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Chapter 5 by Reyhani Reyhani

Wer ist da gekommen?

Ein grantiger Rentner aus dem Dachgeschoss

Der Feiertag nimmt langsam Fahrt auf. Mama lehnt mit aufgeknöpfter Bluse in der Küche am Tresen. Zwischen ihren Brüsten steckte der grauhaarige Kopf eines Mannes. Mit einer Hand stützt er sich am Tresen ab, mit der anderen spielt er an Mamas Nippeln.

„Pia, sag Hallo zu Herrn Kowalski. Er ist vorbeigekommen, um uns einen schönen Sextag zu wünschen“, verkündet meine Mutter.

Kowalski ist ein grantiger Rentner aus dem Dachgeschoss. Er richtet sich auf und mustert mich. Wie immer trägt er ein kariertes Flanellhemd und eine abgewetzte Cordhose. Sein einziges Zugeständnis an den Feiertag ist der offene Hosenschlitz aus dem sein steifer Penis ragt.

„Hallo Pia. Mensch, bist du groß geworden. Hast dich ja prächtig entwickelt. Die Titten wachsen auch noch, keine Sorgen. Aber der Öko-Busch da unten gefällt mir gar nicht. Als ich so alt war wie du, war das noch streng verboten.“

Ich reagiere mit einem zuckersüßen Lächeln. Der traut sich was. Ich hatte nie was mit Kowalski zu tun, bis er mir letztes Jahr im Fahrstuhl an den Po gegrapscht hat. Und zwar eine Woche nach dem Sextag. Mama ist hoch zu ihm und hat gedroht ihn anzuzeigen. Da hatte er sich rausreden wollen, er habe sich im Datum vertan.

Ist das jetzt eine Retourkutsche … nach einem Jahr? Oder eine Art Entschuldigung? Auf dem Küchentisch liegt jedenfalls ein kleines, hübsch verpacktes Geschenk, das nur der Kowalski mitgebracht haben kann. Männer sind manchmal echt komisch. Nur so viel steht fest: Mama hat offenbar Eindruck hinterlassen.

Kowalski wendet sich wieder Mamas Brüsten zu. An mir scheint er kein besonderes Interesse zu haben. Vielleicht kann ich dann endlich mal was frühstücken. Da kommt Bella im neuen Outfit in die Küche gewirbelt. Was sie an ihrem ersten Sextag tragen würde, hat sie wochenlang mit ihren Freundinnen diskutiert. Zum Glück bin ich da außen vor. Knapp drei Jahre älter, bin ich modisch für sie schon ein Neanderthaler.

Aber ich muss neidlos anerkennen, was sie zusammengestellt hat, ist sehr authentisch: an den Füßen ein paar Laufschuhe, dazu Yogapants, die ihre muskulösen Beine und ihren Knackarsch zur Geltung bringen. Bella macht Leichtathletik und ist darin ziemlich gut. Erst auf den zweiten Blick fällt mir auf, dass ihre Hose im Schritt vollkommen offen ist. Obenrum ist sie auch weitgehend nackt bis auf ein weißes, elastisches Band, das knapp ihre spitzen Brüstchen bedeckt. Ihre dunklen Locken hat sie ebenfalls mit einem weißen Band zusammengebunden.

„Das ist meine Jüngste, Herr Kowalski“, erklärt Mama. „Heute ist Bellas erster Feiertag. Wir müssen jetzt ganz schnell los. Ich bringe sie zu ihrer Schulfeier. Es tut mir so leid, Herr Kowalski, ich mache es später wieder gut. Oder noch besser, Pia kümmert sich um Sie.“

Kowalski wirft einen kurzen Blick auf Bella, aber es ist sofort klar, dass der Funke irgendwie nicht überspringt. Schwer zu sagen woran es liegt, ihre Muschi ist jedenfalls akkurat rasiert.

„Nein, nein, kein Problem“, brummt Kowalski. „Ich will ja keine Umstände machen. Da warten ja bestimmt schon ’ne Menge Hengstschwänze auf das junge Fohlen. Komme ich nächstes Jahr mal früher zum Gratulieren, wenn ihr jetzt zu dritt seid. Wusste ich ja nicht, steht auch nichts an der Tür.“

„Siehst du, Mama“, ruft Bella triumphierend. „Wir hätten doch schon ein Bild aufhängen sollen.“

So wie bei mir hat Mama Bellas Foto noch nicht an die offene Tür gehängt. Das machen viele Mütter, um für ihre kleinen Mädchen den ersten Sextag etwas ruhiger zu gestalten. Es reicht ja, wenn die Nachbarschaft im zweiten Jahr zahlreich zum Gratulieren erscheint.

Wie es ihre Art ist, hat Mama die Tür sehr ordentlich mit geschmackvollen Brustbildern von uns beiden dekoriert. Daneben hängt jeweils ein kleiner Vorstellungstext. Das wird Bella wahrscheinlich viel zu langweilig sein. Die Rebellion ist vorprogrammiert. Seit neuestem sind QR-Codes an der Tür der heiße Scheiß, wo man mit dem Handy einen Präsentationsclip laden kann. Das sieht dann an der Tür aber sehr nüchtern aus, fast wie früher, als die Leute nur mit Kreide die Anzahl der erwachsenen Frauen im Haushalt angegeben haben. Der Nachteil: Das verleitete zu obszönen Kommentaren und Graffiti an der Tür. Man hat die Schmierereien dann für immer in der Wohnung, denn es bringt Unglück, sie zu entfernen.

