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Chapter 8 by ThormGravis
Eine gute Frage von Lara. Was hat Mister Kurz vor?
Das Ringen um Laras Verstand
Das Licht, das aus den Fingern von Mr.Kurz strömte, blieb für einige Augenblicke bestehen und formte seltsame Zeichen und Symbole, die Lara niemals zuvor gesehen hatte. Nur sehr langsam verblassten sie, so dass das erste Zeichen noch recht gut sichtbar war, als der Zwerg schon gut zwanzig in die Luft gemalt hatte. Laras Neugier war geweckt und zudem verspürte sie ein seltsames Verlangen, sich die Zeichen gründlich anzusehen. Lara benötigte einen Augenblick, bis sie begriff, dass dieser Wunsch nicht aus ihrem Inneren stammte, sondern von Außen kam, vielleicht sogar von den Zeichen selbst. Trotz dieser Erkenntnis war es ihr nicht möglich, den Kopf wegzudrehen. Sie versuchte, ihre Augen zu schließen, schaffte es aber nur, zweimal kurz zu blinzeln, dann wandte sie ihre ganze Aufmerksamkeit wieder den roten Symbolen aus Licht zu.
"Ich höre keinen Scherz mehr von ihnen, Miss Croft", bemerkte Mister Kurz mit nicht zu überhörender Selbstzufriedenheit in der Stimme. Er grinste und legte eine kurze Pause ein. Die Zeichen brannten schwebend vor Laras Augen.
Für einen kurzen Moment überlegte die schöne Archäologin, ob der kleine Kerl fertig war, nur eine Pause machte die zum Ritual gehörte, oder abgelenkt war. Es fiel ihr jedoch schwer, einen klaren Gedanken zu fassen, denn ihr Geist fokussierte sich weiterhin auf die mystischen Symbole. "Entschuldige, ich habe mich auf dein kleines Lichtspiel konzentriert. Du musst wissen: Ich habe eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne", konnte Lara schließlich erwidern, doch sie merkte selbst, dass die Worte langsam und träge aus ihrem Mund kamen. So verfehlte der Witz seine Wirkung und weder Mr. Langer nach Mr. Speck lachten über ihre Anspielungen auf die Körpergröße ihres Anführers. Laras Zunge fühlte sich schwer an. Es bereitete ihr Mühe, Worte zu formen.
"Ihre Eloquenz hat wohl nachgelassen, Miss Croft", stellte Mister Kurz fest und machte eine Aufgepasst-Geste, "Hof-fentlich geht es ihnen gut." Er betonte das Hof überdeutlich und malte sogar Anführungszeichen in die Luft. Dabei blickte er Lara und seine beiden Gefolgsleute erwartungsvoll an. Mister Langer und Mister Speck wechselten einen schnellen Blick, dann zuckten beide ahnungslos mit den Achseln, um ihrem Boss zu verdeutlichen, dass sie seine Anspielung nicht verstanden hatten. Mister Kurz gab ein ärgerliches Geräusch von sich und erklärte dann: "HOF-fentlich. Hof: Na, kapiert?"
"Nein", gestanden Mister Langer und Mister Speck gleichzeitig und senkten beschämt den Blick.
"H-o-f.... ach verdammt. Hoffentlich beginnt Hof und dieses Tittenwunder hier heißt >Croft<. Croft ist englisch für Hof. Man könnte es sogar Hof-endlich betonten, um die Endlichkeit von Miss Croft zu unterstreichen. Ein Wortspiel. Na, gecheckt.?"
"Ähm... jaaa…", erwiderte Mister Langer, klang aber wenig begeistert und hoffte sicher, dass er sich damit weitere Erklärungen und Nachfragen sparte.
"Nö", gestand Mr. Speck und schüttelte den Kopf.
"Ach, ihr Banausen. Jedes kunstvolle Wortspiel ist bei euch doch nur Perlen vor die Säue." Mister Kurz winkte verärgert ab und widmete sich wieder Lara. "Wo war ich? Ach ja..." Dann setzte er seine Handbewegungen fort und malte eine neue Reihe von Zeichen unter die langsam verblassenden.
