Geht wenigstens bei den anderen alles glatt?

Zumindest mal der erste Teil verläuft gut

Chapter 276 by Hentaitales Hentaitales

Inzwischen hatten sich die beiden Gruppen ohne große weitere Formalitäten voneinander verabschiedet. In Ikarus' Abwesenheit hatte Ishtar das Kommando - Alex fiel auf, dass sie keine Anstalten unternahm, Viktor die Fesseln und die Augenbinde wieder abzunehmen - und sie hieß die anderen, noch ein paar Sachen aus der Lagerhalle aufs Schiff zu bringen, ehe sie dann abfuhren. Steffen und die anderen blieben noch dort, bis der Kutter abgelegt hatte, dann machten sie ihrerseits ihre Yacht abreisebereit und fuhren selbst los.

Einige Stunden später, die Sonne stand schon über dem Horizont, waren sie dann zurück in Jakarta. Bis auf Tom hatten diesmal alle geschlafen; für einige war es ja eine anstrengende Nacht gewesen, und selbst Ria schien von Viktor genug Schwanz bekommen zu haben, um vorerst zufrieden zu sein. Zu ihrer Überraschung erwartete sie am Anlegesteg bereits Maurice, als sie ankamen: "Gut, sie ist noch in einem Stück", begrüßte er sie erleichtert.

"Auch schön, Sie wiederzusehen", gab Tom zurück. "Ich denke, wir haben die 'Princess' ihrem Namen entsprechend behandelt - sie dürfte nicht mal einen Kratzer haben. Vielleicht müssen Sie das Unterdeck ein bisschen durchschrubben lassen. Aber dafür haben wir Ihnen schon mal einen kleinen Bonus mitgebracht." Er deutete auf die Kisten, die an Deck verstaut waren.

"Das ist..." Maurice begutachtete den Aufdruck. "Ultraleichtflugzeuge?"

Tom nickte. "Können Sie gerne behalten. Sie haben doch einen Pilotenschein? Vielleicht ist es ja ein neues Hobby für Sie."

Maurice äußerte sich nicht dazu und sah statt dessen etwas irritiert zu, wie die anderen von Bord gingen und Pandora dabei auf einer provisorischen Trage mit sich brachten. "War wohl etwas knifflig, was Sie da vorhatten", bemerkte er.

"Wenn wir was machen", erklärte Steffen im Vorbeigehen, "läuft es nicht immer so wie geplant. Aber dafür klappt es meistens."

"Vielleicht kennen Sie hier eine Arztpraxis, die nicht so genau hinschaut, wer da reinkommt?" wollte Tom wissen. "Ich würde gerne noch ein oder zwei Untersuchungen mit unserer Kameradin machen."

Maurice konnte tatsächlich weiterhelfen, auch wenn seine Definition von "Arztpraxis" etwas anders als gedacht war - er brachte die Gefährten in den Keller eines größeren Apartmentgebäudes, wo jemand einen - mit Sicherheit illegalen - Operationsraum betrieb. Die Technik dort war zwar schon Jahrzehnte alt, aber noch gut genug funktionsfähig, damit Tom sich Pandora näher anschauen und beispielsweise per Ultraschall feststellen konnte, ob er auch nichts in ihrer Schulter übersehen hatte. Er machte einige Untersuchungen, kam aber nach zwei Stunden zum Schluss, dass es wohl gutgehen würde: "Dann können wir eigentlich los", sagte er zu Maurice. "Wann sind wir abflugbereit?"

Das war schon am Abend der Fall, und so bestiegen sie wieder den kleinen Jet. Der Rückflug fand in umgekehrter Richtung statt, so dass es erst nach Singapur zum Auftanken und dann weiter nach Deutschland ging. Die Zeitverschiebung eingerechnet würden sie ihr Ziel wohl gegen Mittag erreichen, und dieses Mal schliefen tatsächlich - bis auf Tom, der wieder den Funk überwachte - alle durch. Auch Maurice kam zur Ruhe, da sein Schwanz aktuell kein gesteigertes Interesse bei irgendeiner der anwesenden Frauen auslöste.

Letztendlich löste er Tom in den Vormittagsstunden wieder im Cockpit ab, als es in den Zielanflug ging. Die letzte Stunde in der Passagierkabine verging damit, dass sich alle endlich einmal bewusst wurden, was sie erreicht hatten, und was das für die Zukunft bedeutete.

"Denkst du echt, Ikarus hört jetzt mit seinem Terror auf?" wollte Diana zweifelnd wissen. "Ich glaub nämlich, der hat uns ein bisschen verarscht."

"Wenn er's nicht tut, ist er mindestens zwei seiner Kumpels los", gab Alex zurück, "und so wie Fanny gekuckt hat, vielleicht sogar drei. Wenn die bei denen zuhause über alles reden, bekommt auch Asha mit, was da abgegangen ist und macht sich vielleicht auch Gedanken über ihre Entscheidungen."

