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Chapter 33

What's next?

Was macht Klaus daraus?

Scheikh Hamza bestand darauf, seinen eigenen Wagen zur Verfügung zu stellen, um Heike sicher nach Hause bringen zu lassen. Also stieg sie in der Tiefgarage in die breite, komfortable Limousine mit den verdunkelten Scheiben. Das Fahrzeug schwebte eher über die Straßen, als dass es rollte. Während der Fahrt fühlte sie sich beinahe wie eine Königin,

Die beiden Wachen an der Zufahrt zur Ausländersiedlung, die sich ansonsten ein Vergnügen daraus machten, jeden anzuhalten und akribisch die Papiere zu kontrollieren, obwohl sie mittlerweile alle Bewohner persönlich kennen mussten, öffneten die Schranke schon, als sich die schwarze Karosse nur von weitem näherte. Als sie an ihnen vorbeirauschte, nahmen sie sogar eine militärisch anmutende Haltung an.

Zurück im Apartment fragte sich Heike zunehmend verzagt, was für Folgen ihr ungebührliches Verhalten haben würde, für sie selbst, vor allem aber für Klaus. Es war offensichtlich und auch ein wenig beunruhigend gewesen mitzuerleben, wie unterwürfig ihr Mann dem Scheich gegenüber auftrat. Es wäre gewiss keine gute Idee, sich sein Wohlwollen zu verscherzen. Sie konnte nur hoffen, dass ihr Auftritt von ihm nicht als despektierlich aufgefasst worden war.

Um ihre Nerven zu beruhigen, schenkte sie sich ein Glas von dem merklich gewachsenen Vorrat an Alkoholika ein, ohne genauer darauf zu achten, was sie dabei erwischte. Und es blieb nicht bei dem einen Glas.

Die Sonne war bereits wieder hinter dem Horizont verschwunden, als sich die Haustür öffnete und Klaus hereinspazierte. Er wirkte sichtlich aufgekratzt und lächelte breit. Er warf die Tasche mit seinem Laptop geradezu in eine Ecke und ließ sich neben Heike aufs Sofa plumpsen.

„Sag mal, was hast du mit Scheikh Hamza gemacht? Nach eurem Rundgang war er so aufgeschlossen und freundlich wie noch nie zuvor. Er billigte alle unsere Vorschläge für die nächste Projektphase, lobte uns für seine Verhältnisse überschwänglich für die guten Fortschritte, die die Arbeiten gemacht haben. Und das Beste von allem: Um den Erfolg zu feiern, lädt er die gesamte Belegschaft am Samstag zu einer Party ein. Das ist unglaublich!“

Er fasste seine Frau an beiden Händen, zog sie an sich und küsste sie zärtlich. Dann schob er sie wieder etwas weg, leckte seine Lippen ab und sah sie stirnrunzelnd an.

„Hast du getrunken?“

„Vielleicht? Ein bisschen?“, lallte sie.

„Weißt du was?“, schlug er vor, „Geh doch unter die Dusche und dann ins Bett.“

„Aber nur, wenn du mitkommst.“

Sie versuchte, ihn noch einmal zu küssen, aber er hielt sie auf Abstand.

„Ja, ich komme dann. Vorher will ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigen. Geh du schon mal vor.“

Als Heike am nächsten Morgen mit einem leichten Brummschädel aufwachte, war die Betthälfte neben ihr leer und unbenutzt. Sie fand Klaus mit einer Tasse Kaffee schon wieder über den Laptop gebeugt am Frühstückstisch.

„Guten Morgen, Schlafmütze. Wie geht es dir?“, begrüßte er sie fröhlich. Jedenfalls viel fröhlicher, als sie sich fühlte. Als Antwort brummte sie nur unverständlich und holte sich selbst einen Kaffee und ein Glas Orangensaft.

„Warum warst du nicht im Bett?“, fragte sie mürrisch, nachdem ihr Verstand entschieden hatte, ihr wieder einigermaßen zur Verfügung zu stehen.

„Du hast so tief geschlafen, da wollte ich dich nicht stören. Und außerdem“, er verzog den Mund zu einem schiefen Grinsen, „hast du durchdringend geschnarcht. Da hab‘ ich mich aufs Sofa gelegt.“

Sie knirschte mit den Zähnen. Wieder drehte er es so, als ob es ihre Schuld war, dass sie die Nacht nicht zusammen verbracht hatten. Dabei sehnte sie sich doch nur nach ein wenig Nähe und Zweisamkeit. Verflixt nochmal, was stimmte zwischen ihnen beiden nur nicht?

Hastig schlürfte er seine Tasse leer, klappte den Rechner zusammen und stand auf.

„Ich muss los. Wir sehen uns heute Abend.“

Er war schon fast zur Tür hinaus, als ihm noch etwas einfiel und er sich halb umdrehte.

„Ach so, habe ich beinahe vergessen: Bennu kommt heute vorbei, um endlich das Sonnensegel zu installieren. Ich habe ihm grob erklärt, wie wir uns das vorstellen. Aber es wäre bestimmt gut, wenn du ihn nochmal genau einweist, damit die Terrasse dann auch richtig Schatten hat. Also dann, bis später. Hab‘ Spaß!“

What's next?

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