Wie geht es nach der wilden Nacht weiter?

Komische Stimmung bei der Arbeit

Chapter 45 by petra1 petra1

Nach dem Event kommunizierte ich mit Arbeitskollegen kaum noch, oder nur dort wo dies absolut notwendig war.

Es war Freitagabend, genau eine Woche nach dieser verrückten Nacht. Lena und ich saßen in einem kleinen, ruhigen Café, etwas abseits vom Büro. Wir hatten uns bewusst nicht im Büro getroffen. Zu viele Augen, zu viele Erinnerungen.

Lena rührte nervös in ihrem Latte macchiato. Ich war überraschend ruhig.

Nach einer Weile brach sie das Schweigen:

„Ich… ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Es tut mir leid, Sonja. Ich bin zu weit gegangen. Viel zu weit.“

Ich schaute sie lange an. Keine Wut stieg in mir hoch. Stattdessen ein seltsames, warmes Gefühl.

Ich: „Weißt du… ich habe die ganze Woche darüber nachgedacht. Und ich bin nicht wütend auf dich.“

Lena schaute überrascht auf. „Nicht?“

Ich: „Nein. Am Anfang war ich geschockt. Und ja, es gab Momente, in denen ich wirklich Angst hatte. Besonders bei Leo… das war hart. Aber je mehr Zeit vergeht, desto mehr merke ich: Ich bereue es nicht. Im Gegenteil. Ich bin fast… dankbar.“

Lena blinzelte. „Dankbar?“

Ich: „Ja. Du hast etwas in mir geweckt, von dem ich nicht wusste, dass es da ist. Ich dachte immer, ich wäre die Brave, die Kontrollierte, die nach einem langweiligen Sexleben einfach keine Lust mehr auf Männer hat. Und dann… passiert so eine Nacht. Ich wurde gedemütigt, benutzt, gefesselt, vollgespritzt… und ich habe es ausgehalten. Ohne Rot zu sagen. Das hat mir ein Gefühl von Stärke gegeben, das ich vorher nie hatte.“

Ich lächelte leicht und fuhr fort:

Ich: „Es war extrem. Es war demütigend. Es hat wehgetan. Aber es war auch… unglaublich intensiv. Ich habe mich lebendig gefühlt. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit. Und ja, ein Teil von mir hat es sogar genossen. Das macht mir ein bisschen Angst, aber es fühlt sich auch richtig an.“

Lena lehnte sich zurück, sichtlich erleichtert, aber immer noch unsicher.

Lena: „Ich hatte echt Angst, dass du mich hasst. Dass unsere Freundschaft kaputt ist.“

Ich: „Ist sie nicht. Ich bin sogar froh, dass es mit dir passiert ist. Bei jemand anderem hätte ich vielleicht wirklich ‚Rot‘ gerufen. Aber bei dir… hatte ich das Gefühl, dass ich dir vertrauen kann. Auch wenn du mich ziemlich hart rangenommen hast.“

Ich grinste ein bisschen schief.

Ich: „Du bist eine ziemliche Sadistin, weißt du das?“

Lena lachte leise, wurde aber schnell wieder ernst.

Lena: „Ich war neidisch auf dich. Auf deinen Erfolg. Darauf, wie die Männer dich anschauen. Und ich wollte sehen, wie weit du gehst. Das war nicht fair von mir.“

Ich: „War es nicht. Aber es hat mir auch etwas gegeben. Ich denke jetzt anders über mich. Über Sex. Über Kontrolle. Über das, was ich wirklich will.“

Ich nahm einen Schluck von meinem Tee und schaute sie offen an.

Ich: „Ich will nicht, dass das zwischen uns steht. Ich will, dass wir ehrlich zueinander sein können. Auch über diese dunkle Seite. Vielleicht… können wir sogar irgendwann mal wieder etwas zusammen machen. Aber dann mit klarem Kopf und echten Grenzen.“

Lena lächelte erleichtert und legte ihre Hand auf meine.

Lena: „Ich wäre dabei. Und… danke, dass du nicht wütend bist. Das hätte ich nicht verdient.“

Ich: „Vielleicht nicht. Aber ich bin froh, dass es passiert ist. Auch wenn es verrückt war.“

Wir schauten uns einen Moment lang an. Es war ein neues Verständnis zwischen uns. Nicht mehr nur Kolleginnen. Etwas Tieferes. Komplizierter. Intensiver.

Und zum ersten Mal seit der Nacht fühlte ich echte Vorfreude auf das, was noch kommen könnte.

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Wie fühlt sich Sonja bei der Arbeit?

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