Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 30
by
Geilspecht99
What's next?
Der Ball
Im, von einer Galerie mit kleinen Stehtischen umrahmten Ballsaal wurde getanzt, während viele Gäste um die Galerie flanierten und dort kurze informelle Unterredungen führten. Im Salon residierte der Kaiser in der Mitte auf einem Thron, umgeben von Mutter, Onkel und Haushofmeister. Einige Hochadelige besetzten Tische und empfingen Gäste in diesem relativ lockeren Rahmen.
Die Fünfe kamen gemeinsam mit Vicky und Thea und wurden umgehend zum Kaiser geleitet. Nach einer kurzen Verbeugung wurden sie näher gebeten und Ihre Hoheit wollte wesentliche Teile ihrer Abenteuer aus dem Munde der Beteiligten hören. Im Salon wurde es immer stiller und voller. Alle schienen der Geschichte zu lauschen, am interessiertesten war der Kaiser selbst.
Eine Sache war nicht mehr so präsent wie, bei ihrem ersten Ball; relevante Teile des Altadels hielten nach wie vor nicht viel von den ‘Emporkömmlingen’ und sie straften sie mit einer breiten Palette an Verhalten: Zwischen vollkommener Ignoranz und der höfischen Art einem in die Fresse zu hauen, ohne dabei gleich ein Duell oder eine Fehde auszulösen, war alles dabei, laufend ergänzt um üble Kommentare über das niedrige Volk.
Natürlich hatten die Fünfe Kontakte geknüpft, aber ein paar Ewiggestrige blieben ignorant, während sich der Großteil langsam mit den Helden arrangierte.
Dagobert als Grafensohn und Reinbrecht als Graf von Sibur taten sich leichter mit den Konservativen, Miranda konnte mit Schönheit und Manieren punkten, Rondriane und James waren froh, sich bisher heraushalten zu können. Aber eben nur bisher, denn nun waren sie Barone und mussten auch mitspielen, ob sie wollten oder nicht.
Der Haushofmeister meinte irgendwann, dass es Zeit wäre, den Ball zu eröffnen. Der Kaiser nahm den Helden das Versprechen ab, ihm beizeiten mehr zu erzählen.Dann erhob er sich und eröffnete den Ball offiziell, in dem er mit Miranda den Reichswalzer tanzte. Weitere Paare schlossen sich an, unter ihnen auch Vicky und James.
Die beiden tauschten sich über ihre Erinnerungen aus, wie über ihren ersten gemeinsamen Ball hier vor etwa vier Jahren. Sie lachten über ihre damalige Unbedarftheit, seine begrenzten Tanzkünste und die Ignoranz des Altadels. James war unter ihrer Anleitung zu einem brauchbaren Tänzer geworden, was er nie für möglich gehalten hätte, aber wer will nicht mit dieser Frau tanzen?
Nach dem Reichswalzer tauschten Vicky und Miranda die Tanzpartner. Vicky führte die Gedanken des Gesprächs mit James fort und sagte dem Kaiser, dass er ein richtig fescher junger Mann geworden sei und es ihr Spaß mache, mit ihm zu tanzen. Die Prinzessinnen würden wohl schon Schlange stehen. Der Kaiser gab ihr das Kompliment zurück, sie unterhielten sich hervorragend und viel lockerer, als Vicky es für möglich gehalten hatte.
Dieser Tanz war nur der Auftakt, Vicky war heiß begehrt und zeigte einige Male mit Dagobert vor, wie man richtig tanzt. Damit hielt sie zumindest die schlechtesten Tänzer unter den Männern, davon ab, sie aufzufordern.
