen, durchtrunkenen Blicke von der Tanzfläche. Sie sind wacher, neugieriger. Sie ziehen sich über meine nackten Beine, über den winzigen türkisenen String, der kaum etwas verdeckt, über meinen Bauch, über meine Brüste unter dem nassen Bikini-Oberteil. Ich fühle mich nackt, ausgestellt, wie ein Schmetterling, den man auf einen Karton gesteckt hat. Ich rücke näher an Prince heran, suche Schutz in seiner Nähe.
Sein Arm legt sich um meine Schultern, dann gleitet er tiefer, bis seine große, warme Hand fest auf meiner linken Pobacke landet. Er kneift sie ganz sanft, eine besitzergreifende Geste, die einen Schauer durch mich jagt. „So“, sagt er, seine Stimme ein tiefes, zufriedenes Brummen. „Jetzt sind wir wieder hier.“ Wir fangen an zu reden, über alles und nichts. Über ihre Jobs als Bauarbeiter und Handwerker, über meinen Wunsch, irgendwo in einem Café oder auf einer Farm zu arbeiten, um mein Van-Projekt zu finanzieren. Prince erzählt, dass er schon in einer Woche wieder zurück in die USA fliegt. Er ist Piercer und Tätowierer. Während seiner dreimonatigen Reise hat er als Guest Artist in verschiedenen Studios in Sydney und Melbourne gearbeitet, um die Reise zu finanzieren.
„Zeig mal her, Mann“, sagt einer der Australier, und Prince grinst breit. Er dreht sich zu mir, sein Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem entfernt, und zeigt mir seine Tattoos. Ich kann sie jetzt in der Helligkeit des Zimmerlichtes richtig sehen. Es ist nicht nur ein Durcheinander, sondern ein kunstvolles Ganzes. Schwarze Linien, die sich zu geometrischen Mustern und stilisierten Tieren verbinden, die sich über seine Schulter, seinen Arm und seinen Rücken ziehen. „Das ist mein Canvas“, sagt er leise. Die anderen Jungs zeigen auch ihre Tätowierungen, weniger kunstvoll, aber für sie bedeutungsvoll – Symbole für ihre Heimat, für verlorene Freunde, für Träume.
Und dann sind alle Blicke auf mich gerichtet. Ich bin die einzige, deren Haut makellos und weiß ist. Eine leere Leinwand. Prince mustert mich von Kopf bis Fuß, ein komisches, wissendes Grinsen auf seinem Gesicht. „Jette“, sagt er, seine Stimme hat eine neue, fast schon verschwörerische Note. „Da du die einzige ohne Tattoo oder Piercing bist und ich meine Ausrüstung im Rucksack habe... Was hältst du von einem Piercing und einem Tattoo?“
Ich starre ihn an, mein Mund steht leicht offen. „Was? Hier jetzt?“, stammle ich. Die Idee ist so absurd, so fremd, dass mein Gehirn sich weigert, sie zu verarbeiten. Hier? In diesem schmuddeligen Hostelzimmer? Mit diesen vier Männern?
Die Reaktion der anderen ist sofort und überschwänglich. „Ja, Mann!“, ruft der Blonde. „Top Idee!“ „Das wäre der Hammer!“, stimmt ein anderer bei. Prince nickt nur, sein Grinsen wird breiter.
Ich schüttele energisch mit dem Kopf, meine nassen Haare peitschen mir ins Gesicht. „Nein, auf keinen Fall. Ich habe noch nie darüber nachgedacht. Ich wüsste nicht, was ich haben möchte. Außerdem...“, meine Stimme wird leiser, „...ich habe Angst davor.“
„Ach komm, das ist doch gar nicht so schlimm“, beruhigt mich der Dritte der Australier. „Ein kleiner Pieks und fertig. Und es würde dir unglaublich gut stehen.“
Die Ideen sprudeln nur so aus ihnen heraus. „Ein Tattoo!“, sagt der Blonde. „Klein und dezent. Hier am Schlüsselbein.“ Er tippt auf seinen eigenen Körper. „Etwas auf Deutsch. Wie... ‚Leben und leben lassen‘. Oder... ‚Carpe Diem‘. Das ist doch klassisch.“
„Oder ein kleines Symbol“, wirft ein anderer ein. „Ein Anker für deine Reise. Oder eine kleine Kompassrose, weil du die Welt erkundest. Hier am Handgelenk vielleicht?“
„Nein, nein, ein Schriftzug!“, beharrt der Blonde. „Etwas, das zu dir passt. ‚Stark und frei‘. Das passt doch zu dir, mit deinem Fußball und deinem Sixpack.“
Ich höre nur halb zu, mein Kopf dreht sich. Die Ideen sind schön, aber sie fühlen sich nicht wie mich an. Ich bin Jette. Ich spiele Fußball. Ich bin schüchtern. Ich stecke keine Nadeln in meine Haut.
