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Chapter 7 by ThormGravis
Wie reagiert Lara? Was geschieht als nächstes?
Lara und die drei Einbrecher
Lara konnte aus den Augenwinkeln erkennen, dass es sich bei dem Mann, der ihr die Waffe an den Hinterkopf hielt, um den großen, schlaksigen Kerl handelte. Woher zur Hölle war der nun wieder aufgetaucht? Der Typ musste sicher 2,20 Meter oder noch größer sein. So jemand konnte sich doch nicht einfach verstecken und hinter ihr auftauchen, ohne dass sie davon etwas mitbekam. Die Archäologin schüttelte verärgert den Kopf. Irgendetwas ging hier nicht mit richtigen Dingen zu.
Lara spielte für einen kurzen Augenblick mit dem Gedanken, einen schnellen Gegenangriff zu starten. Vielleicht würde es ihr gelingen, die Waffe mit einer flinken Bewegung zur Seite zu schlagen und ihrerseits einen gezielten Schuss abzugeben. Auch wenn der dürre Riese mit dem eingefallenen Gesicht nicht sonderlich clever oder gewandt wirkte, stellte ein solcher Überraschungsangriff natürlich auch für die sexy Grabräuberin selbst ein nicht zu verleugnendes Risiko dar. Adrenalin pumpte durch Laras Venen und allein der Nervenkitzel schien es für einen Moment wert zu sein, diese Gefahr zu akzeptieren...
Laras schlanker Körper spannte sich an, doch dann gewann ihre Vernunft die Überhand. Nein, sicherlich gab es eine bessere Methode. Langsam hob sie beide Hände und richtete die Mündung ihrer Desert Eagle nach oben. Auf das nicht unerwartete Kommando "Fallen lassen" sicherte Lara die Waffe und ließ sie über ihren Abzugsfinger herabgleiten. Für einen kurzen Augenblick glänzte das Metall der Pistole im Fall, dann schlug die Desert Eagle auf den Boden.
"Gute Entscheidung", gratulierte der schlaksige Riese. Seine Stimme war so langsam und träge wie er selbst. Mit einem Tritt schob er die fallengelassene Pistole quer durch den Raum außer Reichweite der Archäologin. Der fette Mister Speck grunzte nur und starrte weiter auf Laras pralle, nackte Brüste.
"Und was machen wir jetzt?" fragte Lara mit einer Beiläufigkeit mit der man sich auch nach dem Wetter erkundigte. "Und wie heißt du überhaupt? Ich tippe mal auf Mister Tall…" lächelte sie und drehte den Kopf leicht zu dem Riesen zurück, in der Hoffnung eine Reaktion zu provozieren, damit sie ihn besser einschätzen oder vielleicht sogar überrumpeln zu können.
"Mr. Langer", stellte sich der dürre Kerl mit seltsam unbeteiligter Stimme vor, "und wir werden nun..."
"Schluss mit dem netten Smalltalk", unterbrach ihn der Kleinwüchsige, der sich unter Fluchen und Keuchen aus der zersplitterten Vitrine hochkämpfte und mit hochrotem Kopf zu den anderen hinüberstapfte. Dann stellte er sich vor Lara auf einen Stuhl, so dass er ihr nun gut in die Augen (und auf die massiven, prallen Brüste) sehen konnte. Er wirbelte mit dem Zeigefinger durch die Luft und wirkte in dieser klamaukigen Pose noch witziger als zuvor. "Das wirst du noch bereuen, Fräulein. Niemand tritt Mister Kurz, ohne dafür zu bezahlen... warum grinst du denn so?"
"Entschuldige", antwortete Lara mit ernstem Blick, doch ihr Mundwinkel zuckte ein wenig vor Belustigung. "Aber du wirst zugeben müssen, dass ihr drei schon recht drollige Namen habt. Seid ihr aus dem Zirkus ausgebrochen?"
"Oh wie lustig..." Seine Miene verriet, dass er keineswegs amüsiert war. Dann schoss seine Faust vorwärts und traf Laras Magengrube. Die schöne Archäologin krümmte sich und taumelte einen Schritt zurück. Sie ächzte und rang einen kurzen Moment nach Atem. Lara hatte schon häufig Schläge in Kämpfen einstecken müssen und war nicht zimperlich, doch sie musste zugeben, dass sie dem lächerlichen Kerlchen eine solche immense Kraft nicht zugetraut hatte. Mr. Langer packte Laras berühmten Zopf und zerrte sie wieder vorwärts und nach oben. "Na, ist der kleine Mann noch immer so amüsant?" wollte Mr. Kurz wissen und forderte: "Entschuldige dich bei mir, Fräulein. Sofort."
