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Wochenendpause?

Chapter 50 by Reyhani Reyhani

Auf meinem Zimmer checkte ich schnell die Aufnahmen vom Vormittag. Nichts war passiert: Bärbel räkelte sich im Bett, Bärbel ging aufs Klo, Bärbel kochte Kaffee, Bärbel beim Frühstück, Bärbel verließ in Laufsachen das Haus, Bärbel kehrte mit einer Brötchentüte und der Post zurück. Zweites Frühstück plus Studium der Supermarktprospekte. Spülmaschine ausräumen, Wäsche waschen, Staubsaugen. Fazit: ein stinknormaler Samstag.

Ich war gerührt von der Normalität dieser Aufnahmen. Sollte sich Bärbel wirklich eine Pause gönnen? Nach dem furiosen Auftakt am Donnerstag, als mein Chef Georg sie ordentlich durchgezogen hatten, war schon der Freitag in sexueller Hinsicht ganz ruhig verlaufen – wenn man mal von dem Blowjob für unsern Nachbar Murat absah. Ging es etwa so weiter? Ich konnte es kaum glauben und stellte erschrocken fest, dass ich tatsächlich enttäuscht war.

Doch bevor ich vorschnelle Schlüsse zog, öffnete ich erst einmal den Livestream der Kameras. Zunächst war ich wieder mitten in Bärbels Alltag. Ich fand sie in der Küche, wo sie Vorräte verstaute. Sie war offenbar gerade vom Einkaufen zurück. Dann räumte sie noch ein wenig im Wohnzimmer herum, bevor sie hochging.

Mittlerweile hatte ich die Position der einzelnen Kameras total verinnerlicht. Ich schaltete automatisch von der einen zur anderen, wenn Bärbel sich durchs Haus bewegte. So schnitt ich mir meinen eigenen Film zusammen und musste dabei weder nachdenken noch den Blick vom Geschehen auf dem Bildschirm meines Laptops abwenden. Wenn es dort richtig zur Sache ging, hatte ich sogar noch eine Hand frei.

Was für eine begehrenswerte Frau ich doch hatte. Das dachte ich, als Bärbel aus der Dusche kam. Sie stellte sich nackt vor dem Spiegel und schminkte sich. Trotz ihres heißen Körpers und dem glatt rasierten Venushügel wirkte sie irgendwie unschuldig auf mich.

Im Schlafzimmer zog Bärbel einen ihrer schwarzen Spitzen-BHs an, dazu einen winzigen Tanga. Noch bevor ich ihr knappes Outfit richtig würdigen konnte, hatte sie es schon unter einer einfachen Jeans und einer Sweatjacke verschwinden lassen. Dieses Spiel mit der öffentlichen und der geheimen Seite meiner Frau machte mich wahnsinnig – und wenn ich ehrlich war, machte es mich auch wahnsinnig an.

Die Klingel der Haustür löste die Spannung, die sich bei mir mittlerweile aufgebaut hatte.

Als die Visage von Hans in der geöffneten Tür auftauchte, wusste ich sofort, von Sex-Pause konnte keine Rede sein. Und richtig, zur Begrüßung griff er Bärbel mit seiner breiten Pranke zuerst einmal an die Pussy. Ihr erschrockenes Quietschen – oder war es ein lustvolles? – erstickte er mit einen Zungenkuss.

Als nächstes traten Klaus-Dieter und Daniel ein, beide direkte Nachbarn zu Hans. Diese Zusammensetzung kam mir irgendwie bekannt vor. Ach ja ... das bedeutete wohl, dass die Skatrunde, von der Hans neulich gesprochen hatte, zu Bärbel verlegt worden war.

„Hallo Schlampe, Hans hat uns gesagt, dass du morgen Geburtstag hast. Da wollten wir dir schon mal ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk vorbeibringen. Ausgepackt wird später.“

Immerhin begnügten sich Klaus-Dieter und Daniel damit, meiner untreuen Eheschlampe an die Titten zu fassen. Natürlich lächelte sie dazu und stöhnte leise als Daniel nochmal ordentlich zulangte. Es schien das normalste der Welt zu sein, sich zur Begrüssung von geilen, alten Böcken abgreifen zu lassen. Widerlich! Und doch rumorte es schon wieder in meiner Hose.

Als letztes kamen Daniela, die junge Frau von Daniel mit der roten Mähne, und Siegrid, die pummelige Ehefrau von Klaus-Dieter, zur Tür hinein. Die Frauen wussten, was sich gehört: Küsschen rechts und Küsschen links statt Tittengrapschen.

Sie sollten Bärbel wohl Gesellschaft leisten und sie beim zu erwartende Rahmenprogramm unterstützen. Natürlich war ich neugierig, wie die Nachbarinnen sich einbringen würden. Dani hatte ich ja schon einmal erwischt, als ihr Mann sie aufgebockt hatte. Bei Siegrid hingegen konnte ich mir das nicht so recht vorstellen. Wegen ihrer Speckrollen war sie nicht grade mein Typ. Aber wer konnte schon wissen, was in ihr steckte. Ich hatte mich ja schon oft genug von der anständigen Fassade meiner Nachbarn täuschen lassen.

Ganz die Gastgeberin führte Bärbel alle ins Wohnzimmer und verteilte erst einmal Getränke: Bier für die Männer und Sekt für die Frauen. Nebenbei tauschte man sich über den neuesten Klatsch in der Siedlung aus. Bärbel deutete kurz an, dass sie mit Rüdiger, Siegfried und Anna ausgegangen war.

„Was willst du den mit den alten Säcken“, moserte Hans sofort.

Der hatte gut reden.

Klaus-Dieter und Daniel waren mehr an Anna interessiert. Ob das die junge Tittenmaus aus der Nr. 3 wäre und ob Bärbel sie ihnen nicht vorstellen könnte? Sie hätten mal Lust auf was Frisches. Bärbel blickte kurz zu Hans, der kaum merkbar seinen Kopf schüttelte, und antwortete dann sehr zögerlich und ausweichend.

Sichtlich bemüht versuchte sie dann das Gespräch auf ein anderes Thema zu lenken:

„Vielleicht habt ihr ja gleich Glück, falls der Neue seine Frau mitbringt.“

Sofort dämpfte Hans die Erwartungen: „Lars weiß noch gar nicht, was hier so Usus ist. Also haltet euch am Anfang bitte etwas zurück, damit wir ihn nicht gleich verschrecken. Und wir wollen doch, dass er auch mal seine Frau Sabine mitbringt. Ich werde mal sehen, ob ich nicht Privat-Nachhilfestunden mit der Frau Lehrerin arrangieren kann ... und dann wird sie sich sicher auch bald hier einbringen.“

Alle lachten und dann ging auch noch wie auf Bestellung die Türglocke. Das musste der Neue sein, dieser Lars. Ich wusste mit dem Namen nichts anzufangen und hatte den Mitdreißiger, den Bärbel hereinbrachte, noch nie gesehen. Allerdings erinnerte er mich stark an jemanden, aber mir fiel nicht gleich ein, an wen.

Bei der Vorstellung stellte sich heraus, dass Lars einen Bruder Namens Gunnar hatte, dem er ziemlich ähnlich sah. Gunnar arbeitete im Supermarkt um die Ecke und wohnte mit seiner Frau im Haus Nr. 1, deshalb kannten ihn alle inklusive mir.

All das war ja ganz interessant. Ich war live dabei, wie ein weiterer Nachbar in die Fänge von Hans’ Sexmafia geriet. Aber wann würde denn nun endlich mal was passieren? Die hatten doch nicht etwa vor, wirklich Skat zu spielen?

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