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Vicky bei den Namenlosen 3

Chapter 103 by Geilspecht99 Geilspecht99

Auf eine genauere Darstellung der Namenlosen Feier wird an dieser Stelle verzichtet, dem Leser sei nur folgendes gesagt: Lisa und Helena wurde angeboten, in die Riege des Zirkels aufgenommen zu werden, allerdings war nur Platz für eine von ihnen. Die beiden jungen Frauen waren bösartig und durchtrieben, aber dennoch hatte das gemeinsame Schicksal sie zusammengeschweißt und zu so etwas wie Freunden gemacht. Helena schaltete schneller und bevor Lisa richtig begriffen hatte, was man von ihr forderte, lag sie schon bewusstlos auf dem Boden.

Als Lisa wieder erwachte, war sie vor dem Altar auf einen Bock gefesselt und bettelte um einen raschen Tod, doch ihre Bitte wurde nicht erhört. Schon mit dem ersten Schnitt stellte die Gräfin klar, dass Lisa langsam und grausam sterben sollte.

Ab diesem Zeitpunkt konnte James Miranda und Sieghart nicht mehr berichten, was er sah, es war zu abstoßend. Sie boten ihm an abzubrechen, aber das kam nicht in Frage, solange er noch magische Kraft hatte; wenn Vicky das ertragen musste, nahm er das auch selbst in Kauf, um nur irgendwie bei ihr zu sein.

Dazu muss natürlich auch gesagt werden, dass Miranda und Sieghart annahmen, dass Vicky es war, die James so schockte und sie fragten auch nicht nach, noch nicht!

Vicky schaffte es irgendwie, sich großteils rauszuhalten, aber was sie und James mit ansehen mussten, war weit von dem entfernt, was Menschen miteinander machen sollten.

Vicky machte sich aus dem Staub, sobald sie konnte, heulend schminkte sie sich ab, dann versiegte James Kraft und seine Verbindung zu Vicky riss ab.


Das Gesehene hatte James zutiefst erschüttert, selbst, dass Vicky nicht gefallen war, konnte das anfangs nicht überdecken. Er wollte den anderen beiden sagen, dass Vicky keine Namenlose war, brachte aber kaum einen geraden Satz zustande. Miranda versuchte ihm beizustehen, aber James war noch zu aufgewühlt und wollte sich nicht helfen lassen.

Unterdessen nutzte Sieghart die Gelegenheit, ein wenig mit Miranda zu sprechen. Sie hatte bisher keine einzige Andeutung bezüglich ihrer Affäre im hohen Norden gemacht und Sieghart war nun sicher, dass sie keinen Wert mehr darauflegte, die Affäre, wie damals angekündigt, noch nicht ganz enden zu lassen. Doch da erzählte sie ihm in einem Satz, dass sie darauf bestehen würde, einen Dreier mit ihm und ihrem Geliebten zu haben und praktischerweise würden sie Theodan in ein paar Tagen treffen. Er wollte sich höchstpersönlich einen Eindruck von James machen.

Erst am zweiten Morgen nach Neumond machten sich auf den Weg zurück Richtung Hauptstadt. Am nächsten Tag gelang es James, Miranda und Sieghart davon zu überzeugen, dass Vicky nicht gefallen war.

Theodan blieb wegen Vicky skeptisch, auch wenn James voller Inbrunst für sie plädierte. James verbrachte dann die ganze Nacht mit Dagobert, der nach seinen Anweisungen Bilder der ihm unbekannten Besucher der grausamen Feier anfertigte, um herauszubekommen, wer sie waren.
Theodan und Miranda begaben sich zeitig zu Bett und Sieghart war sehr zufrieden nicht mitkommen zu müssen.

Naturgemäß war Sieghart der Erste, der wach war, er hatte sich an das Ufer des großen Flusses gesetzt, als auf einmal Miranda neben ihm stand.

“Ich weiß, dass die Konstellation ein bisschen seltsam ist, aber mach dir keine Sorgen wegen Theodan. In dem Fall ist er nicht eifersüchtig, im Gegenteil er kann es gar nicht erwarten zu sehen, wie ich abgehe, wenn ihr mich gemeinsam durchnehmt.” Sie trug nur ein Nachthemdchen, drückte ihre Brüste gegen seinen unbedeckten Rücken und küsste ihn auf die Wange.
“Ein bisschen Zeit gebe ich dir noch, aber dann erwarten wir beide von dir, dass du uns regelmäßig besuchst”, hauchte sie, während sie ihre Brüste an ihm rieb. Ein bisschen hatte sie sogar gehofft, dass er gleich mitkommen würde, aber er wagte es nicht einmal, ihre Berührungen zu erwidern.
“Muss das sein?”, war alles, was er erwidern konnte.
“Wir wünschen es uns und du willst es dir doch weder mit dem Onkel des Kaisers, der auch Chef des Geheimdienstes ist oder gar einer Hexe verscherzen”, sagte sie, als sie ihn umrundete und sich dann mit einem Kuss auf seine geschlossenen Lippen verabschiedete. Sie musste nicht sagen, was sie vorhatte, wenn sie zurück zu Theobald gehen würde, Ihr Blick sagte alles, doch er schüttelte nur den Kopf.

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