Papas bester Freund
Er schläft in meinem Zimmer
Chapter 1
by
Papas_Liebling
Ich drehe den Schlüssel im Schloss und stoße die Tür auf.
„Hey, ich bin da!“
Die schwere Tasche lasse ich im Flur zu Boden plumpsen. In zwei Wochen hat sich einiges an Wäsche angesammelt. Habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich sie zu Hause ablade und meiner Mutter die Arbeit aufbürde? Nein, eher nicht. Es ist eine Art Tauschgeschäft: Sie wäscht und bügelt. Dafür lasse ich mich alle vierzehn Tage bei meinen Eltern sehen und erzähle, wie das Studium so läuft.
Na ja, das meiste davon. Es gibt Dinge, die müssen Eltern nicht wissen.
Irritiert bleibe ich stehen und lausche. Kein Willkommen. Keine Mama, die mir entgegenläuft und mich umarmt. Papas Schuhe und Aktentasche stehen unter der Garderobe; er müsste auch hier sein.
„Hallo? Jemand da?“
Sind sie weggegangen? Das sähe ihnen nicht ähnlich. Sie wissen doch, dass ich heute ankomme. Sie freuen sich darauf, mich zu sehen. Warten auf mich.
Zumindest sagen sie das immer.
Ein kleiner, stechender Zweifel nagt an mir.
Geräusche, hinter der Ecke, aus Richtung Schlafzimmer. Ich spitze die Ohren und schleiche auf Zehenspitzen näher. Was ist da los?
Leises Keuchen. Nasses Schlürfen. Unterdrücktes Stöhnen.
Ich bleibe stehen. Mir ist schon klar, wo das herkommt. Was es bedeutet. Ich bin ****, aber nicht doof. Bin an der Uni, lebe im Wohnheim. Die Wände dort sind dünn. Und die Mädels, die in den Zimmern neben mir wohnen, sind nicht gerade verschwiegen, wenn wir uns am Morgen danach in der Küche treffen.
Örg. Ich lege eine Hand auf den Mund. Habe das unbestimmte Gefühl, dass mir übel wird.
Es gibt Dinge, die man über seine Eltern nicht wissen will. Bei denen man sie nicht erwischen möchte. Meine Ohren werden heiß.
Ich drehe auf dem Absatz um, noch leiser als zuvor. Jetzt bloß nicht bemerkt werden. Das Beste wird sein, ich verschwinde schnell und heimlich, treibe mich eine Stunde oder so herum und tue danach so, als sei ich nicht hier gewesen.
Was sollte ich denn sonst tun? Mich in die Küche setzen, ein Glas Milch **** und, wenn wir uns dann sehen, fragen: „Na, wie war euer Sex?“
Nicht lustig.
Da. Ein tiefes, kehliges Stöhnen. Papa?
Lauter und näher als erwartet. Wie? Sie treiben’s doch bitte nicht im Flur, oder?
Verwirrt bleibe ich stehen. Unerwünschte Bilder laufen wie ein schlechter Film vor meinem inneren Auge ab.
„Sina, bist du das?“ Papas Stimme.
Panik. Ich haste zur Tür.
Die Hand schon an der Klinke, komme ich zur Besinnung. Ich kann nicht weglaufen. Nicht mehr. Ich habe mich mit meinem „Hallo“ deutlich genug angekündigt. Ich kann nicht leugnen, dass ich hereingekommen bin.
Doch ich kann cool bleiben und so tun, als hätte ich nichts gehört. Ja, das ist das Sicherste. Die Peinlichkeit vermeiden. Einfach alles vergessen und so tun, als sei nichts geschehen.
Ich setze ein fröhliches Lächeln auf.
„Ja, ich bin’s. Hallo, Papa.“
Das „Wie geht’s“ schlucke ich herunter, zusammen mit dem bitteren Geschmack, der mir in der Kehle aufsteigt.
Papa kommt auf mich zu. Gesicht gerötet. Stirn feucht. Er nestelt seine Hose zu, reibt die Handflächen an den Oberschenkeln sauber. Ich sehe die dunklen Schweißflecke in seinen Achselhöhlen, als er die Arme ausbreitet, um mich willkommen zu heißen.
Ich muss mich zusammenreißen, um nicht zurückzuweichen.
Er grinst. Seine gute Laune wirkt so ungekünstelt, dass sie mir schon wieder suspekt ist.
„Schön, dass du da bist, Sina. Komm mit, ich muss dir jemanden vorstellen.“
Die ist ein Spinoff der Geschichte „Sein bester Freund“ und knüpft direkt an das dortige Kapitel 18 an.
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Ich komme fürs Wochenende von der Uni nach Hause zu meinen Eltern und muss feststellen, dass sie einen Gast in meinem Zimmer einquartiert haben. (Ein Spinoff der Geschichte "Sein bester Freund")
Updated on Apr 29, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 22, 2025
by Papas_Liebling
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