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Chapter 23 by Daemony Daemony

What's next?

Wir sind alle gleich. Oder doch nicht?

Heike kehrte auf die Bank zurück, nachdem sie die düstere Realität der Zelle und die Demütigung ertragen hatte. Ihre Wangen brannten noch immer. Milena sah ihr mit wachen Augen entgegen, doch war da noch mehr in ihrem Blick, das Heike noch nicht interpretieren konnte. Sie ließ sich schwer neben die andere fallen. "Was ist los?", zischte sie.

"Du hast da nichts drunter an", gluckste die andere belustigt und zupfte an Heikes Umhang.

"He! Lass das!" Heike riss ihr den dicken, groben Stoff aus den Fingern. Dann flüsterte sie kleinlaut: "Woher willst du das wissen?"

"Ganz einfach. Als du den Niqab hochgehoben hast - schöne Waden übrigens - hast du nicht darunter gefasst, um einen Slip oder sonst etwas loszuwerden, bevor du gepinkelt hast. Stimmt's?"

Heikes Gesicht wurde noch röter, wenn das überhaupt möglich war. Sie nickte betreten, hatte aber das Gefühl, sich verteidigen zu müssen. "Und wenn schon? Wir sehen hier doch alle gleich aus. Und unter diesen formlosen, verhüllenden Kleidern sind wir einfach nur Frauen." Sie wies mit einer umfassenden Geste in die Umgebung.

"Ach, meinst du?"

Heike ignorierte die Bemerkung. Das Thema wurde ihr unangenehm. Um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, fragte sie: "Was hast du getan, um hier eingesperrt zu werden?"

"Willst du das wirklich wissen, Prinzessin?" Ihre Antwort war kaum mehr als ein scharfes Ausatmen.

Milenas Haltung veränderte sich, sie wurde steifer, kälter, distanzierter. Sie antwortete nicht sofort, ihre Finger klopften in einem schneller werdenden Takt auf die rissige Bank. Das Licht in der Zelle schien dunkler zu werden, das stetige Summen der gedämpften Gespräche schien leiser zu werden und in den Hintergrund zu treten. Heike wartete ab, sie spürte die wachsende Spannung zwischen ihnen. Doch ihre Neugier war größer als ihre Angst, dass die Wahrheit schrecklich sein könnte. Sie nickte.

Milena musterte sie scharf im schummrigen Licht. Dann stieß sie mit einem bitteren Lachen hervor: "Ich bin hier, weil es mich gibt.“

Heike runzelte verwirrt die Stirn. Sie verstand nicht. "Was soll das heißen?“

Milenas Augen verdunkelten sich und zum ersten Mal wurde sie todernst. „In diesem Land sind Männer Männer und Frauen sind Frauen. Es gibt keinen Platz für ... irgendetwas anderes oder dazwischen. Wenn man diese Grenze überschreitet, ist man plötzlich eine Bedrohung. Eine Beleidigung. Ein Verbrechen. Nur, weil man existiert.“

Heikes Atem stockte. Sie war sich nicht sicher, ob sie richtig verstanden hatte. Sie schüttelte ungläubig den Kopf.

"Doch." Milenas Bestätigung war vollkommen tonlos, eigentlich nur ein bloßes Bewegen der Lippen. Um ihre Behauptung zu untermauern, ergriff sie Heikes Hand und führte sie gegen deren Widerstand in ihren Schoß. Heikes Augen wurden groß und größer. Was sie dort fühlte, war ... eindeutig. Ein männliches Glied, das unter ihrer widerstrebenden Berührung wahrnehmbar anwuchs. Ihr lief ein Schauer über den Rücken.

"Aber warum? Warum bist du dann hier? Bei den Frauen?"

Sein Lachen war bitter und hohl. "Ich habe mir das nicht ausgesucht. Als sie mich verhafteten, sah ich aus wie eine Frau. Also steckten sie mich hier rein. Und ich werde einen Teufel tun, diese Verwechslung aufzuklären. Wenn sie herausfinden, was ich wirklich bin ..." Er beugte sich näher zu Heike und seine Stimme wurde fast zu einem Knurren. „Du denkst, diese Zelle ist schlimm? Es gibt schlimmere Orte, an die sie Leute wie mich schicken. Orte, an denen es egal ist, ob du jemals lebend wieder herauskommst.“

"Weshalb erzählst du mir das?"

"Weil ich Angst habe. Weil ich darüber reden muss, um die Angst zu verarbeiten. Und weil ich glaube, dass du der einzige Mensch bist, mit dem ich an diesem Ort darüber reden kann."

Heike wurde von Mitgefühl überschwemmt und drückte unwillkürlich mit der Hand zu. Milena - oder wie auch immer die Person neben ihr hieß - stöhnte und lehnte sich mit geschlossenen Augen zurück. Der Schwanz unter ihrer Hand wurde prompt härter und versuchte, sich aufzurichten.

Wie kann sie verhindern, dass es auffällt?

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