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Erst Skat ...

Chapter 51 by Reyhani Reyhani

In meinem Wohnzimmer, das ich über die Kameras aus mehreren Winkeln beobachten konnte, war weiterhin Normalität angesagt, wohl um Lars nicht zu verschrecken. Die Männer tauschten sich kurz über die Regeln aus und begannen tatsächlich mit dem Spiel. Sobald die ersten Karten auf dem Couchtisch landeten, schnappte Bärbel sich die beiden Nachbarinnen und die Sektflasche und sie verzogen sich in die Küche.

Natürlich folgte ich ihnen sofort, nur um mir von Bärbel anhören zu müssen, wie schön es doch sei, dass ich nicht da wäre. Da könnte sie mal richtig feiern und müsste sich nicht so zurückhalten. Die Weiber gackerten blöd und stießen an.

Aus Protest schaltete ich rüber zu den Männern ins Wohnzimmer, um zu sehen, wie das Spiel lief. Die erste Partie war schon vorbei und man steckte mitten in einer langweiligen Abrechnung: Herz ohne zwei, gewonnen drei, Schneider vier ...

Vielleicht doch lieber zurück zu den Frauen ... Doch da erzählte Danny grade eine lange und wirre Geschichte von der Arbeit. Im Wohnzimmer sah es aber auch nicht besser aus: Hans spielte einen Grand, den selbst meine Oma gewonnen hätte. Und dazu diese Sprüche: Von obbe hinab, sprach Bonapat!

So schaltete ich noch eine Weile unmotiviert hin und her, bis ich es nicht mehr aushielt. Bis jetzt war das alles so harmlos wie jede andere Skatrunde in jeder X-beliebigen Nachbarschaft.

Erst einmal ging ich aufs Klo. Als sich dann an der Situation immer noch nichts geändert hatte, reichte es mir. Ich beschloss, mir an der Hotelbar einen Kaffee zu holen. Trotzig saß ich an der Bar und brütete vor mich hin. Ich hatte schließlich etwas Besseres zu tun, als meinen Nachbarn beim Kartenspielen zuzuschauen.

Hatte ich das wirklich? Ich bekam Panik, etwas Wichtiges zu verpassen und rannte wieder hoch auf mein Zimmer. Mist, ich hatte es doch geahnt, die Küche war leer, die Frauen waren weg. Zum Glück saßen die Männer noch im Wohnzimmer, aber sie spielten nicht mehr, sondern waren schon bei der Schlussabrechnung. Ich wollte mich grade im Haus nach Bärbel umschauen, da öffnete sich die Tür zum Wohnzimmer und sie kam gefolgt von den beiden Nachbarinnen herein.

Jetzt ging es endlich los. Bärbel, Siegrid und Danny hatten sich für den gemütlichen Teil um- bzw. ausgezogen. Obwohl Bärbel die Älteste war, war sie bei weitem auch die heißeste von den Dreien. Ihr Spitzen-BH modellierte ihre Brüste in ein spektakuläres Dekolleté und der Tanga brachte ihren Hintern voll zur Geltung.

Was Siegrid, Klaus-Dieters Frau, an Oberweite fehlte, versuchte ihr leuchtend rotes Mieder wettzumachen. Es endete knapp unter ihren kleinen Brüsten und drücke sie so nach oben, dass sie nach ein bisschen mehr aussahen und weniger hingen. Außerdem verdeckte es ihren runden Bauch und die Speckröllchen an der Seite. Ich stellte mit Genugtuung fest, dass Siegrid noch fetter wie ich war.

Mit Siegrids Kilos hatte ich schon so meine Erfahrung gemacht. Beim Sommerfest vor zwei Jahren hatte sie sich neben mich gesetzt und so an mich gedrängt, dass ich schon Angst bekam, dass sie mich erdrückt. Zum Glück hat Bärbel mich gerettet und mich noch mal zum Bierholen geschickt.

