Chapter 6
by
Jan1974
What's next?
Tom
Soweit Sonja sich erinnern konnte, war Tom der Älteste der drei Jungs – wobei auch das relativ war. Wenn sie richtig lag, war er vielleicht ein Jahr älter als Luca, aber sein Auftreten wirkte deutlich reifer. Selbstbewusst, direkt, mit einem leichten Schalk in den Augen. Während Nico sich bei ihrem Gespräch noch unsicher und vorsichtig gegeben hatte, ergriff Tom sofort das Wort, als er sich zu ihr setzte:
„Also... du bist also die Frau mit dem Pool, ja?“
Sonja zog spielerisch die Augenbrauen hoch.
„Die Frau mit dem Pool? Das klingt ja fast wie ein Spitzname. Was soll das denn heißen?“
Tom grinste.
„Na ja… Luca hat da so ein paar Geschichten erzählt. Und ganz ehrlich – ich bin mir nicht sicher, ob ich ihm alles glauben soll.“
Sonja setzte ein interessiertes Gesicht auf.
„Aha? Und was genau hat er denn erzählt, unser lieber Luca?“
„Tja…“, begann Tom gedehnt, als würde er sich bewusst Zeit lassen, „…er meinte, dass er dich bei einem seiner ersten Poolbesuche ziemlich direkt angemacht hätte – und dass du, na ja, nicht gerade abgeneigt gewesen wärst. Angeblich hättet ihr es da ziemlich wild getrieben. Direkt am Pool.“
Sonja lächelte, ein Hauch von Belustigung in ihrem Blick.
„Interessant. Ich erinnere mich irgendwie… wie soll ich sagen… leicht anders an die Geschichte.“
Tom lachte laut auf.
„Das dachte ich mir fast. Ich kenn Luca schon lange – und so, wie ich ihn kenne, ist er eigentlich nicht gerade der Typ, der eine Frau einfach so offensiv angeht.“
Sonja nickte bestätigend.
„Ganz genau. Um ehrlich zu sein, war ich es, die den ersten Schritt gemacht hat.“
Tom wirkte amüsiert.
„Das klingt definitiv realistischer.“
Sie mochte seine direkte, entspannte Art. Im Gegensatz zu Luca, der sich zumindest anfangs noch vorsichtig gegeben hatte, und Nico, der fast schon nervös wirkte, schien Tom völlig offen und ehrlich zu sprechen – auch über intime Dinge.
„Ja, die beiden sind schon etwas zurückhaltender“, meinte Sonja, „vor allem Nico. Der ist wirklich sehr schüchtern.“
„Stimmt“, sagte Tom sofort. „Das ist Nico halt. Der mit dem dicksten Schwanz ist immer der schüchternste – ist doch klar.“ Er lachte bei seinen eigenen Worten, als wäre es ein festes Naturgesetz.
Sonja war kurz überrascht von der direkten Aussage, musste dann aber ebenfalls lachen.
„So so, der mit dem dicksten Schwanz, ja? Woher willst du das denn wissen?“
Tom grinste breit.
„Na ja, wir wohnen halt zusammen. Da bekommt man so einiges mit.“
Sonja beugte sich leicht vor.
„Jetzt mach’s nicht so spannend – was genau kriegt man denn so mit, wenn man zusammenwohnt?“
„Ach“, meinte Tom, nun in lässigerem Ton, „nichts Spektakuläres. Wir haben nur einen Fernseher, und manchmal – wenn’s spät ist, keiner unterwegs – da läuft halt ein Porno. Anfangs hat sich jeder noch heimlich was selbst gemacht… aber irgendwann ist das ein bisschen… offener geworden.“
Sonja hob interessiert eine Augenbraue.
„Heißt das, ihr sitzt dann zu dritt vorm Fernseher… und jeder macht sich einen runter?“
Tom zuckte grinsend mit den Schultern.