An Miranda machte sich ab diesem Abend auch eine andere Art von Mann heran, die bisher einen weiten Bogen um sie gezogen hatte. Vom nicht erbberechtigten Grafensohn bis zum reichen Bürger stellten sich ihr alle unverheirateten Männer vor. Sie waren nur darauf aus, diese blonde Schönheit kennenzulernen und nicht, wie sie es bisher gewohnt war, auf eine schnelle Nummer in einer Abstellkammer. Denn als Baronin mit eigenem Lehen war sie zu einer guten Partie geworden und der Name ihres Bräutigams würde auch bekannt werden, immerhin war sie eine der schönsten Frauen überhaupt.
Vicky war es egal, ob die Männer sie nur ficken oder gleich heiraten wollten, Im Moment wollte Vicky nur tanzen. Bei ihr herrschte durchweg Damenwahl, wenn man den Kaiser, James und Dagobert mal außen vor ließ.
Aber sie badete in den bewundernden Blicken und das erregte sie auf allen Ebenen, wodurch sie dem Idealbild der tanzenden Rahja nur noch ähnlicher wurde.
Auch Rondriane wurde zum Tanz aufgefordert, aber bis auf einen wagemutigen Rondrianer [Geweihter der Göttin des Kampfes] lehnte die ehemalige Amazone jede Einladung ab, die nicht von Freunden kam.
Dagobert erging es noch schlimmer als Miranda, unverheiratete Adelstöchter rissen sich darum, mit ihm zu tanzen und wenn er mal Pause machte, um etwas zu trinken, kam irgendein Graf daher und wollte ihm unbedingt seine Tochter/Schwester/Cousine aufschwatzen.
Beinahe jede dieser Tanzpartnerinnen wollte von ihm als erstes wissen, ob Francesca je ihr Grafenamt wird ausüben können oder ob er de facto Graf bleiben würde.
Es gab aber auch Damen, die ihn wegen seiner ausgezeichneten Tanzkünste schätzten und mit denen er seine Leidenschaft am Parkett ausleben konnte. Er erhielt auch mehrere eindeutige Angebote, die er jedoch höflich ablehnte.
Eine unerwartete angenehme Überraschung erlebte James. Als er sich umdrehte, um zu sehen, welche Dame ihn von hinten anstupste, stand Rosalia aus Elenvina, Gastgeberin der Leidenschaft und ehemalige Geliebte der Göttin [höchste Rahjageweihte], vor ihm. Sie verbeugten sich voreinander, dann umarmten sie sich und Rosalia zog ihn aufs Parkett.
„Es freut mich zu sehen, dass ihr alles gut überstanden habt!“
"Ich habe keinen Grund zur Klage, wie ist es dir ergangen?“
„Ehrlich gesagt, ich bin froh, dass die Göttin mich von Belhanka ferngehalten hat.“
„Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, aber es ist vorbei.“
Beide wurden nachdenklich, eine kurze Pause entstand.
„Wie geht es euch, dir und Vicky? Ihr wart lange getrennt.“
„Es fühlt sich an, als wären wir nie getrennt gewesen.
Aber bevor wir weitersprechen, habe ich noch eine Bitte an euch, euer Gnaden.”
„So sprecht, Baron”, sie war gespannt, warum er plötzlich so förmlich wurde.
„Wir würden gerne heiraten und es wäre uns eine Ehre, wenn ihr die Zeremonie im Sinne Rahjas leiten würdet.“
„Gratuliere“, sagte sie überschwänglich und umarmte ihn, aber James bremste sie sofort.
„Sei still! Du bist eine der ersten, die es erfährt und es soll vorerst noch ein Geheimnis bleiben“, flüsterte er ihr zu, worauf sie ihn losließ. Sie nahmen den Tanz wieder auf.
„Ihr habt mir noch nicht geantwortet, euer Gnaden.“
„Wie könnte ich diese Bitte abschlagen, gerade Euch? Sagt mir wann und wo. Ich werde kommen und die Kirche wird sich nicht lumpen lassen.“
„Danke, es ist uns beiden sehr wichtig, dass du den Ritus leitest.“
„So einfach wird das nicht, ich muss eure Rahja-gefällige Gesinnung prüfen und wir müssen uns auf eine Zeremonie einigen.“
„Ist diese Prüfung wirklich notwendig?“
Passenderweise tanzten gerade Dagobert und Vicky an ihnen vorbei, die beiden waren mit ihren Figuren beschäftigt, aber um Rosalia und James zu winken reichte es aus und dann waren sie schon wieder verschwunden.