Lara hatte darauf gehofft, dass die drei länger miteinander über den doch sehr an den Haaren herbeigezogenen Scherz von Mister Kurz diskutiert hätten, denn der Bann, der ihre Zunge träge machte und ihre Aufmerksamkeit auf die Zeichen zwang, war schwächer geworden. Die heiße Grabräuberin versuchte erneut, ihren Blick abzuwenden oder wenigstens ihre Gedanken auf ein anderes Thema zu lenken, doch nun, da Mister Kurz weiterzeichnete, wurde auch der Zwang wieder stärker. Ohne es zu wollen, richtete sie ihre ganze Konzentration auf die mystischen Zeichen, die vor ihr in der Luft schwebten. Ihr Willen versuchte, einen erneuten Scherz über die geringe Körpergröße ihres Gegners zu artikulieren, doch nur ein wortloses Hauchen erließ ihre Lippen, gefolgt von einem zweiten, dass... Lara erstarrte, als ihr klar wurde, dass es weniger ein Hauchen als vielmehr ein Keuchen war. Ein verdächtig nach Erregung klingendes Keuchen.
Symbol für Symbol schrieb Mister Kurz in die Luft. Und Zeichen für Zeichen brannte sich in Laras Verstand, schoben ihren Geist sachte, aber bestimmt zur Seite, umschlangen ihn, banden ihn, rangen ihn zu Boden. Lara mobilisierte ihre ganze Willensstärke und schob diese unbekannte angreifende Macht zurück, wenn auch nur ein kleines Stück. Dann stemmte sie sich mit einer verbissenen Sturheit, die bei einer Dame des alt-englischen Adels zu finden war, gegen die Einflussnahme.
Mister Kurz schien es zu spüren und er nickte anerkennend. "Beachtlich, Miss Croft. Noch niemand hat solange widerstanden. Eigentlich sollten sie schon längst übermannt sein, aber ich betrachte Schwierigkeiten als eine Herausforderung." Dabei zeichnete er mit einem Finger weitere Symbole, doch schien es ihm nun Mühe zu bereiten. Er bewegte den Finger nicht mehr so schnell und flüssig wie zuvor, sondern langsamer und träge als würde er gegen einen unsichtbaren Widerstand ankämpfen. Seine Augen weiteten sich vor Zorn. "Das ist doch nicht möglich...", geiferte er voll ungläubiger Wut. Dann wandte er sich an Mister Speck und nickte ihm zu.
Der fette Hüne ließ Laras Oberarme, die mittlerweile schlaf herunterhingen, los und packte der heißen Archäologin stattdessen von hinten grob an die großen Brüste. Seine wulstigen Finger gruben sich genüsslich in das pralle Fleisch von Laras perfekt geformten Globen. Der Fettwanst grunzte vor Gier und sabberte Lara unkontrolliert auf die Schulter. "Große Brüste", keuchte er voller Erregung und knetete sie härter. Seine Finger drückten gegen ihre Nippel und verdrehten sie. "Brüste", grunzte er abermals.
"Ja, hast du messerscharf erkannt, Speck", stimmte ihm Lara zu, die mittlerweile ihre Stimme wiedergefunden hatte. Auch wenn ihre Zunge noch schwer war und ihre Worte nicht so höhnisch klangen wie sie es beabsichtigt hatte, war es doch ein Anfang. Vielleicht störte es andere Frauen in ihrer Konzentration, wenn ein widerlicher Kerle ihre Titten bearbeitete, doch Lara hatte sich über die Jahre daran gewöhnt. Jeder Gegner, der die Gelegenheit dazu bekam, packte ihr an die Brüste. Es war quasi schon zur Normalität geworden.
"Das kann doch nicht wahr sein", fluchte der Zwerg und spuckte dabei unkontrolliert um sich. Dann riss er sich zusammen und krempelte sich die Ärmel hoch. "Na gut, Miss Croft, dann wollen wir mal sehen." Er starrte sie finster an und fuhr mit seinen Fingerzeichnungen in der Luft fort. Schweiß bildete sich auf seiner Stirn, als er gegen Laras Willen ankämpfte.
