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Chapter 11
by
Sordisi
What's next?
Überraschende Erkenntnisse bei Schultz und Parallen.
Im Haus der **** Schultz war es ebenfalls Frühstückszeit, allerdings etwas ausgiebiger als bei den Müllers. Alle vier saßen am großen Küchentisch.
Detlef Schultz stocherte missmutig in seinem Rührei herum. Der bullige Busfahrer mit dem grauen Stoppelbart seufzte schwer.
„Schon wieder Wechselschichten nächste Woche. Drei Tage hintereinander. Ich sehe euch kaum noch. Wenn das so weitergeht, erkenne ich meine eigene **** bald nicht mehr wieder.“ Er warf einen langen Blick zu seiner Frau.
Barbara Schultz saß ihm gegenüber, wie fast immer munterer für bei dieser frühen Stunde. Sie trug enge schwarze Spitzen-Pants, die ihren knackigen Hintern betonten, und ein enges, bauchfreies schwarzes T-Shirt ohne BH. Ihre Brustwarzen zeichneten sich deutlich unter dem dünnen Stoff ab.
„Jetzt werd nicht gleich melodramatisch, Detlef“, sagte sie mit ihrer fröhlichen, etwas scharfen Tanzlehrerinnen-Stimme.
„Du weißt doch, wie das läuft. Die Schichten sind nun mal so.“
Vanessa, bereits in ihrer Zahnarzthelferinnen-Uniform, stocherte in ihrem Joghurt. Die Uniform saß deutlich lockerer als noch vor wenigen Monaten. Durch Stress und Gewichtsverlust war ihre Oberweite von einem vollen C- auf ein kleineres B-Körbchen geschrumpft. Mit dem strengen kleinen Dutt wirkte sie eher wie eine Achtzehnjährige als wie eine Zwanzigjährige.
Lukas hingegen aß ruhig sein Brot, den Blick auf sein Handy gerichtet.
„Kannst du nicht mal mit deinem Chef reden, Papa?“, fragte er nüchtern. „Oder wenigstens die Wochenenden regelmäßig freibekommen? Wäre für alle entspannter.“
Detlef brummte nur. In Gedanken war er ganz woanders. *Verdammt, sie sieht immer noch so gut aus. Diese enge Schlüpper… dieser flache Bauch… Ich will endlich mal wieder richtig mit ihr schlafen. Nicht nur schnell zwischen zwei Schichten. Richtig. Lange. So wie früher.* Er warf Barbara einen sehnsüchtigen Blick zu, den sie jedoch nicht so zu bemerken schien.
Barbara beugte sich vor, um sich Kaffee nachzuschenken, wobei ihr T-Shirt noch etwas höher rutschte.
„Vanessa, du isst ja kaum etwas. Schon wieder“, bemerkte sie mit leichter Sorge. „Du hast schon wieder abgenommen, Kind. Das ist nicht mehr gesund.“
Vanessa zuckte mit den Schultern und antwortete mit müder Stimme:
„Stress auf der Arbeit.“ Sie stocherte weiter im Joghurt. „Mein Freund benimmt sich wie ein alter Ehemann. Immer dieselbe Routine. Immer dasselbe. Ich hab jetzt schon keine Lust mehr. Mit zwanzig so zu leben? Als wären wir schon verheiratet und hätten nichts mehr zu erwarten.“
Lukas hob kurz den Blick von seinem Handy.
„Dann sag ihm das doch einfach. Statt hier rumzujammern. Du dumme Nuss."
Vanessa warf ihrem Bruder einen eisigen Blick zu.
„Ach, halt die Klappe. Nicht jeder plant so militärisch wie du.“
Barbara lachte leise und warf ihrer Tochter einen spöttischen Blick zu.
„Na, da spricht die große Romantikerin. Aber vielleicht solltest du wirklich mal mit ihm reden, bevor du nur noch Haut und Knochen bist.“
Detlef sagte nichts dazu. Er sah weiterhin seine Frau an, wie die Brüste sich unter dem engen Shirt bewegten.
Die Stimmung am Frühstückstisch besserte sich aber langsam. Detlef lehnte sich zurück, trank einen Schluck Kaffee und schien für einen Moment seine Schichtprobleme zu vergessen.
Vanessa schob ihren Joghurt endgültig von sich.
„Ich hab übrigens nächste Woche einen Termin bei Sophie Müller“, sagte Vanessa in die kleine Pause hinein und ihre Miene hellte sich merklich auf. „ Rücken und Nacken. Ich freu mich richtig drauf.“
Lukas hob den Kopf und grinste schief.
„Ach was. Brauchst du neuerdings Massagen und Streicheleinheiten? Bekommst du von deinem Stecher nicht genug davon?“
Vanessa warf ihm einen spöttischen Blick zu.
