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Chapter 31 by Geilspecht99 Geilspecht99

Als nächstes..

ein paar Anmerkungen

Über die Aufnahme in die Gemeinschaft der Zwölfgöttergläubigen:

In der Regel durchlaufen Kinder im Alter von 6 Jahren in einem Tempel der Zwölfgötter die sogenannte Initiation, damit werden sie in die Glaubensgemeinschaft der Zwölfgöttergläubigen aufgenommen.

Durch diesen Bund mit einem der Zwölfgötter widmet der Initiierte seine Seele diesem Gott und hofft darauf, nach dem Tod in dessen Paradies aufgenommen zu werden. Wobei sich die Hauptgottheit eines Gläubigen im Laufe seines Lebens durchaus ändern kann.

Seelen die keinem der Götter gewidmet oder anderweitig verpfändet werden, bleiben nicht nur die Paradiese der Zwölfgötter verwehrt, diese Seelen laufen auch Gefahr, von Dämonen in die Niederhöllen entführt zu werden oder ansonsten als ruhelose Geister herumzuspuken.

Der Gläubige wiederum erhält Beistand von den Kirchen und eine reale Chance darauf, dass die Götter im entscheidenden Moment das Schicksal im Sinne des Gläubigen beeinflussen, vorausgesetzt, er hält sich im Allgemeinen an die Prinzipien des entsprechenden Gottes.
Außerdem wirken die Liturgien der Priesterschaften der Zwölfgötter auf Gläubige viel besser als auf Ungläubige.

Zur Initiation ziehen die Anwärter gemeinsam mit ihren Eltern zum nächsten entsprechenden Tempel, wo die Liturgie durchgeführt wird.

Dadurch dass Thea nie in einem Tempel war, wussten alle, dass sie nicht einmal zu den Gläubigen zählte, da sie nie eine Initiation durchlaufen hatte.


Über Rahja und ihren Kult:

Rahja, ist die heitere, schöne, berauschende und liebholde Göttin der Morgen- und Abendröte. Im Gegensatz zu den anderen Göttern steht sie für Aspekte, die die Menschen wollen und nicht für etwas, wovon die Götter denken, dass es gut für die Menschen wäre. Sie steht für die Freude und Schönheit, für die Liebe über die Lust bis zur Ekstase, denn nur durch sie kann der Mensch sich selbst erkennen. Der Wein, die Stute und Rosen stehen für Rahja. Jedes Fest ist eine Huldigung an die Göttin und sie liebt alle schönen Künste. Sie propagiert einen offenen Umgang mit der Sexualität, wodurch sie besonders mit der Travia-Kirche, die auch für die eheliche Treue steht, aneinander gerät. Die Kirche ist äußerst liberal, nur Verkehr mit Kindern und Tieren, sowie Inzest (nur mit Nachkommen) sind verboten. Sollte beim Sex nicht mehr alles freiwillig geschehen, so wird damit der rahjagefällige Rahmen verlassen und entweder ihrer erzdämonischen Widersacherin oder ihrem gefallenen Sohn Leftan gehuldigt. Wie in allen Kirchen gibt es auch hier verschiedenste Strömungen, wobei die Kirche als Ganzes als sehr tolerant gilt: Allerdings streiten sich verschiedene Gruppen beispielsweise darüber, ob Lustgewinn, den man aus dem freiwillig erlittenen Leid anderer zieht, Rahja-gefällig ist oder nicht. Eine Seite sieht den freiwilligen Schmerz als liebende Hingabe und damit als höchstes Gut Rahjas, während aus anderer Sicht Schmerzen grundlegend abzulehnen sind. Auch der Umgang mit der Sexualität wird unterschiedlich gehandhabt.
Weit weniger kontrovers wird mit der Frage umgegangen, ob Rahja nicht eigentlich ein Mann sei, besonders in matraichlisch geprägten Gedenden wurde Rahjan ihrer statt verehert, woran sich niemand störte.

Es gab Tempel, welche sich nur mit der Betreuung Liebender, der Ausrichtung von feuchtfröhlichen Festen und der Förderung der schönen Künste befassen, bis hin zu Tempeln, die eher einem Edelbordell entsprachen. Es war alles dabei. Während die einen nur weinlastige Feste feierten, kamen besonders im Süden eine breite Palette bewusstseinserweiternder Substanzen zur Anwendung, die anderswo verboten sind.

Es gab auch Gruppen, wie die Anhänger der heiligen Alma, die Rahja vorwiegend bei wilden Sexorgien huldigten. Der Tempel in Vinsalt versuchte als Hauptstadttempel alle Fraktionen zu erreichen, der Haupttempel des Kultes in Belhanka machte die Stadt im Rahja, dem Monat der Göttin, zum Anziehungspunkt aller Feierwütigen, einem Las Vegas dieser Welt. Denn dann wurde jährlich das Oberhaupt der Kirche, die Geliebte der Göttin, neu gewählt und den ganzen Monat exzessiv gefeiert. Und um zu zeigen, wie greifbar göttliches Wirken hier ist: Die Gläubigen in Belhanka trinken in diesem Monat heiligen Wein aus einem unerschöpflichen Kelch, einem Geschenk Rahjas an ihre Gläubigen.

Vicky, James und Rahja

Auch in Sibur [Reinbrechts Grafenstadt, ca. einen Tagesritt von Glimmerwein entfernt] gabt es einen Rahja-Tempel, dessen Augenmerk sich primär auf die Förderung des Weinbaus und seines Konsums konzentrierte. Deren Geweihte waren im nahen Glimmerwein gern gesehene Gäste.
Vicky und James hatten, wann immer sie konnten an den Rahjafeiern in Belhanka teilgenommen. Die dabei erlebten Abenteuer werden vielleicht später nachgereicht, auf jeden Fall haben sie Freunde in der Stadt und unter den Geweihten gefunden, wobei Rosalia zu einer echte Vertraute wurde.

Vicky war schon in die Rahjakirche aufgenommen worden, bevor sie bei der Baronin landete und hatte sie auch bei den El Dracos weiterhin heimlich verehrt.

James wurde bei der Peraine-Kirche initiiert, er steht ihr naturgemäß immer noch sehr nahe, doch seit ein paar Jahren ist auch ihm Rahja die Liebste von Sumus Kindern.

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