Nur ein kleiner Funken von Laras Bewusstsein war in der Lage, die Reaktionen auf ihren Kommentar wahrzunehmen, der Rest war bereits überwunden oder verzweifelt damit beschäftigt, Mister Kurz aus ihrem Hirn fernzuhalten. Was immer diese Symbole dieses kleinen Bastards bewirken sollten: Es war sicherlich nichts, was sich Lara wünschte. Sie bemühte sich die Augen zu schließen, um die roten Zeichen nicht mehr sehen zu müssen, doch ihre Lider versagten weiterhin den Dienst - ebenso wie ihren Nacken, der den Kopf nicht fortdrehen konnte. Lara hoffte inständig, dass es den Zwerg genauso viel mentale Kraft kostete wie sie für ihren Widerstand benötigte. Auch wenn sie nicht schwitzte, so war die Anstrengung, die ihre Verstand leistete, nicht geringer. Sie fühlte wie ihr Wille immer weiter zurückgeschoben und betete dafür, dass Mister Kurz ihre zunehmende Schwäche nicht ebenfalls spürte.
Die Hände von Mister Speck bearbeiteten ihre prallen Brüste voller Gier weiter und er rieb seine Beule grunzend an ihrem prallen, heißen Po, doch Lara spürte davon kaum etwas. Ihr Geist war völlig fokussiert, nur auf eine einzige Aufgabe gerichtet. Dann spürte sie wie Bilder in ihrem Verstand auftauchten. Sie sah sich selbst wie sie vor einem Lagerfeuer auf dem Rücken lag und von einem wolfsartigen Ungeheuer gefickt wurde. Gleichzeitig wurde ihrem geistigen Auge gezeigt wie sie inmitten eines Kreises aus bunt geschminkten Männern kniete und ihnen reihum die Schwänze lutschte. Dann tauchte eine Frau auf, die ab der Hüfte abwärts den Leib einer Schlange besaß, den sie um Lara schlang. Es waren Szenen, die nicht aus ihrer eigenen Erinnerung stammten. Sie wurden ihr von außen gezeigt, in ihren Verstand hineingeschwungen. Sie stöhnte, auch wenn sie nicht wusste weshalb. Hatte sie schon zuvor gestöhnt, ohne sich daran erinnern zu können?
Lara spürte zu spät, dass ihr Verstand begann sich auf diese Bilder zu konzentrieren. Als sie ihn wieder zurückwenden wollte, um ihre Verteidigung zu stärken, war es zu spät. Wie eine Woge brannte die Macht der seltsamen Symbole über ihren Geist hinein. Laras letzter Willen zum Widerstand wurde wie von einer Flut hinweg gespült. Dann waren die Zeichen nicht mehr in der Luft vor ihren Augen, sondern in ihrem Kopf selbst, leuchteten stärker als zuvor und selbst die bereits verblassten Symbole waren wieder klar und deutlich. Lara gelang es mühelos die Augen zu schließen, doch es änderte nicht. Sie sah die Zeichen weiterhin.
Mister Kurz grinste zufrieden. "Wer hätte das gedacht?" verkündete er triumphierend und ließ dabei keinen Zweifel daran, dass er sich sicher gewesen war. "Die große Lara Croft - bezwungen von einem Zwerg, seiner Magie nun völlig ausgeliefert, ihr Geist in meiner Faust, gehalten wie eine Hündin an der kurzen Leine. Besiegt, beherrscht... warum grinst ihr beiden so blöd?" wandte er sich an seine beiden Kumpane.
"An der >kurzen< Leine", zitierte Mr. Langer und versuchte sein Lächeln zu unterdrücken.
"Ach, ihr könnt mich mal." Ärgerlich winkte Mister Kurz ab. Seine beiden hirnlosen Handlanger konnten ihm vielleicht seine Triumphrede zerstören, aber dass änderte nichts daran, dass Lara Croft - zumindest vorübergehend - ihm gehörte. Er leckte sich die Lippen und gedachte diese Situation schamlos auszunutzen.
Was machen Mister Kurz und seine Handlanger?
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Lara Croft
Die nicht jugendfreien Abenteuer einer Grabräuberin
Wer hat nicht von ihr gehört? Lara Croft, die Actionlegende, die Grabräuberin. Doch aus Gründen der Altersfreigabe und somit der Umsätze verschweigen uns die Computer-Spiele, Comics und Filme uns seit jeher jene Abenteuer der Actionheldin, die keine Jugendfreigabe erhalten würden. Hier können wir hingegen Zeugen ihrer mehr oder weniger freiwilligen und heldenhaften Abenteuer für die erwachsene Leserschaft werden.
Updated on Apr 4, 2024
by ThormGravis
Created on Apr 9, 2016
by ThormGravis
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