Dann werden die Piercing-Ideen laut, und sie sind... anders. Exzessiver. „Ein Nippelpiercing!“, ruft einer und grinst frech. „Links, oder gleich beide? Das wäre so heiß unter dem Bikini.“
„Oder ein Bauchnabelpiercing!“, schlägt ein anderer vor. „Mit einem kleinen hängenden Türkis-Stein. Der würde perfekt zu deinem Bikini passen.“
Prince, der bis dahin nur gegrinst hat, sagt leise, fast flüsternd: „Oder ein Intimpiercing.“ Die anderen werden still und schauen ihn an. „Ein Christina-Piercing“, fährt er fort, seine Augen fixieren mich. „Ganz oben, wo die Schamlippen sich treffen. Ein kleiner Barbell mit kleinen Steinen an den Enden. Unsichtbar für die Welt, aber ein kleines, aufregendes Geheimnis, das nur du kennst. Und... der, mit dem du schlafen lässt.“
Eine heiße Welle schlägt über mich herein, intensiver als alles, was ich heute Nacht gefühlt habe. Ich stelle es mir vor, diesen kleinen Metallstab an der empfindlichsten Stelle meines Körpers, und ein Kribbeln, das fast schmerzhaft ist, breitet sich in meinem Unterleib aus. Mein Gewissen schreit. Was würden meine Eltern sagen? Was würde ich mir selbst sagen? Das bin nicht ich. Das ist nicht das Mädchen aus Norddeutschland. Aber ein anderer Teil, ein dunkler, neugieriger Teil, fragt sich, wie es sich anfühlen würde. Wie es sich anfühlen würde, so ein Geheimnis zu haben. Wie es sich anfühlen würde, Prince diesen Blick zu schenken.
Ich schaue ihn an, in seine dunklen, erwartungsvollen Augen. Ich bin gefangen. Gefangen zwischen dem Mädchen, das ich immer war, und der Frau, die ich in dieser Nacht zu werden drohe. „Ich... ich weiß nicht“, flüstere ich, und es ist die ehrlichste Antwort, die ich geben kann.
Prince lacht leise, ein tiefes, vibrierendes Geräusch, das mehr verspricht als nur Spott. Er steht auf, seine Bewegungen sind fließend und kraftvoll wie die eines Raubtiers, das sich streckt. Seine Hand schließt sich um mein Handgelenk, seine Finger sind eine feste, unerbittliche Klammer. Er zieht mich hinter sich her, und ich folge, wie ein Hund, der an der Leine geführt wird. Ich habe ****. Ich will ****.
Er stoppt vor dem Ganzkörperspiegel, der an der Innenseite der Zimmertür hängt. Das Spiegelbild, das mir entgegenstarrt, ist das einer Fremden. Eine junge Frau mit nassen, zerzausten dunkelblonden Haaren, deren Haut im kalten Licht des Zimmers blass wirkt. Die Augen sind weit und dunkel, die Pupillen so groß wie Münzen, ein Spiegelbild von Angst und etwas anderem, etwas, das ich nicht benennen will. Der türkisfarbene Bikini steht in scharfem Kontrast zu meiner Haut, betont die flachen Linien meines Bauches, die scharfen Winkel meiner Hüften, die runden Formen meines Pos. Ich sehe den „Hammer“ aus der Perspektive eines Fremden und verstehe zum ersten Mal, warum die Männer so starren.