Mama und Bella brechen hektisch auf. Mama hat nicht einmal Zeit, ihre Bluse wieder richtig zu schließen. Ich bleibe mit dem Nachbarn alleine in der Küche zurück. Kowalski wirkt irgendwie unschlüssig, als wüsste er nicht, was er mit mir anfangen soll. Ich bin da nicht beleidigt, aber helfen werde ich ihm auch nicht. Lieber konzentriere ich mich auf das Frühstück.

Wenn ich eins an meinen vergangenen drei Sextagen gelernt habe, dann wie wählerisch Männer sind. Besonders die älteren. Ich meine nicht nur, ob sie mehr auf Busen oder mehr auf Hintern stehen. Bei Kowalski ist ziemlich klar, dass er sich auf Mamas reife Möpse gefreut hat. Es scheint da zusätzlich eine ganze Menge unbewusster Kriterien zu geben, die Männer so im Hinterkopf haben. Der eine mag breite Schultern, der andere dunkle Stimmen oder kleine Füße. Was weiß denn ich? Und dann das ganze soziale Drumherum: Mama hat mir erzählt, dass Papa jedes Jahr ihren zwei besten Freundinnen gratuliert. Was das zu bedeuten hat, konnte sie auch nicht erklären … Deshalb warte ich ruhig ab, was Kowalski vorhat.

„Vielleicht öffnest du das Geschenk, jetzt wo alle weg sind“, bricht er endlich das Schweigen. „Und nichts für ungut wegen der Sache im Aufzug. Das ist wirklich nicht so gemeint gewesen. Ich bin eine Woche krank gewesen und durcheinander gekommen.“

Also doch eine Art Entschuldigung. Zwar an Mama gerichtet aber immerhin. Ich bedanke mich mit einem Lächeln und packe das Geschenk aus. Es sind zwei sehr schöne Nippelklemmen, die mit einer silbernen Kette verbunden sind. Natürlich will Kowalski sie ausprobieren. Sie schmerzen nicht besonders, aber das ist gar nicht mein Stil. An Mamas großen Nippeln kann ich sie mir schon eher vorstellen.

Kowalski befingert meine Brüste und spielt an der Kette. So enttäuscht scheint er nicht zu sein. Im Grunde ist das ja lieb gemeint von dem Alten. Ich sollte mich für seine Entschuldigung und das Geschenk bedanken. Also gehe ich vor ihm auf die Knie und drücke meine Brüste mit beiden Händen zusammen. Jetzt braucht er nur noch seinen Pimmel dazwischen zu stecken.

„Siehst du, Kleine, das geht auch ohne die fetten Titten von deiner Mutter“, lobt mich Kowalski und lässt ein wenig Spucke zwischen meine zusammengedrückten Brüste tropfen, damit sein Schwanz besser rutscht. „Und jetzt nimm mal besser deinen Mund, das kannst du sicher auch gut.“

Dass er meine Muschi nicht will, hatte ich mir schon gedacht, so abfällig wie er sich eben über meine neue Schamfrisur geäußert hat. Er ist eben einer von den Ewiggestrigen, der meint, eine ordentliche deutsche Frau hat blitzblank rasiert zu sein. Ich habe mich ja auch erst im letzten Jahr getraut, es wachsen zu lassen. Ich bin keine Emanze, aber einige ihrer Ideen gefallen mir ganz gut. Wahrscheinlich geht es nicht so schnell, den Sextag zu feminisieren. Aber wir können uns zumindest schon mal so zeigen, wie es uns gefällt. Diese ganzen komischen Vorschriften, was Bekleidung, Erscheinung und Verhalten von Frauen am Sextag angeht, sind ja alle schon seit Jahrzehnten abgeschafft. Da muss ich mich doch nicht für meinen gut getrimmten Busch rechtfertigen, oder Bella, dass sie am Sextag eine Hose trägt.

Uuups, jetzt hat Kowalski schon abgespritzt. Mein politischer Enthusiasmus muss sich direkt auf meine Blaskünste übertragen haben. Ich muss unwillkürlich kichern und verschlucke mich prompt am Sperma in meinem Mund.

„Du warst sehr leidenschaftlich, Kleines, aber nicht vergessen brav zu schlucken. Ich muss jetzt weiter. Gruß an deine Mutter und bis zum nächsten Jahr.“

Damit stopft Kowalski seinen Schwanz zurück in die Hose und verschwindet. Ich spüle erst mal mit Kaffee nach, so gut war sein Geschmack nicht.

Jetzt sollte ich mich aber endlich anziehen, sonst sitze ich noch nackt am Küchentisch, wenn Mama wieder heimkommt. Ich will grade unter die Dusche, da klingelt das Telefon. Und zwar nicht mein Handy sondern der Festnetzanschluss. Ich kenne nur eine, die da noch anruft.

Wer ist am Apparat?

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