Malia sah auf. "Denkst du echt, es besteht ne Chance, dass sie zu uns zurückkommt? Obwohl Viktor ihr das Hirn weichgespült hat?"

Alex hob die Schultern. "Keine Ahnung. Vielleicht will sie auch bei ihm bleiben. Aber sie hat inzwischen bestimmt ihr Baby bekommen - vielleicht kommt sie ja ins Grübeln, was das beste für das ist."

"Ich glaube, wir sind zu Ikarus ein bisschen durchgedungen", sagte Steffen. "So offenen Widerspruch hat er bestimmt noch nicht oft gehört. Zumindest mal wird er nachdenken." Er sah zu Pandora, immer noch ziemlich blass in ihrem Sitz hing. "Trotzdem werden wir ihn weiter unter Beobachtung halten müssen. Ich trau dem Frieden erst, wenn ich ihn sehe."

"Das wird schon", murmelte Pandora. "Und wenn er immer noch Mist baut, dann lass ich ihm die Eier halt ein zweites Mal platzen."


Schließlich landete die Maschine nur ganz leicht ruppig, und alle schnallten sich ab, während sie zu ihrer Parkposition rollte. Ehe sie aber aufstehen konnten, erklang plötzlich die Stimme von Maurice aus den Lautsprechern. "Guten Tag allerseits, hier spricht Ihr Kapitän. Ich heiße Sie recht herzlich zurück in Deutschland willkommen. Die Außentemperatur beträgt zwölf Grad, es ist bedeckt, und die Regenwahrscheinlichkeit beträgt 80 Prozent. Das heißt, es ist exakt das richtige Wetter für ein schönes Begrüßungskommando."

Da blickte Ria aus dem Fenster und erblasste. "Leute - da kommen Polizeiautos auf uns zu! Eine ganze Menge!"

"Ich weiß nicht, ob ihr mir den Transport wie vereinbart bezahlen könntet", fuhr Maurice fort, "aber eins weiß ich sicher: Für das, was ihr mit mir da oben angestellt habt, da kann mich kein Geld der Welt für entschädigen. Darum zahle ich es euch nun angemessen zurück. Mein Kontaktmann beim Zoll wartet schon lange auf eine Beförderung. Wenn er seinen Vorgesetzten gleich eine ganze Gruppe Zarathustra-Terroristen übergeben kann, wird er sehr zufrieden sein. So zufrieden, dass er von mir erst mal kein Schmiergeld mehr braucht. Vielleicht spare ich damit keine achthunderttausend. Aber auf jeden Fall spare ich mir jede Menge Scherereien, ehe ihr noch mal auf die Idee kommt, mich in eure Sachen reinzuziehen."

"Der Kerl hat anscheinend echt einen Todeswunsch", stieß Alex hervor. "Er weiß doch, was wir können!"

Tom nickte. "Er weiß aber auch, dass wir hier drin nicht voll loslegen können. Im Flugzeug ist bestimmt noch ne Menge Kerosin. Wenn wir hier einfach alles kaputtschlagen, gehen wir in einem riesigen Feuerball unter. Wir müssen uns tatsächlich den Weg durch eine der Türen freikämpfen. Titania-"

"Schon dabei." Diana hatte ihre Kleider abgestreift. "Roadie und ich sind dran."

"Ihr zwei geht vor und bildet einen Kugelfang", wies Tom sie an. "Rigger, wir wissen noch nicht, ob du die gleiche Resistenz gegen Kugeln wie die beiden hast, also bleibst du hinter ihnen und siehst zu, dass du in den Nahkampf kommst. Honeytrap- Honeytrap! Ich rede mit dir!"

Ria hatte bis eben immer noch aus dem Fenster gestarrt. Jetzt drehte sie sich langsam um. "Leute, kuckt mal nach draußen", sagte sie. "Das glaubt ihr nicht."

Alle traten zu den Fenstern und blickten aus dem Flugzeug. Draußen waren die Polizisten aus ihren Autos gestiegen. Sie hatten sich an den Hüften gefasst und marschierten in einer Polonäse um ihre Fahrzeuge herum.

Ein Stück hinter ihnen stand Jessie und dirigierte sie, während sie etwas zu singen schien. Wenn man genau hinsah, konnte man den Text erraten: "Willkommen, bienvenue, welcome..."

"Vielleicht sollte ich erwähnen", sagte Pandora leise, "dass ich Syren vor unserem Abflug noch ein paar Anweisungen gegeben hab. Eine davon war, uns an unserem Zielflughafen abzuholen. Sie hat dafür meinen Transponderscanner bekommen und was zum Abhören vom Flugfunk. Mit dem kann man übrigens auch Polizeifunk empfangen."

"Normalerweise mag ich deine Alleingänge nicht, Pandora", sagte Steffen, ohne sie anzusehen. "Aber der hier war ausnahmsweise mal richtig gut."

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Kommen sie jetzt heil da raus?

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