„Stell es dir doch einfach mal vor“, flüstert Prince, sein Atem warm an meinem Ohr. Er stellt sich direkt hinter mich, seine breite Brust an meinem Rücken, seine Hände legen sich auf meine Hüften und spiegeln sich im Glas. „Meinst du nicht, dass das bei deinem durchtrainierten Körper wahnsinnig erotisch aussehen würde?“
Seine Worte sind wie Öl, das in ein Feuer gegossen wird. „Die Jungs haben gute Ideen“, fährt er fort, seine Stimme wird zu einem hypnotischen Singsang. „Nippelpiercings unter dem dünnen Bikinioberteil wären heiß. Du wärst noch heißer als du sowieso schon bist.“ Seine Hände gleiten nach oben, seine Finger streifen sanft die Unterseite meiner Brüste, und ein elektrischer Schock schießt durch meinen Körper. „Ein Intimpiercing, Christina oder vertikale Klitorisvorhaut... man könnte es unter deinen String-Bikinis sehen. Stell dir die Blicke der Männer vor. Du am Strand, die süße 18-jährige, die sowieso alle Blicke auf sich zieht und dann sehen sie alle dein Geheimnis, wie es sich durch den Stoff durchdrückt.“
Er macht eine Pause, lässt seine Worte wirken. Ich starre auf unser Spiegelbild, auf den dunklen Gott, der das kleine, zitternde Mädchen in seinen Armen gefangen hält. „Das hat etwas Erotisches, vielleicht schon Perverses“, spricht er weiter, und das Wort „pervers“ hängt wie ein schweres Gewicht in der Luft. „Du würdest eine erotische Fantasie werden, noch mehr als du es ohnehin schon bist, nicht wahr, Männer?“, ruft er zu den anderen, die auf den Betten sitzen und uns wie bei einer Aufführung starren. „Du würdest Köpfe verdrehen!“
Mir wird schwindelig. Die Bilder, die er malt, sind so lebendig, so verboten. Ich sehe mich am Strand, die Sonne auf meiner Haut, die Blicke der Fremden auf mir, nicht nur auf meinem Körper, sondern auf dem kleinen Metallstück, das meine geheimste Stelle verrät. Die Hitze in meinem Unterleib wird zu einem brennenden Feuer. „Oh Gott, will ich das?!“, schreit es in meinem Kopf. Die Jette aus Norddeutschland schreit „Nein!“. Aber die Jette, die Prince in seinen Armen hält, ist still.
Prince grinnt breit, er sieht meinen Kampf im Spiegel. Die anderen schauen meinen Körper lüstern an, ihre Gesichter sind eine Mischung aus Erwartung und purer Gier. Ich überlege. Mein Geist rast. Was würde meine Mutter sagen? Mein Vater? Meine Freundinnen vom Fußballverein? Sie würden mich für verrückt erklären, für eine Schlampe. Aber sie sind nicht hier. Sie sind Tausende von Kilometern entfernt. Hier ist nur Prince. Hier ist nur diese Nacht. Und diese Nacht fühlt sich wichtiger an als alles, was vorher war.
„Ein Piercing!“, schreie ich. Die Worte platzen aus mir heraus, laut und klar, ohne dass ich selbst begreife, was hier gerade passiert. Die Männer im Zimmer werden still, dann bricht Jubel aus. Prince dreht mich zu sich um, sein Gesicht leuchtet vor Triumph. „Welches?“, fragt er, seine Stimme ruhig und bestimmt.
„I-i-i-ich weiß nicht“, stammle ich. Die Entscheidung ist zu groß, zu endgültig. Der Blonde Australier hält ein Katenspiel in der Hand, das er aus seiner Tasche gezogen hat. „Ihr spielt“, höre ich mich sagen, entsetzt über die Worte, die aus meinem Mund kommen. „Wer gewinnt, entscheidet.“
Die Euphorie im Raum ist explodierend. Alle jubeln, finden die Idee genial und aufregend. Nur Prince überlegt einen Moment, sein Blick wird ernst. „Ok“, sagt er langsam. „Aber du lässt dich auch von mir tätowieren. Ein Piercing kannst du so wieder rausziehen. Ich will, dass du eine bleibende Erinnerung an heute Abend bekommst.“
Die Luft wird mir aus den Lungen gerissen. Ein Tattoo. Etwas Bleibendes. Etwas, das mich für immer markieren wird. Ich schlucke schwer, mein Hals ist trocken. Aber in seinen Augen sehe ich keine Bitte, sondern eine Feststellung. Und ich nicke. „Aber nur etwas kleines! Versprochen?“, flüstere ich.
Prince nickt erfreut. „Versprochen.“
Die Jungs beginnen nun aufgeregt zu diskutieren, welche Piercings und Tattoos sie mir stechen wollen. Die Karten werden gemischt, das Katenspiel beginnt. Ich sitze neben Prince, meine Hände zittern so sehr, dass ich sie fest im Schoß halte. Ich schaue nicht zu. Ich will es nicht wissen.
Der Blonde gewinnt. Ein lautes „Yes!“ erfüllt den Raum. „Vertikale Klitorisvorhaut!“, ruft er triumpherend. „VCH! Das ist das geilste!“ Mein Gesicht fährt an. Ich weiß nicht einmal, was das ist, aber der Name allein klingt unendlich intim und verboten. Prince nickt nur, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen. Er hat bekommen, was er wollte.
