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Chapter 14
by
Redboom
Wer bekommt die Wunderlampe als nächstes in seinen Besitzt?
Gustav, pickliger Nerd.
Wieder einmal spüre ich das vertraute Kribbeln, ein Zittern in der Luft, als grobe Finger über mein Gefängnis reiben. Die Welt erzittert, und ich werde herausgerissen, ein Sturm aus Rauch und Schatten, der sich in der stickigen Luft eines Teenagerzimmers manifestiert. Der Raum ist ein Chaos aus zerknitterten Comicbüchern, leeren Coladosen und einem Schreibtisch, der unter dem Gewicht von Schulbüchern ächzt. Ich schwebe empor, meine Gestalt ein wirbelnder Nebel aus Mitternachtsblau, durchzogen von goldenen Funken, und meine Augen glühen wie zwei Kohlen in der Dunkelheit.
Vor mir steht Gustav, mein neuer Meister – ein Junge, kaum achtzehn, mit fettigem Haar, das ihm in die Stirn fällt, einer Zahnspange, die im Licht glitzert, und Pickeln, die sein Gesicht wie eine Sternenkarte zieren. Seine Brille rutscht ihm die Nase hinab, während er mich mit offenem Mund anstarrt, seine Hände zittern wie Espenlaub. Oh, wie köstlich! Ein unsicherer, unbeholfener Junge, reif für meine Spielchen.
„Wer… was bist du?“ stammelt Gustav, seine Stimme ein hohes Quieken, während er rückwärts stolpert und fast über einen Stapel Manga-Hefte fällt.
Ich grinse, meine Zähne scharf wie Dolche, und breite die Arme aus, sodass der Rauch um mich herum tanzt. „Ich, mein Junge, bin der Dschinn der Lampe! Mächtig, uralt und bereit, dir drei Wünsche zu gewähren!“ Meine Stimme hallt wie Donner, und ich genieße es, wie er zusammenzuckt. „Was auch immer dein Herz begehrt, ich mache es wahr – doch wähle weise...“
Gustav blinzelt, seine Augen weit wie Untertassen. „Drei… Wünsche? Das ist echt? Ich meine… das ist doch ein Scherz, oder?“ Er schiebt seine Brille hoch und wischt sich die schwitzigen Hände an seiner zerknitterten Jeans ab. Oh, ich spüre seine Aufregung, seinen Unglauben, und darunter… eine tiefe, verzweifelte Sehnsucht. Perfekt.
„Kein Scherz, mein Meister“, säusle ich und schwebe näher, sodass mein Rauch seine Brille beschlägt. „Sprich deinen ersten Wunsch, und ich werde ihn erfüllen. Was wünscht sich ein Junge wie du? Ruhm? Reichtum? Die Liebe eines Mädchens, vielleicht?“ Ich ziehe das letzte Wort in die Länge, spöttisch, denn ich sehe, wie seine Wangen rot anlaufen. Oh ja, ich kenne diese Art von Jungen. Einsam, unsicher, voller Träume, die nur darauf warten, von mir zerpflückt zu werden.
Gustav schluckt schwer, seine Hände fummeln nervös am Saum seines T-Shirts. „Das ist… krass“, murmelt er, mehr zu sich selbst. Er tappt zum Bett und lässt sich darauf fallen, als könnten seine Beine ihn nicht mehr tragen. „Okay… okay, ich muss nachdenken. Drei Wünsche. Das ist… wow.“ Er fährt sich durchs Haar, das sofort wieder in sein Gesicht fällt, und ich sehe, wie seine Gedanken rasen. Sein Blick schweift ab, wahrscheinlich zu den Postern an seiner Wand – Superhelden, Anime-Charaktere, ein Mädchen mit pinken Haaren und heißen Kurven. Ha! Ich wette, ich weiß, worauf das hinausläuft.
Ich schwebe über ihm, unsichtbare Ketten der Lampe zerren an mir, aber meine Geduld ist unendlich – zumindest für den Moment. „Nimm dir Zeit, mein Junge“, sage ich mit einem süßen, giftigen Ton. „Aber nicht zu lange. Die Ewigkeit wartet nicht.“
Gustav hebt den Blick, seine Augen glänzen vor Möglichkeiten. „Okay“, sagt er leise, fast flüsternd. „Ich glaube, ich weiß, was ich mir als Erstes wünschen will…“
Was ist sein erster Wunsch?
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Der Flaschengeist
Ein perverser Dschinn treibt seine Spielchen mit den Menschen
Ein Dschinn ist dazu verpflichtet, jedem Finder seiner Wunderlampe drei Wünsche zu erfüllen – und er genießt es, dabei das Leben seiner neuen Meister vollkommen auf den Kopf zu stellen.
Updated on Jan 2, 2026
by Redboom
Created on Nov 19, 2020
by Redboom
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