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Chapter 53 by Caranthyr Caranthyr

Wird sie befreit?

Trost in Alejandros Armen

Völlig niedergeschlagen stand Finja ganz alleine nackt in dieser ruhigen lauen Nacht am Ende des Steges. Ihre Hände waren unbenutzbar vor ihrem Hals in ihren eigenen Haaren eingewickelt. Ein Lederband verband gnadenlos ihre gefesselten Hände mit einem Ring am großen Stützpfahl, der ganz am Ende des fünf Meter langen Steges stand. Sie kam sich vor wie ein Pferd, das auf seinen Besitzer wartete. Vom ständigen Zug ihrer Haare schmerzte ihre Kopfhaut ganz fürchterlich, darum hielt sie die ganze Zeit ihre Arme in die Höhe. Leider hatte sie mittlerweile kaum noch die Kraft dazu, darum lehnte sie sich nach einiger Zeit gegen den Pfahl. **** hoffte sie, dass endlich irgendjemand kommt.

Ihr Gebet wurde erhört! Irgendwo in der Ferne erkannte Finja zwei Männer, zielstrebig gingen sie nebeneinander den Strandweg entlang in ihre Richtung. Finja kniff ihre Augen für ein kleines Stoßgebet zusammen, 'Bitte bitte, kein Sex! Ich WILL nicht!'. So gefesselt, wie sie an diesem Pfahl hing war sie ja nun wirklich wie eine Praline auf einem Präsentierteller! Immer näher kamen die beiden, jetzt erkannte Finja einen von ihnen, und ihre Mine hellte sich blitzartig auf - es war Alejandro. Ihn hatte sie in ihrer Parzelle im Beisein von Resl und Bambi geritten, ganz genau erinnerte sie sich an ihren Orgasmus mit ihm - kein Wunder, er war so ein feiner Kerl.

Einige Augenblicke später standen die beiden vor ihr, sie sahen ein ziemlich erschöpftes nacktes Mädchen. Besorgt sahen die beiden jungen Männer sie an, ohne Umschweife löste Alejandro die Knoten, anschließend hielt er Finja fest, sonst wäre sie wohl auf den Boden oder gar ins Wasser gefallen. Gemeinsam gingen sie vom Steg auf den Strandweg, beide stützten Finja behutsam unter ihren Achseln. Auf einer Bank direkt vor dem Steg setzten sie sich hin, Finja saß in ihre Mitte, mit gesenktem Kopf saß sie da wie ein Häufchen Elend. "Santo? He treat you bad?" fragte Alejandro besorgt. Geknickt nickte Finja, jetzt musste sie so richtig gegen die Tränen ankämpfen. "This bastard! You're such a nice girl!" rief Alejandros Begleiter. Dankbar lächelte Finja ihn, wenn auch schwach an. "Alves!" stellte er sich vor. "Mango Cat" stellte auch Finja sich vor. Alves fuhr fort, "We had breakfast together Friday morning. You remember?". Finja überlegte, ... ja klar, das Frühstück, kurz bevor dieser abgefahrene Doctor Swantje und sie auf seinem Gyn-Stuhl durchgerammelt hatte und ihnen diese bescheuerten Gummikugeln vermacht hatte! Er klopfte Alejandro auf die Schulter, "He's my little brother". Die beiden sprachen so lieb zu Finja, für den Augenblick vergaß sie ihren ganzen Kummer. Beide Männer umarmten sie sachte, doch Finja schlüpfte richtig in Alejandros Schulter hinein. Bewundernd sagte Alves, "I'm your fan, Mango! The party... you were soooo sweet! Your smile... woooow, ... really... I love you! Can you smile again like this?". Von ganz alleine lächelte Finja ihn nun breit an, er sagte das ja auch sowas von süß. Statt zu antworten, gab sie ihm einen Kuss auf die Wange. "Hey!" beschwerte Alejandro sich, Finja drehte sich zu ihm, er war tatsächlich eifersüchtig, war das herrlich! Demonstrativ streckte er ihr seine Wange entgegen, da musste Finja kichern. Natürlich küsste sie seine Wange besonders lange, weil sie ihn so lieb fand.