Nun geht die Diskussion um die Tattoos weiter. Die Ideen fliegen nur so umher. „Ein Anker!“, „Ein Spruch!“, „Ein kleiner Stern!“ Irgendwann einigen sie sich, und ich spüre, wie mein Herz noch schneller schlägt. Das erste Tattoo soll eine Chilischote sein, klein, leuchtend rot, platziert in meiner linken Leiste, genau dort, wo die Haut zart ist. Genauso platziert, dass man sie in jedem Tanga oder Bikini sehen kann. Ein Symbol für Schärfe, für Hitze. Für mich.
Aber das zweite Tattoo, das sollen sie mir nicht sagen. Sie tuscheln und kichern, und Prince hat das letzte Wort. Er beugt sich zu mir herunter. „Wir haben noch etwas für dich. Etwas, das perfekt zu deinem Po passt.“ Er lästert geheimnisvoll. „Ein Schriftzug: ‚unforgettable‘. In schwarzen Lettern, Kleinschrift, in der Schriftart ‚Old English font‘. Direkt über deinem Po, wo das Dreieck des String-Bikinis endet. Diesen Po würde schließlich niemand vergessen.“
Die Worte treffen mich wie ein Schlag. „Unforgettable“. Unvergesslich. Direkt über meinem „Hammer“. Es ist so direkt, so anmaßend, so pervers. Und doch... ein Teil von mir fühlt sich geschmeichelt. Gefeuert. Ich bin nicht mehr nur Jette, das schüchterne Mädchen aus Deutschland. Ich werde ein Kunstwerk. Eine Fantasie. Unvergesslich. Prince steht auf und holt seinen Rucksack. Die Zeit für Entscheidungen ist vorbei.
Die Atmosphäre im Zimmer hat sich verändert. Die laute, betrunkene Ausgelassenheit ist einer konzentrierten, fast feierlichen Stille gewichen. Die Männer verlassen nicht den Raum. Im Gegenteil, sie ziehen ihre Betten näher heran, bilden einen Halbkreis um Princes Bett, auf dem ich nun liege. Es ist eine Bühne, und ich bin die Hauptdarstellerin.
Prince hat einen kleinen Koffer ausgepackt, der wie ein professioneller Trolley aussieht. Er öffnet ihn und legt sterile Nadeln, Farbschälchen und Handschuhe aus. Der Anblick ist klinisch, sauber, was die Situation noch absurder macht. Er zieht sich schwarze Latexhandschuhe an, das raschelnde Geräusch ist das Einzige, was den Raum füllt. „Zuerst die Tattoos, Kleine“, sagt er sanft. „Die sind nicht so schlimm. Nur ein Kratzen.“
Ich nicke und schließe die Augen. Der Bikini bleibt an. Zuerst die Chilischote. Ich spüre die kalte Desinfektion auf meiner Haut in der Leiste, dann das leise Summen der Tätowiernadel. Der erste Kontakt ist ein überraschender Kratzer, nicht schmerzhaft, aber unangenehm intensiv. Es fühlt sich an, als würde jemand mit einem scharfen Fingernagel immer wieder an die gleiche Stelle kratzen. Ich halte meine Luft an, meine Hände ballen sich zu Fäusten. Ich spüre die Blicke der anderen auf mir, sehe im Geiste, wie sie der roten Schote folgen, die auf meiner Haut entsteht. Es ist eine seltsame Mischung aus Demütigung und Aufregung.
Dann das zweite Tattoo. Prince positioniert mich, ich muss auf dem Bauch liegen, mein Gesicht zur Wand gedreht. Ich spüre, wie er den Stoff meines String-Bikinis nur ein wenig nach unten zieht, um die Haut direkt über meinem Gesäß freizulegen und sich etwas mehr Platz zu verschaffen. Die Nadel berührt die empfindliche Stelle dort. Das Kratzen ist hier anders, tiefer, persönlicher. Ich spüre, wie sich die Buchstaben „unforgettable“ in meine Haut brennen, eine bleibende Markierung, eine Behauptung. „Fast fertig“, murmelt Prince, seine Stimme ist beruhigend und bedrohlich zugleich.
Nachdem er Folie über die frischen Tätowierungen geklebt hat, kommt der Moment, vor dem ich mich am meisten fürchte. „Jetzt das Piercing, Jette“, sagt Prince. „Du musst den String ausziehen.“
Mein Herz rast. Meine Hände zittern so sehr, dass ich kaum das Höschen nach unten ziehen kann. Langsam, mit zitternden Fingern, ziehe ich den nassen Stoff meine Beine hinunter. Ich bin jetzt völlig nackt, auf dem Bauch liegend, mit vier Männern im Raum. Ich schließe die Augen und wünsche mich weg. Ich spüre, wie ich mich auf den Bauch drehe, meine Beine leicht anwinkele. Meine gewachste Pussy, die zuvor nur mein Ex-Freund, meine Frauenärztin und meine Mitspielerinnen in der Gemeinschaftsdusche gesehen haben, ist nun vollkommen ungeschützt und sichtbar. Ich bin ihren Blicken ausgeliefert, ein Objekt, das sie begutachten.
