Wie entscheidet sich die arme Johanna nun?
Abgekartete Sache
Es war still im Raum. Mit ängstlicher Stimme flüstert Johanna irgendwann „das traue ich mich nicht… tut mir echt leid!“ Ihre Gesichtsfarbe wechselte gleichzeitig von tiefbleich zu glühendrot. Sie trat einen Schritt zurück.
Da traten drei ältere Kundinnen ein, was die Situation gleich etwas entspannte. Das waren wohl alte Bekannte der Chefin, sie grüßten sich freundlich. Und die drei neuen Augenpaare beäugten gleich neugierig die Auslagen auf dem Tresen.
„He Madeleine, hast du etwas mit der Kleinen vor?“, grinste eine großgewachsene Brünette. Johanna war ja noch nicht in ihrem Coco-Outfit, sie stand immer noch wie ein braves Mädchen verschüchtert im Raum wie eine Kundin, die sich komplett verirrt hatte.
„Schaut euch einfach um, Mädels! Ich hab noch was zu klären“, entgegnete die Ladeninhaberin freundlich. Die drei verteilten sich sogleich im Raum, nicht ohne neugierig immer wieder zu den beiden am Tresen zu lugen.
Mit gesenkter Stimme murmelte die Chefin weiter. „Für alle Spielzeuge hier müssen die Kunden natürlich extra zahlen, also keine Bange.“
Johanna war nicht gerade überzeugt.
Madeleine machte daher noch einen Vorschlag. „Wenn du dich damit wohler fühlst – wir müssen ja nicht gleich mit drei Kerlen starten. Was hältst du von weiblicher Kundschaft? Wenn ein paar Mädels mit dir herumspielen, hmmm?“
Die kleine Schlampe fühlte sich zunehmend weichgekocht. Ergeben nickte sie zum letzten Angebot, um nicht unhöflich zu sein. Du meine Güte, auf was ließ sie sich da nur gerade ein?
Handschlag – damit war es besiegelt. Jetzt gab es kein Zurück mehr.
Zufrieden lächelte Madeleine sie an und nickte den anderen drei Kundinnen scheinbar verschwörerisch zu. „Mädels, habt ihr vielleicht Lust auf eine besondere Erfahrung? Möchtet ihr mit der Kleinen hier ein bisschen im Hinterzimmer herumspielen? Ein bisschen Abwechslung von euren Männern zuhause? In einem Schulmädchenkostüm?“
Johanna blickte entsetzt hinter sich. Das ging ja wahnsinnig schnell. Die drei Frauen strahlten sofort und waren im Nu zur Stelle. Das Mädchen war umringt und wurde begutachtet und getätschelt. Wie eine Viehbeschau.
„Süß, schönes Frischfleisch für meine Krallen!“
„Die kleine Fotze ist aber mutig, wenn wir sie durchnehmen dürfen.“
„Mit ihren prallen Titten darf ich als erstes herumspielen!“
Oje! Der Deal stand. Sie war nun HANNA, die freche Schülerin, die Probleme in der Schule gemacht hatte und gleich eine ordentliche Straflektion von ihren Lehrerinnen bekommen würde.
Ohne Widerworte wurde sie nun in die Umkleide geführt, wo die Chefin überwachte, dass sie sich brav umzog und auch ihre weiße Mädchenunterwäsche anbehielt. Zitternd zog sie ihr Kostümchen an und ignorierte den unübersehbaren Lustfleck in ihrem Slip, den Madeleine ebenfalls sehr zufrieden zur Kenntnis nahm. „Sehr gut, mein Schatz, du bist immer einsatzbereit. Das lobe ich mir!“
Beschämt machte Johanna weiter. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie entsetzt, wie die drei Frauen verstohlen abklatschten und sich ein paar verruchte Gummi- und Latex-Dominakostüme zusammensuchten. Das war ein abgekartetes Spiel zwischen der Chefin und den drei Frauen. Die waren nicht aus Zufall hier. Gemeinheit!
Und sie suchten fleißig Spielzeug zusammen: Umschnalldildos aller Art, Nippelklemmen, verschiedene Peitschen, glitzernde Metallrädchen mit spitzen Nadeln.
Johanna schluckte und ergab sich notgedrungen ihrem Schicksal. Zumindest wurde sie diesmal nicht gleich mit verbundenen Augen ins Hinterzimmer geführt. So konnte sie erstmals einen Blick hineinwerfen. Die Tür tat sich auf, als sie von Madeleine hineingeführt wurde:
ein pechschwarzer, von allen Seiten gepolsterter SM-Raum, wie aus einem Klischee! Mit Andreaskreuz, einer Liege mit Schnallen, eine Art Sattel, Ketten die von der Decke hingen, lauter merkwürdige Sachen hier. Das also hatte Madeleine die ganze Zeit vor ihr versteckt!
Sie wünschte sich, jetzt einen Rückzieher machen zu können – doch es war zu spät… Aus dem Verkaufsraum hört sie das vorfreudige Kichern und beinahe gehässiges Lachen der vermeintlich braven Hausfrauen, die sich bereitmachten.
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