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Chapter 11 by Sordisi Sordisi

What's next?

Die unvorhersehbare Jessica.

Und dann lasse ich ihn schmoren.
Meinen THOMAS! Sportsfreund! Ich glaube ja nur die Hälfte von seinem Gestammel.
Ich muss mir auch erst einmal irgendetwas überlegen, wie ich ihm das heimzahlen kann.
Das mit dem "...Dirk hat etwas in mir geweckt... " ist natürlich Quatsch. Gelogen. Und außerdem…
Jetzt schlafen wir ja auch nicht miteinander. Ich schlafe mit Dirk. Er schläft nicht mit mir, weiterhin nicht. In meinen Augen sind das alles Ausreden und nicht der wirklich wahre Grund. Das alles geht mir rasend schnell durch den Kopf.
Dieser Dirk und auch Thomas müssen begreifen, dass ihr schöner Plan soooo auf Dauer nicht funktioniert.
Vor allem dann nicht, wenn Sina im Haus ist. Die würde das sicher mehr oder weniger und irgendwo akzeptieren, dass ihre Eltern herumexperimentieren. Wehren kann sie sich auch gegen Dirk, da bin ich mir sicher, aber man muss es nicht auch noch heraufbeschwören, indem man sie und Dirk in einem Zimmer unterbringt.
Thomas steht immer noch da und sieht mich völlig angespannt, lauernd an, ob ich ihm seinen Quatsch abkaufe.
Ich werde ihn mal in dem Glauben lassen. Er will es unorthodox? Kann er haben, aber mit Karacho! Doch jetzt heißt es erstmal: kühles Blut bewahren.

"Setzt dich bitte..." Ich zeige mit dem Kopf auf den Sessel im Schlafzimmer in der Ecke.
Er rührt sich nicht. Steht immer noch wie angenagelt da.
"jetzt mach schon..."
Da bewegt er sich und geht zu dem Sessel und setzt sich auch artig.
"Also..." Ich hole tief Luft und er geht in Deckung.
"Um die Situation hier mal so ein wenig zu entschärfen", fange ich an. "Du wirst für heute Abend deine Mutter einladen."

Ihm fällt die Kinnlade runter. "Ähm …", stottert er.
Treffer und versenkt. Ich weiß, wie sehr er das hasst, wenn seine Mutter hier ist. Ich jubel innerlich.
"Du wirst nett zu ihr sein und Dirk auch, verstanden?" Er weiß zwar nicht, was das soll, aber nickt.
"Wenn Sina und Dirk nachher wieder zurückkommen, schickst du Sina zu mir. Ich werde unsere Tochter mal beiseite nehmen und wenigstens versuchen, sie nicht ganz im Dunkeln zu lassen."

Sehe ich da Schweißperlen? Ja, es sind Schweißperlen.
"Dann wird Sina heute Nacht hier bei mir schlafen. Du kannst dich entscheiden, ob du mit Dirk zusammen in Sinas Zimmer schlafen willst oder ihr um die Häuser zieht. Mir egal. Von mir aus könnt ihr auch deine Mutter zum Essen ausführen."

Ich sehe, wie er förmlich auf die Bombe wartet, die ich wohl da noch platzen lassen will.
"Dann hätten wir zumindest eine Nacht rum."
Er sieht mich an. "Ja, und?"
"Wie, ja und?"
"Na ich meine, wars das? So mit …"
"Ach so, du meinst mit dem Verzeihen von mir?", feixe ich.
"Das steht noch nicht fest...", sage ich salomonisch. Natürlich reicht ihm das nicht.

Ich grinse. "Okay...", gebe ich nach. "Wenn du wirklich solch eine Beziehung führen möchtest. Also mit anderen Männern oder vielleicht auch Frauen. Dann sollten wir Regeln aufstellen."
Jetzt ist er richtig verwirrt. "Wie? Echt jetzt?", stottert er.
"Mein vollkommener Ernst", sage ich fest.
"Ich möchte doch nicht dauernd von dir die Männer vorgesetzt bekommen und dann: Rann an die Olle... Ich möchte sie mir auch aussuchen können. Nur mal so als Beispiel. Dirk ist bestimmt nicht alleine auf der Welt", grinse ich.
"Und vielleicht kannst du dich ja auch mal aus deiner Beobachterrolle raustrauen", zwinkere ich ihm zu.
"Unterstützend eingreifen, wenn der andere … öhm ... Ficker schwächelt. Weißt schon... ", grinse ich immer noch.

Ich stehe auf und komme auf ihn zu. "Das ist ein einmaliges Angebot. Überleg dir, ob du es annimmst. Wenn deine Mutter heute Abend auf der Matte steht, weiß ich, dass du es angenommen hast. Jetzt brauchst und sollst du nicht antworten."

Thomas schaut mich vollkommen entgeistert an. Jetzt dreht die Olle durch... oder was er jetzt gerade denkt.
Tja mein lieber Freund und Kupferstecher! Jubel ich innerlich. Du hast ein Monster erschaffen. Sieh zu, wie du damit klarkommst.
Dann klatsche ich in die Hände, dass es knallt. Er fährt zusammen. Och, der Arme.
"Ich werd jetzt mal duschen und du kannst wieder in dein Arbeitszimmer und die Sachen machen, die du so machst. Oder du fängst schon mal mit der Liste der Regeln an", grinse ich.
"Schnullerbacke." Ich beuge mich runter und gebe ihm einen Kuss. "Ich finde, wir machen das ganz hervorragend...", schnurre ich.
"War ein gutes Gespräch." sage ich erleichtert.
Ich bin ja auch ein wenig erleichtert. Auch wenn ich meinen größten Trumpf schon verspielt habe. Seine Mutter.
Nicht, dass sie nicht nett ist zu mir oder Sina. Sie kann ein richtiges Goldstück sein. Aber Thomas hasst es, wenn sie bei uns ist. Die zieht ihm die Hammelbeine lang, wenn sie mitbekommt, was hier abgeht. Girl-Power! Und das wird sie zu hundert Prozent. Entweder von alleine oder ich helfe nach. Den Feind in Sicherheit wiegen vor dem ****. So macht man das.

Fast fröhlich gehe ich aus dem Raum unter die Dusche und lasse Thomas mit seinen Gedanken alleine.

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