Oder hatte sie das aus einem ganz anderen Grund getan? Wollte sie mich von Siegrid fernhalten oder wollte sie mich loswerden, um selbst mit den Nachbarn aktiv zu werden? Das war wieder mal so ein Moment, der auf den zweiten Blick ganz anders aussah, als ich ihn in Erinnerung hatte. Mir wurde ganz mulmig bei dem Gedanken an all die Jahre, die Bärbel und ich bis heute zusammengelebt hatten. Alles eine Lüge? Schnell konzentrierte ich mich wieder auf die Gegenwart, d.h. die Geschehnisse im Wohnzimmer.

Danny, die Jüngste, war mit ihrem einfachen schwarzen Sport-Bustier und einem winzigen Höschen am wenigsten aufgebrezelt. Aber das sportliche Outfit brachte den schlanken Körper und den hellen Teint der Rothaarigen optimal zur Geltung. Um ehrlich zu sein, war mir Danny schon wieder fast zu dünn. Was die dicke Siegrid zu viel hatte, hätte Danny gut gestanden. Meine Bärbel war wieder einmal die Begehrenswerteste von allen Nachbarinnen, musste ich verträumt feststellen.

„Da sind ja unsere Trumpf-Damen für unsere nächste Partie“, kommentierte Hans das Auftauchen der Frauen. Auch Klaus-Dieter und Daniel klatschten und pfiffen. Nur Lars guckte irritiert und wusste nicht so recht, wie er mit der Situation umgehen sollte.

Geschmeichelt vom Applaus der Männer stellten sich Bärbel, Siegrid und Danny vor dem Sofa nebeneinander auf. Jetzt sah ich es erst, die drei so unterschiedlichen Frauen trugen alle dieselben Höschen: schwarze oder rote Tangas mit einem großen goldenen Spielkartensymbol im Schritt. Bei Bärbel war es Kreuz, bei Danny Pik und bei Siegrid Karo.

Während die beiden anderen verlegen wirkten, genoss Bärbel ihre Rolle als Animierdame. Sie strahlte die Spieler an und legte die Hände auf ihre Knie, wofür sie Brust und Po herausstrecken musste. Dann ging sie mit wiegenden Schritten zum Sofa und ließ sich selbstbewusst zwischen Hans und Lars fallen.

Bärbel legte ihre Hand auf Lars‘ Oberschenkel. „Ich hoffe, du bleibst für den gemütlichen Teil.“

„Also, ich weiß nicht“, stotterte Lars. „Ich bin jetzt gar nicht darauf eingestellt. Und mitgebracht habe ich auch nichts.“

Er sah hilfesuchend zu Hans hinüber. Der erklärte in gönnerhaftem Ton: „Mensch, Junge, wenn dich die Hausherrin schon so nett bittet. Sie ist der höchste Trumpf im Spiel … Beim nächsten Mal kannst du uns dann ja deine Sabine vorstellen. Wir brauchen ja noch eine Herz-Dame“

„Aber Sabine steht eigentlich nicht auf so Spielrunden. Sie bleibt lieber für sich.“

„So ein Quatsch. Deine Frau wird hier gut reinpassen, wenn sie auch so devot ist wie Danny, Siegrid und …“

Hans hielt inne und dachte einen Moment nach. Dann fuhr er fort: „… Bärbel ist eine Ausnahme. Die ist nicht eigentlich devot sondern einfach naturgeil!“

Damit beugte er sich zu meiner Frau hinüber und küsste sie hart. Als er fertig war schob er sie zu Lars rüber. Bärbel kuschelte sich an seine Brust, schaute ihn von unten an und raunte ihm zu:

„Ich muss immer wieder an unseren Abend beim Nachbarschaftsgrillen denken ... das heute kann eine geile Wiederholung werden! Wird ja auch Zeit. Und keine Angst, die Jungs wissen Bescheid und sind verschwiegen.“

Da konnte Lars nicht widerstehen und begann, sie erst schüchtern, dann immer fordernder zu knutschen und zu befummeln.

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