Chapter 15 by ThormGravis
Was sieht Remy?
Remy sieht etwas, das sie nicht glauben kann
Remy drehte sich herum und erstarrte mitten in der Bewegung, als ihr Blick auf eine unförmige Kontur fiel, die im Halbdunkel der Badezimmertür stand. Offenbar war die massige Gestalt, die für ihre Größe viel zu kurze Beine, dafür aber einen riesigen Rumpf besaß, gerade aus dem Bad gekommen und stand nun im Halbdunkel des Türrahmens, den sie fast vollständig ausfüllte. Im ersten Augenblick nahm Remy an, ein Einbrecher hätte sich Zugang zu ihrer Wohnung verschafft. Die junge Ärztin trat instinktiv einen Schritt zurück, stieß gegen den niederen Wohnzimmertisch und hätte beinahe das Gleichgewicht verloren. Der Gedanke, um Hilfe oder nach der Polizei zu schreien, schoss ihr durch den Kopf, doch sie tat es nicht. Ebenso wenig rannte sie in Schlafzimmer, um sich dort vor dem Eindringling zu verbarrikadieren.
Für einige Momente, in denen sich jeder Herzschlag zu einer Ewigkeit auszudehnen schien, starrte Remy auf die seltsame Gestalt, die im Türrahmen verharrte. Vielleicht waren es die seltsamen Proportionen zwischen breitem, fülligen, taillenlose Rumpf und kurzen, dicken Beinen, vielleicht auch der über große, halslose Kopf: Remy konnte es nicht sagen, doch sie war sich sicher, dass es sich um keinen gewöhnlichen Einbrecher handelte. So wenig sie es auch verstand, war ihr diese Gestalt auf eine seltsame Weise doch irgendwie vertraut.
Dann trat dieses Etwas, das sie vom Badezimmer her ebenso ruhig gemustert hatte, aus dem Halbdunkel des Türrahmens ins Wohnzimmer. Remys Augen weiteten sich vor Überraschung und sie zweifelte für einen kurzen Moment an ihren eigenen Sinnen: Nur wenige Meter vor ihr stand der riesige, klobige Plüschbär, der bis vor kurzem noch in ihrem Schlafzimmerschrank gesessen und ihr Kokain-Versteck bewacht hatte. Die schöne Ärztin fuhr sich mit den Fingern über die Augen, dann schüttelte sie den Kopf, doch das Bild des Bären verschwand nicht. Hatte sie eine Halluzination durch die ****? Nein, Koks verursachte niemals solche Effekte bei ihr und schon gar nicht solch klare. Sicher, war dies eine surreale Szene, doch sie wirke real und hatte Struktur, anders als ein wilder, chaotischer Drogenrausch. Andererseits stand und ging dort ein Riesen-Teddybär, der sonst nicht einmal aufrecht sitzen konnte, ohne irgendwo angelehnt zu werden.
Unwillkürlich machte Remy einen weiteren Schritt zurück, als sich der Bär - ihr Bär - näherte. Das Gesicht des Plüschdings verzog keine Miene, aber dennoch hatte Remy das Gefühl, aufmerksam gemustert zu werden. Und sie kannte diese Art Blick, der sehr sorgsam, ja beinahe schon genussvoll über ihren Körper glitt: über die langen, superschlanken Beine, die Wespentaille, den zierlichen Oberkörper mit den schmalen Schultern, ihr schönes Gesicht. Vor allem aber über ihre prallen, runden DD-Körbchen, die der Bär so intensiv musterte, als seien sie neu für ihn - was sie schließlich ja auch waren, wie Remy eingestehen musste.
Es dauerte einen Moment, bis sie realisierte, dass sie zwar einen String trug, aber nicht ihre Brüste verhüllte. Instinktiv hielt sie sich in einem selten Anflug von Scham ihre Hände vor ihre große Oberweite. Das Gesicht des Bären durchlief keine fassbare Änderung, aber dennoch hatte Remy das deutliche Gefühl, er würde amüsiert grinsen. Seine Augen wirkten hingegen auf Remy als hätten sie einen gierigen Glanz bekommen.
