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Chapter 117 by Hentaitales Hentaitales

Wie was und wen jetzt?!

Wie ist das passiert?

"Aber-" Mir fiel fast die Kinnlade herunter vor Verblüffung. "Lilly? Jens?"

"Ist am Ende der Zehnten passiert", fuhr Sophie im Plauderton fort, "auf Klassenfahrt. Am letzten Abend haben sich alle ziemlich zugesoffen, und da dachte Lilly wohl, es wäre ne gute Idee, wenn sie sich von Jens mal ohne sein Einverständnis ein Zwillingspärchen abholt. Hat gewartet, bis alle eingeschlafen waren, dann nen Mund voll Brustmilch von Valerie abgenuckelt und die Milch dann Jens in den Mund laufen lassen, damit ihm die Latte steht. Hätte auch geklappt, wäre Jens nicht mittendrin aufgewacht."

Ich starrte sie an. "Du verscheißerst mich."

Aber sie schüttelte nur den Kopf. "Lilly ist ein bisschen psycho", sagte sie, "aber halt nur gegenüber Jens."

"Warum hat er ihr dann zu Weihnachten-"

"Damit sie ihn endlich in Ruhe lässt", seufzte Sophie. "Sie hat hoch und heilig versprochen, wenn er ihr die Möse pimpt, dann hört sie mit dem Gestalke auf. Aber wenn sie versucht hat, dich quasi als Botschafter vorzuschicken, ist sie wohl doch noch auf ihrem Trip. Scheint so, als müsste ich ihr wohl doch noch mal Vernunft einreden. Oder ich mach sie einfach vernünftig. Wenn sie keine Lust mehr empfinden kann, wird ihr auch Jens egal sein..."

Ich schluckte. "Also, du musst da nichts überstürzen", sagte ich. "Erst mal würde das meinen Job erschweren - nämlich, sie schwanger zu kriegen - und zweitens denke ich nicht, dass sie das verdient hat. Sie kommt vielleicht psycho rüber, aber ich glaube, sie ist einfach nur **** und frustriert." Und außerdem mochte ich sie eigentlich ganz gerne und wollte nicht, dass ihr etwas Schlimmes zustieß - und Sophie erfüllte eindeutig die Definition von "etwas Schlimmes". Aber das sagte ich nicht laut.

Sophie zuckte einfach nur mit den Schultern. "Dann probier du dein Glück", meinte sie leichtherzig, "ich bin auch nicht scharf drauf, sie mir vorzunehmen. Ich warte damit, bis Jens oder Anna mich drauf ansprechen."

"Danke." Das ließ mir immerhin einige Tage, um mir etwas zu überlegen, auch wenn ich noch keine Ahnung hatte, wie ich es anstellen sollte. Und zumindest am morgigen Tag hatte ich mir schon etwas anderes vorgenommen: Bianca zum Arzt zu begleiten.


Bianca und ich wurden direkt nach der Schule von Dr. Presser abgeholt. Sie fuhr dabei einen kleinen weißen Lieferwagen mit dem Aufkleber "Eilige ****" an der Windschutzscheibe. Die Fahrt ging ein kleines Stück aus der Stadt hinaus in einen Vorort, und dort in ein fünfstöckiges Gebäude, vor dem das Schild "Panacea-MVZ Omnisanum" stand. Jetzt erst erinnerte ich mich wieder daran, woher ich den Namen "Panacea" kannte, der ja auch in Dr. Pressers E-Mail-Adresse stand: das war eine Organisation, die Krankenhäuser aufkaufte und betrieb. Ich musste wohl irgendwo schon mal von ihnen gelesen haben.

"Wir müssen hoch ins fünfte", sagte Dr. Presser, während sie den Wagen abschloss. "Da findet die ganze Prozedur statt. Minimalinvasiv und sehr schonend. Bist du schon aufgeregt, Bianca?"

"Ach, es geht", sagte sie, "das letzte Mal war's schlimmer. Da waren es zwei ****, und die Technologie war noch ganz neu. Das heute ist ja fast schon Routine."

Ich teilte ihre entspannte Sicht nicht so ganz. "Und da kann echt nichts schiefgehen?" wollte ich wissen. "Immerhin holen sie das Baby mitten in der Schwangerschaft aus dem Bauch der Mutter raus; das klingt doch schon riskant."

Dr. Presser lächelte mich beruhigend an. "Ende zweites Trimester klingt früh", sagte sie, "aber der künstliche Uterus ist seit über fünf Jahren ausgereift, und die ersten Prototypen sind sogar schon zwanzig Jahre her. Und für die Mütter ist es so wenig belastend, dass wir die ganze Behandlung ambulant ausführen können. Klar sollte es Bianca danach noch ein paar Tage lang ruhiger angehen lassen. Aber eine Gefahr ist das keine mehr."

"Letztes Mal war ich hinterher sogar noch zwei Tage zur Beobachtung im Krankenhaus", sagte Bianca. "Nicht mal mehr das ist anscheinend noch nötig."

"Na gut", sagte ich, immer noch leicht zweifelnd. "Dann lass ich mich mal überraschen."

Was erwartet mich?

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