„Doch, schon. Aber es gilt auch: Mal raus aus der Routine. Ich hab keine Lust auf immer dasselbe Gefummel und so, mit zwanzig schon durch ? Oder was? Sophie ist super. Sie hat gute Hände und nimmt sich richtig Zeit.“
Detlef nickte langsam und brummte zustimmend.
„Ja, mach das ruhig, Vanessa. Besser, du probierst jetzt ein bisschen was aus, als dass du später mal bereust, es nicht getan zu haben.“
Barbara, die gerade ihre Tasse zum Mund führen wollte, kicherte plötzlich leise.
„Das ist ja eine schöne Vorstellung. Die Müllers und die Schultzens tauschen die **** aus. Wie nett.“
Lukas runzelte die Stirn. „Wie meinst du das denn jetzt, Mama?“
Vanessa zog die Augenbrauen hoch. „Tauschen die **** aus? Klingt irgendwie komisch, Mama.“
Detlef sah seine Frau spöttisch an. „Ja, erklär uns das mal genauer, Barbara.“
Barbara blinzelte, als ihr erst jetzt bewusst wurde, wie ihre Worte angekommen könnten. Sie stellte die Tasse ab und lachte überrascht auf, mit einem verschmitzten Funkeln in den Augen.
„Oh Gott, so war das gar nicht gemeint!“, sagte sie und hob die Hände. „Ich meinte nur… na ja, Marvin geht hier ständig ein und aus und Vanessa geht jetzt zu den Müllers. Wie ein kleiner Austausch. Ganz harmlos.“
Sie machte eine kurze Pause, dann konnte sie sich ein freches Grinsen nicht verkneifen.
„Obwohl… wenn man es böse interpretieren wollte… klingt es fast nach Partnertausch oder so... Die **** der einen **** bei den Eltern der anderen…“
Vanessa starrte ihre Mutter mit großen Augen an.
„Mama! Ernsthaft?“ feixte sie. „Also wirklich … Sex mit Müllers? Darauf wäre ich von allein nie gekommen.“ Sie machte eine kleine dramatische Pause und fügte dann mit einem Lächeln hinzu: „Aber jetzt, wo du es sagst… vielleicht sollte ich tatsächlich mal drüber nachdenken.“
Barbara lachte laut auf, sichtlich überrascht von der frechen Antwort ihrer Tochter.
„Na sieh mal einer an! Wer wird denn da plötzlich mutig?“
„Was denn? Du hast doch angefangen. Und wenn wir schon darüber reden… dann solltet ihr beiden vielleicht auch mal drüber nachdenken. Über die Müllers und so...meine ich.“ Sie sah abwechselnd ihre Mutter und ihren Vater an. „Wäre doch nur fair.“
Detlef grinste noch breiter und warf seiner Frau einen Blick zu. Dann spottete er.
„Tja, meine Liebe… da hat deine Tochter nicht ganz unrecht.“
Lukas lachte ungläubig. „Boah, Mama das ist ja mal eine Idee.“
Detlef schüttelte den Kopf, musste aber ebenfalls lachen. „Du hast manchmal echt… “
Barbara lehnte sich zurück, verschränkte die Arme unter der Brust und sah ihre **** mit einem spitzbübischen, leicht herausfordernden Blick an.
„Na wunderbar. Jetzt bin ich also schuld, dass plötzlich alle an Sex mit den Müllers denken.“ Sie lachte. „Ihr seid unmöglich. Aber alle miteinander.“
Vanessa war die Erste, die aufstand. Sie stellte ihre Joghurt-Schale in die Spüle und drehte sich noch einmal zum Tisch um, ein freches Grinsen im Gesicht.„Wisst ihr was? Vielleicht sollte ich meinen Termin bei Sophie Müller einfach vorverlegen. Nur so… zur Sicherheit.“ Sie zwinkerte ihrer Mutter zu. „Man weiß ja nie.“
Detlef rollte mit den Augen.
„Ja, wenn du so auf Leute stehst, die im Alter deiner Eltern sind… “
Barbara kicherte und unterbrach ihren Mann sofort mit einem amüsierten Ton:
„So so… Das soll wohl ein Angebot von dir und mir an unsere gemeinsame Tochter sein, oder wie darf ich das verstehen, Detlef?“
Lukas prustete los und verschluckte sich fast an seinem Kaffee.
„Oh Mann, Papa! Aus der Nummer kommst du nicht mehr raus.“
Vanessa lachte laut und hielt ihrem Bruder die Hand hin. Beide klatschten sich lautstark ab.
„Genau“, sagte Vanessa triumphierend. „Danke für das Angebot, Papa.“
Detlef hob die Hände.
„Hey, hey! So war das nicht gemeint!“
Doch es war zu spät. Die beiden Geschwister grinsten ihn nur breit an, bevor sie nacheinander die Küche verließen.Zuerst Vanessa zur Arbeit, kurz darauf Lukas.
Als die Haustür hinter den Kindern ins Schloss gefallen war, blieb Detlef einen langen Moment verdattert am Tisch sitzen. Er fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht und stieß einen tiefen Seufzer aus.
