Fühlt auch Sonja einen gewissen Stolz?

Stolz und Unsicherheit

Chapter 44 by petra1 petra1

Ich saß auf dem Sofa, in eine große Decke gewickelt, die mir jemand gebracht hatte. Mein Körper fühlte sich an, als wäre er durch einen Mixer gedreht worden.

Jeder Muskel schmerzte. Meine Brüste brannten von den vielen Schlägen und Bissen. Meine Fotze war wund und pochte. Sperma klebte überall an mir — in meinen Haaren, auf meinem Gesicht, meinen Brüsten, meinem Bauch. Ich roch nach Sex. Nach vielen Männern.

Ich war völlig fertig.

Und trotzdem… ging ein intensiver innerer Monolog in mir ab.

Ich habe es wirklich durchgezogen. Ohne „Rot“ zu sagen. Kein einziges Mal.

Das erfüllte mich mit einem seltsamen, tiefen Stolz. Ich hatte alles ausgehalten. Die Fesseln. Die Demütigungen. Die harten Stöße. Die Beleidigungen. Die acht Männer. Die komplette Aufgabe. Ich hatte nicht gekniffen. Nicht einmal, als Leo mich so brutal genommen hatte.

Ein Teil von mir war entsetzt über das, was heute passiert war.

Ein anderer Teil war… stolz. Fast schon euphorisch.

Ich hatte eine Seite an mir entdeckt, die ich nie gekannt hatte. Eine dunkle, masochistische, lustvolle Seite. Und ich hatte sie nicht nur entdeckt — ich hatte sie überlebt. Ich hatte sie ausgehalten. Das gab mir ein Gefühl von Stärke, das ich so noch nie gespürt hatte.

Lena saß mir gegenüber und lächelte mich leise an. Ich lächelte schwach zurück. Wir würden später noch reden müssen. Aber nicht heute.

Mein Blick wanderte durch den Raum und blieb an Lukas hängen.

Er saß etwas abseits, schaute immer wieder zu mir herüber. Nicht gierig wie die anderen. Sondern… besorgt. Und gleichzeitig mit etwas anderem in den Augen. Etwas Wärmerem.

Ich spürte ein leichtes Kribbeln im Bauch.

Vielleicht… bin ich jetzt wieder offen für etwas Neues.

Nach Bernd hatte ich gedacht, ich brauche keinen Mann mehr. Keinen Sex. Keine Beziehung. Aber heute Abend hatte sich etwas verändert. Ich hatte eine Intensität gespürt, die ich vorher nicht kannte. Und Lukas… er war der Einzige, der trotz allem noch irgendwie „echt“ gewirkt hatte.

Vielleicht könnte er derjenige sein, der diese neue Seite von mir versteht. Der sie nicht nur ausnutzt, sondern mit mir zusammen erforscht.

Ich zog die Decke etwas enger um mich und lächelte ganz leicht in mich hinein.

Ja… vielleicht.

Der Abend war verrückt gewesen.

Demütigend. Schmerzhaft. Überwältigend.

Aber er hatte auch etwas in mir geweckt.

Und zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte ich mich wieder lebendig.

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Wie geht es nach der wilden Nacht weiter?

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