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Chapter 5
by
Jan1974
What's next?
Nico
Sonja zog für einen Moment ihr Handy aus der Handtasche und tippte eine kurze Nachricht an mich:
„Brötchen kaufen dauert etwas länger – hab im Café unseren Poolboy getroffen. Wir quatschen noch ein bisschen.“
Ich antwortete fast sofort:
„Okay. Du musst mir nachher erzählen, wie das Gespräch war.“
Nur Sekunden später blinkte es schon wieder:
„Natürlich. Ich liebe dich.“
Ich lächelte. Diese Vertrautheit, diese Offenheit – ich wusste, dass ich mir keine Sorgen machen musste, wenn sie sich „ein bisschen länger“ Zeit ließ.
Während ich in Gedanken an sie unter der Dusche stand, steckte Sonja ihr Handy wieder ein, rückte ihren Rock etwas zurecht und wandte sich dann wieder dem Stehtisch zu. Luca war nun am Billardtisch, also saß Nico ihr direkt gegenüber.
Er hatte sich etwas aufrechter hingesetzt, als Sonja sich ihm nun vollständig zuwandte. Doch seine Körpersprache verriet noch eine gewisse Unsicherheit – vielleicht auch Nervosität.
Sonja lächelte ihn freundlich an.
„Und, Nico? Wie gefällt dir euer Aufenthalt hier im Dorf?“
Er zögerte kurz, hob dann aber leicht die Schultern.
„Ähm… ja, doch… ist eigentlich ganz schön hier. Ruhig. Wir können ein bisschen abschalten… das tut gut.“
„Klingt so, als hättet ihr es nötig gehabt“, sagte Sonja mit einem leicht neckischen Unterton.
Nico grinste verlegen.
„Ja, na ja… das Studium zieht schon manchmal. Also, der Kopf braucht einfach mal Pause.“
„Das kann ich gut verstehen“, sagte sie und schob sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Manchmal braucht man einfach einen Ort, wo man... durchatmen kann. Ich find’s toll, wenn man das für sich erkennt – das zeigt, dass du’s ernst meinst.“
Nico nickte eifrig, als wolle er das unbedingt bestätigen.
„Ja… also... ich mein… klar.“
Sonja lehnte sich mit verschränkten Armen etwas zurück, beobachtete ihn einen Moment und stellte dann scheinbar beiläufig eine Frage:
„Und… du hast dich nicht gewundert, als Luca mich vorhin so herzlich begrüßt hat?“
Nico zuckte zusammen, fast unmerklich – aber Sonja entging es nicht.
„Ähm… na ja… also… vielleicht ein bisschen.“
„Nur ein bisschen?“ Ihre Stimme war weich, aber sie sah ihm dabei direkt in die Augen.
Er räusperte sich.
„Also… ich… äh… ich glaube, er hat mal erwähnt, dass er bei einem Ferienhaus den Pool macht… und dass da neue Mieter sind…“
Sonja legte den Kopf leicht schräg.
„Ach ja? Mehr hat er nicht erzählt?“
„Ähm… doch… also… ich glaub… er meinte, da wohnen… besondere Leute.“
Sonja hob die Augenbrauen amüsiert.
„Besondere Leute? Klingt ja spannend. Was genau hat er denn gesagt?“
Nico wurde rot. Es war deutlich, dass er versuchte, möglichst neutral zu bleiben.
„Ich… äh… also… nur so Sachen wie… dass ihr nett seid. Und… du halt… besonders nett.“
„Besonders nett?“ Sonja schmunzelte jetzt offen. „Das ist ja ein interessanter Begriff. Nett – wie?“
Nico suchte nach Worten, sah kurz zum Billardtisch, dann wieder zu Sonja.
„Na ja… du… wirkst halt sehr offen. Freundlich. Zuvorkommend…“
„Zuvorkommend?“ wiederholte sie das Wort langsam, beinahe genüsslich.
„Was meinst du denn damit?“
Er wich ihrem Blick aus.
„Ich… äh… also… nichts Konkretes. Es war mehr so… na ja… eine Stimmung, die er beschrieben hat.“
Sonja beugte sich ein kleines Stück vor. Ihre Stimme wurde leiser, vertraulicher.
„Du meinst… er hat euch irgendwas erzählt, das ihr nicht glauben wolltet – und jetzt sitzt du hier und fragst dich, ob ich die Frau aus seiner Geschichte bin…“
Nico schluckte hörbar.
„Vielleicht… also… ja. Könnte sein.“
Sie lächelte.
„Tja… wer weiß.“ Dann zwinkerte sie. „Manche Geschichten sind eben so unglaublich, dass man sie nur glaubt, wenn man sie selbst erlebt.“
In diesem Moment kam Tom vom Billardtisch zurück und rief mit halb gespieltem Ernst:
„Nico, du bist dran – beweg dich!“
Nico schien geradezu erleichtert über die Unterbrechung, stand schnell auf und tauschte mit Tom die Plätze. Der warf Sonja ein kurzes Lächeln zu, während Nico mit dem Queue zurück zum Spiel ging.
Sonja sah ihm nach, lehnte sich zurück und griff zum Glas Wasser, das vor ihr stand. Ihre Gedanken kreisten schon um die nächsten Minuten – sie spürte, dass dieser Morgen noch lange nicht zu Ende erzählt war.
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Eine ganz normale Ehe
Zumindest für uns den Cuckold, Wifesharing, Öffentlichkeit und Bi-Sexualität gehören hat dazu!
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