Die Stille im Raum ist ohrenbetäubend. Ich wage es nicht, die Augen zu öffnen, aber ich kann es fühlen. Ich spüre ihre Blicke wie eine körperliche Berührung auf meiner empfindlichsten Haut. Und dann höre ich es, ein leises, rhythmisches Reiben. Ich öffne einen Spalt die Augen und sehe sie. Alle vier haben eine sichtbare Beule in ihren Badeshosen, manche haben ihre Hände schon darauf gelegt. Aber Prince’s Beule ist mit Abstand die größte. Sie ist ein riesiger, dicker Buckel in seinem nassen Stoff, der fast schon bedrohlich wirkt. Die Vorstellung, dass dieser Teil von mir diese Reaktion hervorruft, lässt mein Gesicht in Flammen aufgehen.
Prince kniet neben dem Bett. Er wischt meine Haut mit einem kalten Tuch ab. „Atme tief durch, Kleine. Das ist kurz und schmerzhaft“, flüstert er. Ich spüre die Spitze seiner Zange an meiner Klitorisvorhaut, die die Haut zusammenkneift. In der Mitte der Zange befinden sich ovale Öffnungen. Dann der ****. Ein scharfer, intensiver, brennender ****, der wie ein Blitz durch meinen Unterleib schießt, als er die Nadel durch die Öffnungen stößt. Es ist nur eine Sekunde, aber sie fühlt sich an wie eine Ewigkeit. Ein leises Wimmern entweicht mir, und eine einzelne, heiße Träne rollt über meine Wange. Und dann ist er vorbei. Er schiebt den silbernen Edelstahlbarbell durch. „Fertig“, sagt Prince zufrieden. „Für die bessere Heilung. Nach zwei Wochen kannst du ihn wechseln.“ Er reicht mir eine kleine Dose. „Hier, für später. Ein kleines Willkommensgeschenk.“ Ich öffne sie und sehe eine lose Sammlung von vielleicht zwanzig unterschiedlichen Piercing – Barbells mit bunten Steinen, Ringen, kleine Anhängern.
Ich bleibe liegen, mein Körper zittert nach dem **** und der Anspannung. Die jungen Männer machen Fotos. Ich höre das leise Klicken ihrer Handykameras. Ohne Gesicht, verspricht Prince, aber ich weiß, dass sie Bilder von meiner Pussy haben, mit dem frischen, glänzenden Piercing. Prince hält mich fest im Arm, eine schützende, besitzergreifende Geste.
Jemand reicht mir ein Bier. Ich trinke es in großen Zügen, der kalte, herbe Geschmack beruhigt mich ein wenig. Langsam ziehe ich meinen String-Bikini wieder an. Als der Stoff über meine Haut gleitet, spüre ich die kleinen Kugeln vom Barbell. Sie zeichnen sich deutlich durch den dünnen Stoff ab. Ein winziger, aber unmissverständlicher Hinweis auf mein Geheimnis. In diesem Moment wird mir klar: „Bei Instagram brauche ich jetzt keine Bikini-Fotos mehr von mir posten.“ Der Gedanke ist absurd und befreiend zugleich.
Die Stimmung lockert sich wieder. Wir **** noch ein Bier, die Spannung ist gewichen. Irgendwann sagt Prince leise: „Zeit für‘s Bett.“ Die anderen nicken, verstehen, dass die Show vorbei ist. Doch als ich aufstehen will, hält er mich fest. „Jette“, sagt er, seine Stimme ist wieder ernst. „Ich möchte dir außerhalb des Zimmers noch etwas zeigen.“
Was möchte Prince mir zeigen?
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Jette‘s Abenteuer Down Under!
Ein verrücktes Lebensveränderndes Jahr in Australien
Jette ist 18 Jahre und kommt aus einer recht wohlhabenden im Nord-Westen Deutschlands. Sie hat gerade ihr Abi mit hervorragenden Noten abgeschlossen, aber weiß noch nicht so richtig, was sie machen soll, also los: Ab ins Abenteuer. Ein Jahr Work and Travel in Australien. Weit entfernt von ihrer , ihren Freunden und ein echter Neustart in ein selbstbestimmtes Leben und das Ganze in einem Van. Vanlife: Here she cums!
Updated on Mar 14, 2026
by Rotstiftakrobat
Created on Jan 9, 2026
by Rotstiftakrobat
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