"My hair... aua! May I lye down?" hauchte Finja. Sanft lächelte Alejandro sie an, "Of course, my love!". Einen Moment später lag Finjas Kopf auf Alejandros Schenkeln, ihr angewinkeltes Knie lag auf Alves' Beinen. Sanft streichelte Alejandro durch Finjas Haare" und Finja genoss diese liebe Behandlung. Das war so viel schöner als mit diesem gemeinen Santo! Leise sagte Alejandro "Don't worry, my love. The boss loves you! I know it! All will be good!". "Really???!" fragte Finja ungläubig. Wie gerne wollte sie das glauben! Natürlich bezweifelte sie das - wie konnte er sie lieben, wenn er ihr so schlimme Sachen antat?! Alejandro nickte, "Yes! He always talks about you, I can see it in his eyes, he loves you!". Das überzeugte Finja, darum beschloss sie einfach, ihm das jetzt zu glauben, Fesseln hin oder her. Verliebt lächelte Finja ihn an, jetzt fühlte sie sich wirklich wieder besser! Ganz eindeutig bemerkte sie jedes Mal, wenn Alejandro und Alves für einen kurzen Augenblick heimlich ihren nackten Körper anschauten. Doch das nahm sie ihnen nicht übel, es waren eben Männer, da konnten sie natürlich nichts dafür.

Als Finjas Augen vor Müdigkeit allmählich zufielen stand Alves auf, "Come Mango Princess, we bring you into your bed", galant bot er ihr seine Hand zum Abstützen an. Schmunzelnd folgte sie ihm, 'Mango Princess' klang herrlich kitschig. Behutsam nahmen die zwei Jungs Finja in ihre Arme. Das war eigentlich gar nicht mehr nötig, doch Finja ließ sich von den zweien sehr gerne helfen, vor allem entlastete das ihre schmerzende Kopfhaut. So gingen sie den Strandweg entlang, bis sie schließlich am Eingang der großen Hazienda standen. Dieses Haus war Finja überhaupt nicht geheuer, doch mit den beiden hatte sie keine Angst. Gemeinsam gingen sie zuerst durch den schwach beleuchteten Flur, dann die breite Treppe hinab in den Keller. Schließlich standen sie genau vor dem Raum, in dem Finja vor einigen Tagen eine Nacht mit Swantje verbracht hatte. Ob sie dort drin war? Finja würde es gleich erfahren, denn schon drehte Alves einen Schlüssel im Türschloss. Leise öffnete er die Tür, und alle drei huschten in den Raum - dann knipste Alves das Licht an.

Finja erschrak, da lagen zwei blonde Mädchen im Bett, die Decke war bis über ihre Köpfe gestülpt, nur ein paar blonde Haare und zwei Paar lange künstliche Katzenohren schauten heraus, links ein grünes Paar, rechts ein gelbes. Sollte sie sich etwa in dieses kleine Bett zu den Zweien dazulegen?! Sie erinnerte sich, wie sie sich gemeinsam mit Swantje da reingequetscht hatte und sogar einmal rausgeflogen war. "Sorry, we don't have enough beds" sagte Alejandro entschuldigend auf Finjas fragenden Blick hin, auch Alves zog entschuldigend seine Schultern mit leicht erhobenen Händen hoch. Verständnisvoll nickte Finja ihnen zu. In diesem Moment wachten beide Mädchen auf, verschlafen blinzelten sie Finja und die beiden Jungs an. Finjas Augen weiteten sich, denn die Äußere der beiden war... Swantje! "Swan... äh ... Zitrone! Wie schön, dich zu sehen!" juchzte Finja erfreut.

Was erwartet Finja nun?

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