Chapter 15
by
Redboom
Was ist sein erster Wunsch?
Er will seine Lehrerin als Freundin.
Ich schwebe über Gustav, meine Augen funkeln vor Schadenfreude, als er seine Hände ringt und tief Luft holt. „Okay… ich wünsche mir, dass Frau Busch, meine Biologielehrerin, meine feste Freundin wird.“ Seine Stimme zittert, und seine Wangen glühen, als hätte er ein Geheimnis verraten, das seit Jahren in ihm brennt. Oh, wie köstlich! Frau Busch – die strenge Lehrerin mit dem glänzendes braunen Haar und der schmalen Brille, in die dieser pickelige Junge seit der siebten Klasse verschossen ist. Mein Grinsen wird breiter, ein Plan formt sich in meinem uralten Verstand, reif für Chaos.
„Ein kühner Wunsch, mein Meister“, säusle ich, meine Stimme süß wie Gift. „Morgen, wenn die Sonne aufgeht, wird Frau Busch deine feste Freundin sein.“ Ich lasse die Worte in der Luft hängen, genieße seinen ungläubigen Blick, bevor ich fortfahre. „Doch sei gewiss, meine Macht formt die Welt auf… unerwartete Weise.“ Ein leises Kichern entweicht mir, während ich mich in einer Wolke aus Mitternachtsrauch auflöse, zurück in die verfluchte Lampe, die auf seinem Schreibtisch vibriert. Gustav starrt die Lampe an, seine Augen weit, sein Herz rasend – und ich, ich warte in der Dunkelheit, gespannt darauf, seinen Wunsch morgen in eine herrliche Katastrophe zu verwandeln.
Gustav Bergmann ein gewöhnliche Nerd hat seine erste feste Freundin.
Am nächsten Morgen schlurfte Gustav mit einem nervösen Kribbeln im Bauch zur Schule. Sein Herz pochte, als er das Schulgebäude betrat, die vertrauten Flure plötzlich fremd und voller Möglichkeiten.
Er konnte kaum glauben, dass sein Wunsch wahr geworden sein sollte. Doch als er den Biologieraum erreichte, stand sie da: Frau Busch, seine Lehrerin, die ihm seit der siebten Klasse den Kopf verdrehte. Sie war atemberaubend – ihr langes, glänzendes braunes Haar fiel in weichen Wellen über ihre Schultern, ihre grünen Augen funkelten hinter einer schicken, schmalen Brille, und ihr Lächeln war so warm, dass es den Raum erhellte. Sie war nicht nur eine Lehrerin, sondern eine Frau, die jeden in ihren Bann zog.
„Gustav, mein Schatz!“, rief sie mit einer Stimme, die süß und ungewohnt zärtlich klang. Sie eilte auf ihn zu, legte eine Hand auf seine Schulter und drückte ihm einen sanften Kuss auf den Mund. Die anderen Schüler im Raum erstarrten, ihre Münder klappten auf. Gustavs Gesicht brannte, aber ein breites Grinsen breitete sich aus. Es war echt. Sein Traum war wahr geworden.
„Komm doch heute Abend zu mir zum Essen“, sagte Frau Busch leise, ihre Augen strahlten. Sie kritzelte ihre Adresse auf einen Zettel und schob ihn in seine Hand. „Ich freue mich auf dich.“ Gustav nickte stumm, sein Herz schlug Purzelbäume, während er den Zettel wie einen Schatz umklammerte.
Doch kaum hatte Frau Busch den Raum verlassen, brach ein Sturm los. „Ernsthaft, Gustav? Mit der Busch?“, zischte ein Mitschüler, während andere kicherten und flüsterten. „Das ist so creepy, Mann!“, rief ein anderer, und die Worte „pervers“ und „falsch“ hallten durch die Gänge. In der Pause umringten ihn ein paar Jungs, ihre Blicke höhnisch. „Was läuft, Nerd? Denkst du, du bist jetzt cool, weil du mit ’ner alten Lehrerin rummachst?“ Gustavs Magen verknotete sich, sein Grinsen verblasste. Die ganze Klasse schien gegen ihn zu sein, die Blicke voller Abscheu, die Stimmen voller Spott. Niemand akzeptierte es – seine Beziehung mit Frau Busch war für sie ein Skandal, ein Witz, etwas Widernatürliches. Doch in Gustavs Kopf wirbelte nur eines: Sein Traum war wahr, egal, was sie sagten.
Wie geht es weiter?
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Der Flaschengeist
Ein perverser Dschinn treibt seine Spielchen mit den Menschen
Ein Dschinn ist dazu verpflichtet, jedem Finder seiner Wunderlampe drei Wünsche zu erfüllen – und er genießt es, dabei das Leben seiner neuen Meister vollkommen auf den Kopf zu stellen.
Updated on Jan 2, 2026
by Redboom
Created on Nov 19, 2020
by Redboom
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