„Da ihr mit derart vielen Frevlern zu tun hattet, kann das nicht schaden, außerdem würde es helfen, die für euch passende Art von Zeremonie zu finden.“
„Dann haben wir wohl keine Wahl.“
„Du kannst ja bei den Praioten fragen“, Rosalia kannte James Geheimnis und wußte, dass das für ihn nicht in Frage kam.
„Du wirst trotzdem eingeladen , feixte er zurück.
„Also eine Stunde nachdem der Kaiser sich zurückzieht, am Eingang des Rahja-Tempels.“
„Wir werden da sein!“
Das Musikstück endete, Rosalia verabschiedete sich, gab dem Werben eines Barons nach und James ging zur Bar.
Ihm fiel auf, dass die hübsche Thea sich regelrecht versteckte. Er schnappte sich zwei Gläser Schaumwein und zwang sie dazu, mit ihm zu trinken. Eine zweite Runde folgte, dann schleifte er sie aufs Parkett. Er hatte sich vorgenommen, so lange mit ihr zu tanzen, bis ihn jemand ablösen würde. Da Thea einerseits von einer ausgezeichneten Tänzerin unterwiesen wurde und der Alkohol ihr die Hemmungen nahm, war dies doch recht bald der Fall.
Auch Dagobert war immer öfter unter ihren Tanzpartnern, da sie eine der besten Tänzerinnen war; er hatte keine Hintergedanken, daher öffnete sie sich ihm immer mehr. Als er sie schließlich fragte, ob sie den restlichen Ball bei ihm bleiben wollte, quasi als Schild gegen die heiratswütigen Prinzessinnen, brachte er sie damit zum Lachen und sie fühlte sich geschmeichelt. Dagobert erklärte ihr seine traurige Lebensgeschichte und sie ihm von ihrer eigenen und dem Fluch. So wurden die beiden Gefährten für diese Nacht und zu Freunden fürs Leben.
Bei der Feier vor vier Jahren hatte sich der damals noch sehr junge Kaiser früh zurückgezogen. Heute hatte er deutlich mehr Spaß, denn er tanzte bis nach Mitternacht, ehe er den Abend für sich beendete. Vicky wurde die Ehre des letzten Tanzes mit dem Kaiser zuteil und als sich der Kaiser von ihr verabschiedete, steckte er ihr einen Umschlag zu.
Vicky wollte nun auf der Stelle mit ihrem James tanzen, doch dazu kam es nicht, denn er erzählte den anderen von der Einladung in den Rahja-Tempel. Zur allgemeinen Überraschung schlossen sich nicht nur Vicky, Thea, Dagobert und Miranda an, auch Rondriane hatte gute Erinnerungen an ihren letzten Besuch und kam mit.
Vicky war daran natürlich interessiert zu erfahren, ob das heute was ‘Wilderes’ werden würde, was aber James nicht beantworten konnte.
Da sagte Thea in die Gruppe:
“Ich bin gespannt. Ich war noch nie in einem Tempel!”, worauf sie ungläubiges Staunen erntete.
Als nächstes..
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Mögest du in interessanten Zeiten leben
Eine sexy Fantasy-Story nach einem P&P-Game
Wilder Sex und Abenteuern in einer Fantasy-Welt..
Updated on May 29, 2026
by Geilspecht99
Created on May 11, 2023
by Geilspecht99
- 738 Likes
- 105,410 Views
- 50 Favorites
- 35 Bookmarks
- 383 Chapters
- 173 Chapters Deep
Comments moved below the chapter.
Comments