„Wer hat jetzt eigentlich wem was unterstellt haben zu wollen…? Herrgott nochmal… Ich meine… erst Marvin, dann Vanessa, dann Sophie und Jochen, dann Partnertausch … und plötzlich…“ Er brach ab, suchte nach den richtigen Worten. „Das ist doch verrückt, oder?“
Barbara schwieg einen winzigen Moment. Dann lächelte sie.
„Das waren doch nur dumme Sprüche, Schatz. Ein Spaß.“ Sie zögerte kurz. „Aber … Es ist schon faszinierend, wie schnell so etwas im Kopf landet, sobald man mal damit anfängt.“
Detlef sah sie an. In seinem Blick lag eine Mischung aus Verwirrung und leichter Sorge.
„Ich weiß nicht, Barbara. Manchmal frage ich mich, ob wir nicht alle langsam bekloppt werden.“
Barbara zuckte nur leicht mit den Schultern.
„Vielleicht. Oder vielleicht auch nicht.“ Sie sah ihn offen an. „Du bist doch auch nicht zufrieden. Wenn wir Sex haben, ist das zwischen zwei Schichten, du bist todmüde und so weiter. Macht dir das Spaß? Ich glaube nicht, Hase.“
Detlef antwortete nicht. Stattdessen stand er auf, trat zu ihr und zog sie in seine Arme. Er hielt sie einen Augenblick einfach nur fest, das Gesicht in ihren Haaren vergraben.
„Ich will ja auch nicht das es so ist.“, murmelte er leise.
Barbara strich ihm über den Rücken. “Ach komm, Hase… das wird schon.“
Sie küsste ihn leicht auf den Mund. „Und jetzt geh du zur Arbeit, bevor du noch zu spät kommst.“ Detlef nickte schwer, gab ihr einen letzten Kuss und griff nach seiner Tasche.
„Fahre 100 aber rase nicht!“ grinste sie.
„ Du meine Güte…“ lachte Detlef. „ was fürn Spruch…“
Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, blieb Barbara allein in der Küche zurück. Sie stand noch eine Weile reglos da und starrte auf den leeren Tisch.
Parallen.
Während Barbara Schultz alleine in ihrer Küche stand saß Sophie Müller einige Häuser weiter am selben Morgen in ihrem stillen Wohnzimmer.
Sophie hatte sich einen frischen Kaffee eingeschenkt und dachte über den Verlauf dieses Morgens in ihrer eigenen **** nach.
Natürlich war die Stimmung heute Morgen in der Küche verhalten gewesen. Schließlich war erst vor wenigen Stunden etwas Ungeheuerliches passiert: Sie hatte mit ihrem eigenen Sohn geschlafen. Und nur wenige Stunden später hatte sie mit Jochen im Ehebett gelegen und ihm von Gruppensexfantasien erzählt, inklusive Barbara und Vanessa Schultz.
Ihre beiden Männer hatten sie heute Morgen beide auf ihre eigene Art angesehen. Jochen offen und besitzergreifend. Marvin verstohlen, aber nicht weniger hungrig. Und sie selbst hatte es genossen. Sie hatte bewusst mit ihrem Körper gespielt, hatte sich länger als nötig gestreckt und den Morgenmantel lockerer gebunden als sonst.
Sophie schaute aus dem Fenster. In ihrer **** herrschte eine hochkomplexe, stille Spannung. Jochen war voller neuer, aufregender Fantasien und ahnte nichts von dem, was wirklich vor sich ging. Marvin trug das Geheimnis der Nacht mit seiner Mutter mit sich herum und sie spürte, dass er mehr davon wollte. Und sie selbst stand genau dazwischen: die liebevolle Ehefrau und die Frau, die mit ihrem eigenen Sohn ein gefährliches Geheimnis teilte.
Sie fragte sich, wie lange dieses fragile Gleichgewicht noch halten würde.
Und Barbara Schultz? In ihrer Küche? Dachte ebenfalls über den Morgen nach. Dort war es laut, lebendig und voller kleiner Reibereien gewesen. Detlef hatte über seine Schichten gemeckert, Vanessa hatte frech auf die Neckereien ihres Bruders reagiert, und sie selbst hatte die Stimmung mit spitzen, aber liebevollen Bemerkungen aufgelockert. Die **** hat sich überraschende Erkenntnisse geliefert.
Zwei Familien, nur wenig voneinander entfernt. Und völlig unterschiedlich.
Sophie konnte nicht wissen, wie der Morgen bei den Schultzens abgelaufen war. Und Barbara konnte nicht wissen, welche elektrisierende und gefährliche Spannung gerade im Haus der Müllers herrschte.
Die Dinge begannen sich zu verändern.
Und ein Teile von ihnen konnte es kaum erwarten zu sehen, wohin diese Veränderungen sie noch führen würden.
( Rückmeldungen sind ausdrücklich erwünscht zu dem Text. :) )
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