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Chapter 7
by
Rotstiftakrobat
Was möchte Prince mir zeigen?
Sein Geheimnis
Prince nimmt meine Hand, seine Finger schließen sich um meine, und er zieht mich sanft vom Bett. Meine Beine fühlen sich wie Wackelpudding an, eine Mischung aus Erschöpfung, **** und dem Nachklingen des Schmerzes. Ich folge ihm, wie in Trance, aus dem Zimmer. Die anderen Jungs sagen nichts, sie sehen uns nur an, ihre Blicke sind eine Mischung aus Neid und Respekt.
Die Flure des Hostels sind jetzt eine andere Welt. Die laute Musik ist nur noch ein fernes Grollen, das Licht ist gedämpft und wirft lange, unheimliche Schatten an die Wände. Jeder Schritt, den ich mache, ist eine kleine Erinnerung an die Veränderung an meinem Körper. Das neue Piercing bewegt sich leicht, ein zartes Brennen, das mit jedem Schritt nachhallt. Es ist ein ständiger, unübersehbarer Beweis für das, was gerade passiert ist.
Prince flüstert, seine Stimme ist warm und dicht an meinem Ohr. „Gefallen dir die Tattoos und das Piercing?“
Ich überlege. Die Worte wollen nicht richtig kommen. „Ich bin mir nicht sicher“, sage ich leise, meine Stimme ist kaum mehr als ein Hauch. „Jetzt... in diesem Moment... gefallen sie mir sehr. Du bist wirklich ein Künstler, Prince.“ Ich mache eine Pause, sammle meine Gedanken. „Aber das alles ist schon nicht das Bauchnabelpiercing, das eine meiner Mitspielerinnen hat, oder eines der Tattoos einer Freundin mit tiefem, persönlichem Sinn. Bei mir ist alles... auf Erotik ausgelegt. Darauf, aufzufallen. Gesehen zu werden. Mich zu zeigen. So etwas tragen nur... Schlampen.“ Das letzte Wort kommt heraus, bevor ich es **** kann, scharf und voller Selbstverurteilung.
Prince nickt nur, ein kurzes, verständnisvolles Nicken. Er wechselt das Thema, als hätte meine Beichte nichts Besonderes bedeutet. „Komm.“
Wir verlassen das Gebäude, durch eine Glastür, die sich quietschend öffnet. Die kühle Nachtluft trifft meine nackte Haut, und ich zittere. Wir betreten ein anderes, kleineres Gebäude, das vielleicht für Gemeinschaftsräume oder eine Küche gedacht ist. Die Gänge hier sind noch dunkler, stiller. Nach ein paar Metern halten wir vor einer schweren, metallbeschlagenen Tür. Sie sieht aus wie der Eingang zu einem Keller.
„Hier ist, was ich dir zeigen möchte“, sagt Prince, seine Stimme ist wieder ernst, fast nervös. „Es ist... ungewöhnlich. Ich hoffe, du kannst offen an die Sache herangehen. Es wird nichts passieren, und du kannst jederzeit gehen. Ich würde mich aber freuen, wenn ich dir alles erklären kann.“
Seine Worte lösen ein kaltes Unbehagen in mir aus, das sich wie ein Kloß in meinem Magen ausbreitet. Nervosität, pur und uncut. Was könnte hinter dieser Tür sein? Im Dunkeln kann ich nichts erkennen, keinen Hinweis, keinen Geruch. Ich nicke kurz, mehr aus Pflichtgefühl als aus Neugier. „Ich... ich versuche es.“
Prince öffnet die Tür und gibt mir einen leichten Stoß, sodass ich hineintrete. Er folgt mir und schließt die Tür hinter uns. Das laute Klicken des Schlosses hallt in der Stille. Er betätigt den Lichtschalter, und eine einzelne, hängende Glühbirne flackert zum Leben und taucht den Raum in ein kaltes, weißes Licht. Wir stehen in einer großen, sauberen Toilettenkabine. Ein Behinderten-WC. „Was wollen wir hier?!“, denke ich mir, total verwirrt.
Und dann sehe ich es. In einer der Wände, in etwa Hüfthöhe, befindet sich ein Loch. Es ist sauber ausgesägt, die Kanten sind glatt. Es ist etwa so groß wie meine Faust. „Was soll das hier?“, frage ich, meine Stimme zittert vor Unglauben.
Prince wirkt auf einmal nervös, seine selbstsichere Fassade ist einen Moment lang verschwunden. „Lauf bitte nicht direkt weg. Lass mich erklären.“ Er schluckt schwer. „Ich habe ja gesagt, dass ich auf Freaks stehe, und um ehrlich zu sein, habe ich in Australien leider keinen richtigen Freak kennengelernt. Ich hatte gehofft...“, er macht eine Pause. „Das ist ein Gloryhole. In den Staaten gehe ich regelmäßig zu Gloryholes. Ich stehe darauf. Es ist anonym. Du steckst deinen Schwanz durch das Loch, und auf der anderen Seite... nun ja, meistens ist es ein Blowjob.“
Ich bin angewidert. Ein eiskalter Schauer läuft mir über den Rücken. Das Wort „Blowjob“ in diesem Zusammenhang, anonym, durch ein Loch, ist so abstoßend, so fremd, dass ich am liebsten schreien und wegrennen würde. Aber ich habe ihm versprochen, zuzuhören. Meine Füße fühlen sich an, als wären sie im Boden zementiert.