"Entschuldige", begann Lara und lächelte dann kühl, "aber ich habe dir gerade nicht richtig zugehört. Ich dachte gerade über einen Witz nach. Kennst du ihn: >Kommen zwei Liliputaner in eine Bar. Sagt der eine..." Wieder keuchte Lara, als die Faust von Mr. Kurz sie noch härter als zuvor in den Magen traf, doch diesmal rechnete die schöne Archäologin mit dem Angriff. Sie machte zwei Schritte zurück, atmete den Schmerz so gut es ging weg und lächelte gequält. "Okay, offenbar magst du keine Witze", räumte sie trocken ein, "vielleicht war unser Zusammentreffen auch nur unglücklich. Wollen wir nochmal von vorne beginnen und einen Kurzen zusammen trinken?"
Mr. Speck grunzte vor Lachen und auch Mister Langer grinste amüsiert, doch das Gesicht von Mr. Kurz lief puderrot an. Für einen Moment glaubte Lara, er würde gleich explodieren, doch dann beherrschte sich der kleine Mann. "Na gut, Croft, ganz wie du willst..." Seine Stimme brodelte vor Wut. "Du bist ja so lustig und überlegen..."
"...und ich kann ohne Hocker in den Badezimmerspiegel sehen...", unterbrach Lara und hoffte, den kleinen Kerl weiter provozieren zu können. Offensichtlich hatte er hier das Sagen und die beiden anderen waren einfach zu überlistende Dummköpfe. Wenn es ihr gelingen würde, dass der Zwerg die Fassung verlor, würde das ihre Situation deutlich verbessern.
Doch Mr. Kurz tat ihr den Gefallen nicht. "Schluss damit", forderte er. "Wenn du kooperiert hättest, wäre die ganze Angelegenheit einfacher für uns alle gewesen, aber so..." Er nickte zu Mister Speck: "Mr. Langer und ich werden jetzt die Arbeit erledigen und du passt auf die kleine Schlampe auf. Wenn du dich in dieser Zeit deinen Spaß mit ihr haben willst: Nur zu. Miss Croft ist so amüsant. Da amüsiert sie sich bestimmt auch gerne." Dann wandte er sich an Lara: "Na, wie findest du das, Fräulein?"
Lara zuckte mit den Achseln. "Soll mich das jetzt schocken? Das ist für mich eine Kleinigkeit." Sie betonte das "Klein" in "Kleinigkeit" sehr deutlich und rief bei Mr. Langer und Mr. Speck abermals unterdrücktes Kichern hervor. In Wahrheit war es keine Überraschung für Lara, dass sie mit erzwungenem Sex bedroht wurde. Eigentlich gehörten solche Episoden zum normalen Alltag auf ihren gefährlichen Questen. Und wenn Mr. Kurz wirklich so dämlich sein sollte, sie mit Mr. Speck allein zu lassen, würde sie den Fettwanst sicherlich überrumpeln oder austricksen können.
Mr. Kurz stieß ein verärgertes Zischen hervor, dann befahl er: "Mister Speck, halt das Miststück fest." Der dicke Kerl trat hinter die hieße Archäologin und packte mit seinen groben Pranken Laras zierliche Oberarme. Sein Griff fühlte sich wie ein Schraubstock an. Der kleine Kerl blickte Lara tief in die Augen und machte seltsame Bewegungen mit seinen Fingern.
"Führst du mir jetzt einen Zaubertrick vor?" fragte Lara mit gespielter Langeweile. "Bist du etwa ein Kleinkünstler?" Wieder kicherten Mr. Langer und Mr. Speck, doch der Zwerg ließ sich nicht in seiner Konzentration stören. Zu Laras Überraschung begannen jedoch dunkelrote Fäden aus dumpfen Licht aus den Fingern zu entspringen, mit deren Hilfe Mr. Kurz mystische Symbole in die Luft zeichnete. "Was zur Hölle wird das?" entfuhr es der überraschten Grabräuberin.
Eine gute Frage von Lara. Was hat Mister Kurz vor?
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Lara Croft
Die nicht jugendfreien Abenteuer einer Grabräuberin
Wer hat nicht von ihr gehört? Lara Croft, die Actionlegende, die Grabräuberin. Doch aus Gründen der Altersfreigabe und somit der Umsätze verschweigen uns die Computer-Spiele, Comics und Filme uns seit jeher jene Abenteuer der Actionheldin, die keine Jugendfreigabe erhalten würden. Hier können wir hingegen Zeugen ihrer mehr oder weniger freiwilligen und heldenhaften Abenteuer für die erwachsene Leserschaft werden.
Updated on Apr 4, 2024
by ThormGravis
Created on Apr 9, 2016
by ThormGravis
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