„Tja… klingt vielleicht schräg, aber ja, so in etwa. Irgendwann war’s einfach entspannter, das nicht mehr zu verstecken. Und ganz ehrlich – das nimmt voll den Druck raus. Ist fast schon wie Zähneputzen.“
Sonja lachte.
„Na dann – eine WG mit echter Hygienekultur.“
„Genau“, sagte Tom grinsend. „Und dabei – na ja, da kriegt man halt zwangsläufig mit, wie die anderen so… ausgestattet sind. Und ich sag’s dir ehrlich: Nico… der ist wirklich beeindruckend. Nicht unbedingt länger als meiner – aber deutlich dicker. Luca ist da eher im Mittelfeld unterwegs.“
„Und du?“, fragte Sonja mit einem leicht verspielten Tonfall. „Hast du da manchmal Komplexe, wenn du das so direkt vergleichen kannst?“
Tom lachte auf, schüttelte den Kopf.
„Nein, gar nicht. Ich bin ganz zufrieden. Ich würd sagen, ich liege auf einem guten Niveau – Luca und ich schenken uns nicht viel. Nico… der spielt einfach in einer anderen Gewichtsklasse.“
Sonja legte den Kopf leicht schief, musterte ihn.
„Und wie oft passiert sowas? Also dieses gemeinsame… Zähneputzen vorm Fernseher?“
Tom dachte kurz nach.
„Nicht ständig. Aber so alle paar Wochen. Je nachdem, wie viel Stress wir haben – und wie viel Lust. Es passiert halt leider nicht oft, dass man hier mal 'ne interessante, offene Frau kennenlernt. Und dann… na ja… muss man sich eben selbst helfen.“
„Da haben wir Frauen’s schon ein bisschen leichter, meinst du?“ Sonjas Stimme war neckisch.
„Definitiv. Und bei dir…“, Tom warf ihr einen offenen Blick zu, „…wenn ich so auf dein Top schau, dann kann man schon mal abgelenkt sein. Das lässt wenig Raum für Fantasie – aber viel für Tagträume.“
„Freut mich, wenn’s dir gefällt“, erwiderte Sonja süßlich.
„Und wie“, sagte Tom. „Ganz ehrlich – im Nachhinein tut’s mir fast leid, dass ich nicht den Job als Poolboy angenommen habe. Dass Luca das erleben durfte… verdammt, das war pures Glück.“
Sonja hielt seinem Blick stand, ließ ihn nicht entkommen. Ihre Stimme wurde leiser, rauer.
„Man kann ja nie wissen, was in so einem Urlaub noch alles passiert. Wir sind ja noch ein paar Tage hier…“
Tom grinste breit.
„Das klingt ja fast wie ein Versprechen.“
„Vielleicht. Vielleicht auch nur ein Spiel mit der Fantasie.“
Er lehnte sich ein Stück vor, ernsthafter nun.
„Jetzt sag mal… stimmt das eigentlich? Was Luca erzählt hat? Dass dein Mann das Ganze beobachtet hat – und es sogar genossen hat?“
Sonja lächelte. Ihre Augen funkelten.
„Ja, das stimmt. Wir sind da… ziemlich offen miteinander. Wir geben uns gegenseitig Freiheiten – und er liebt es, wenn ich sie auslebe.“
Tom schüttelte leicht den Kopf, aber mehr aus Faszination.
„Ihr seid echt außergewöhnlich. Und du… bist einfach verdammt spannend. Und heiß.“
Sonja richtete sich auf, streckte sich ein wenig, so dass ihre Brüste sich unter dem leichten Stoff ihres Tops deutlich abzeichneten. Ihre Haltung war gelassen, selbstbewusst.
„Danke. Sowas hört man natürlich gerne.“
In diesem Moment unterbrach ein lautes „Gewonnen!“ vom Billardtisch das Gespräch. Luca hatte offenbar das Spiel beendet und rief lachend in die Runde. Tom warf einen Blick über die Schulter und lachte leise mit.
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Eine ganz normale Ehe
Zumindest für uns den Cuckold, Wifesharing, Öffentlichkeit und Bi-Sexualität gehören hat dazu!
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