Remy wisch einen weiteren Schritt zurück und konnte keinen klaren Gedanken fassen, geschweige denn entscheiden, wie sie sich in dieser seltsamen Situation verhalten sollte. Der Bär kam weiter hinter ihr her und bewahrte auf seinen kurzen, runden Stummelbeinen die Distanz. Als er den Wohnzimmertisch erreicht hatte, beugte er sich herunter und griff nach Remys Zigaretten. So sehr sich die heiße Ärztin auch bemühte, konnte sie nicht erkennen wie der Plüschriese es anstellte, doch irgendwie gelang es seinen fingerlosen Pranken eine der Zigaretten aus der Schachtel zu fischen und sie anzuzünden. Ohne den Plüschmund zu öffnen, zog er am Klimmstängel und die spitze flammte kurz auf. Scheinbar tief inhalierend zog der lebendig geworden Teddybär am Filter und blies im nächsten Augenblick Rauch aus.
"Was zur Hölle...", stieß Remy hervor und starrte ungläubig zu dem Plüschding hinüber. Sie war so perplex von dem, was sie gerade erlebte, dass ihre Hände von ihren Brüsten glitten und dem Bär wieder den Blick auf ihre prallen, neuen Möpse gestattete, was dieser mit einem weiteren Zug an der Zigarette und einem Grinsen quittierte, das Remy eher auf einer intuitiven Ebene wahrnahm. Sie kapierte einfach nicht, was hier geschah. Sah sie wirklich gerade ihren Riesenplüschteddy eine Zigarette rauchen? Ihren f***ing Plüschbär, der seit zwei Jahren in ihrem Kleiderschrank saß? Für einen kurzen Augenblick fragte sich Dreizehn, ob sie einem Streich von Freunden zum Opfer fiel, doch wie sollte das funktionieren? Steckte einer ihrer Bekannten in einem Kostüm? Doch wie hätte er unbemerkt mit einem solch riesigen Kostüm, das ihrem Bären exakt glich, unbemerkt in ihre Wohnung kommen können?
Den Plüschbär schien Remys Ratlosigkeit zu amüsieren. Ungeniert starrte das Ungetüm auf ihre nackten, prallen Brüste, zog an der Kippe und griff dann sogar zum Bier, das Remy auf dem Tisch hatte stehen lassen. Mit einer Remy abermals überraschenden Geschicklichkeit packte das Ding vor ihr die Flasche, setzte sie an die dünne Naht, die seinen geschlossenen Mund bildete und trank. Das Bier verschwand irgendwie in seinem Inneren, ohne den Stoff um die nicht vorhandenen Lippen übermäßig zu benetzten. Dann rülpste das Stoffungetüm und wischte sich mit dem Handrücken den Mund ab.
Remy schüttelte den Kopf. Sie konnte einfach keine plausible Erklärung für das Geschehen finden. Sofern sie sich nicht in einem Halloween-Film befand, konnte es nicht sein, dass ein Plüschbär ging, rauch, soff und sogar rülpste. Seine Augen waren auf Remys Körper gerichtet und die heiße Ärztin hätte schwören können, ein lüsternes Funkeln zu erkennen. Und nun kam das riesige Stoffungeheuer auf seinen kurzen Beinen näher.
Wie reagiert Remy? Was tut der Bär?
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Remy Hadley
Eine Geschichte aus einem alternativen Universum
Hier haben wir eine kleine Geschichte über die fiktive Figur der Remy Hadley, bekannt aus der Serie Dr.House, gespielt von Olivia Wilde. Es geht jedoch nicht um die Schauspielerin, sondern um besagte Figur und jene Abenteuer und Erlebnisse, die es aus Jugendschutzgründen nicht in die Fernsehserie geschafft haben. Es darf durchaus etwas satirisch zugehen oder Geschehnisse aus der Serie parodieren. Immerhin handelt es sich hierbei um reine Fiktion.
Updated on May 31, 2023
by ThormGravis
Created on Apr 7, 2016
by ThormGravis
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