Er macht weiter, seine Stimme wird leiser, intimer. „Ich stehe darauf. Und jetzt komme ich zu dir. Ich hatte gehofft, dass sich in Australien eine riesige Fantasie von mir erfüllt, aber naja, es passiert nicht. Ich möchte mit einer Frau zum Gloryhole gehen. Sie soll die anonymen Schwänze bearbeiten. Ich möchte sie dabei filmen. Nur für mich, um die Fantasie festzuhalten und sie mir wieder in Erinnerung rufen zu können. Und ich möchte es auch mit ihr tun. Entweder möchte ich sie von hinten ficken, während sie einen der Schwänze bläst, oder sie gibt mir einen Blowjob und ich komme in ihr Gesicht.“
Er schaut mich an, seine Augen sind voller Verletzlichkeit und Hoffnung. „Ich weiß, das ist verrückt. Aber der ganze Abend war verrückt, und ich wollte fragen, ob du dir vorstellen kannst, mir diese Fantasie zu erfüllen. Nicht heute, du sollst in Ruhe darüber nachdenken. Aber vielleicht ja morgen.“
Ich will ihn anschreien. Ich will ihn einen perversen Schweinehund nennen, ihm ins Gesicht spucken. Andererseits... er hat mir gerade seine tiefste, dunkelste, verletzlichste Fantasie gebeichtet. Er hat sich mir offenbart, auf eine Weise, die er niemals müsste. Und ich fühle mit ihm. Ich spüre seine Einsamkeit in diesem fremden Land, seine unerfüllte Sehnsucht.
Wir sprechen darüber. Er schildert mir seine Ideen im Detail, seine Stimme wird leidenschaftlich, fast poetisch, wenn er von der Anonymität, dem Machtgefälle, der reinen, unverfälschten Lust spricht. Er zeigt mir eine App auf seinem Handy, eine Karte mit Pins, die Gloryholes auf der ganzen Welt markieren. „Genau deshalb habe ich dieses Hostel gewählt“, sagt er. „Es ist bekannt dafür.“
„Kann ich das?“, frage ich mich. „Ich bin komplett verrückt, das überhaupt in Erwägung zu ziehen.“ Aber während er spricht, verschiebt sich etwas in mir. Die Angst weicht einer seltsamen Faszination. Es ist nicht die Lust an der Tat selbst, sondern die Vorstellung, diese Macht über ihn zu haben. Die Frau zu sein, die seine tiefste Fantasie erfüllt. Ich habe Mitleid mit diesem starken Mann, der so schwach ist.
Mein Entscheidungsprozess ist ein Krieg in meinem Kopf. Die Jette aus Deutschland würde ****, weglaufen und die Polizei rufen. Die Jette aus heute Nacht, die mit den Tattoos und dem Piercing, ist neugierig. Sie ist mutig. Sie ist hier, um die Welt zu sehen, um Erfahrungen zu machen. Ist das nicht die ultimative Erfahrung? Die Grenze zu überschreiten, von der man nicht einmal wusste, dass sie existiert?
Ich schaue ihn an, direkt in seine dunklen Augen. Die Angst ist immer noch da, ein kaltes Zittern in meinen Gliedern. Aber darunter ist etwas anderes. Ein Funke. Eine dunkle Neugier.
„Ich muss... ich muss schlafen“, sage ich mit zitternder Stimme. „Ich kann dir jetzt keine Antwort geben, Prince.“
Er nickt, und in seinen Augen sehe ich nur ein wenig Enttäuschung und viel Verständnis. „Das ist alles, was ich frage.“, sagt er.
Als wir zurück durch die dunklen Flure gehen, ist das leise Brennen meines Piercings nicht mehr nur ein ****. Es ist ein Versprechen. Ein Andenken an die Nacht, in der mir die verrückteste Frage meines Lebens gestellt wurde. Und ich weiß, dass ich nicht schlafen werde. Ich werde liegen und in meinen Gedanken dieses Loch in der Wand anstarren, bis die Sonne aufgeht.
Wie entscheide ich mich?
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Jette‘s Abenteuer Down Under!
Ein verrücktes Lebensveränderndes Jahr in Australien
Jette ist 18 Jahre und kommt aus einer recht wohlhabenden im Nord-Westen Deutschlands. Sie hat gerade ihr Abi mit hervorragenden Noten abgeschlossen, aber weiß noch nicht so richtig, was sie machen soll, also los: Ab ins Abenteuer. Ein Jahr Work and Travel in Australien. Weit entfernt von ihrer , ihren Freunden und ein echter Neustart in ein selbstbestimmtes Leben und das Ganze in einem Van. Vanlife: Here she cums!
Updated on Mar 14, 2026
by Rotstiftakrobat
Created on Jan 9, 2026
by Rotstiftakrobat
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