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Chapter 11 by ThormGravis
Was tut Lara?
Sie stellt Nachforschungen an
Lara war selten zuvor so überrascht und wütend zugleich gewesen. In ihr Anwesen war eingebrochen worden und selbst aufwendige Nachforschungen ergaben nicht wie die Männer hinein gekommen waren. Darüber hinaus - und das war noch weit schlimmer als die Zerstörung ihrer Empore - hatten die Fremden ihr eines ihrer Lieblings-Artefakte gestohlen. Dabei hatten sie keine Hinweise auf ihre Herkunft zurückgelassen. Selbst der Speer, den ihr erster Gegner geschleudert hatte, und der gefesselte Krieger waren verschwunden. Lara stand buchstäblich mit leeren Händen da, doch sie wäre nicht Lara Croft gewesen, wenn dies ein Grund gewesen wäre aufzugeben.
London, zwei Tage später
Die Innenstadt war wie üblich überfüllt. Lärm und ein unappetitlicher Abgas-Smog überlagerten alle anderen Sinneswahrnehmungen. Lara kannte dieses Problem und war zeitweise in Versuchung gewesen, einen Helikopter zu mieten. Stattdessen hatte sie sich in ihrem Porsche durch den Verkehr gequält, bis sie einen Parkplatz in annehmbarer Entfernung zur Universität gefunden hatte. Den Rest des Weges legte sie zu Fuß zurück. Ob der Hitze des heutigen Tages hatte sie auf allzu viel Kleidung verzichtet und ein für sie geradezu klassisches Outfit ausgewählt: Stiefel, knallenge, ihren Hintern betonende und ihre schlanken Beine nur sehr dürftig bedeckende Hotpants und ein eng geschnittenes Tanktop, unter dem sowohl ihre schmale Taille als auch ihre massive Oberweite recht deutlich zur Geltung kamen.
So verwunderte es Lara auch nicht, dass sie sich sehr vieler Blick sicher war, während sie durch die Straßen der Hauptstadt schritt. Sie spürte die Augen der Passanten auf ihren Beinen, ihrem Po und vor allem auf ihrem gewaltigen Vorbau ruhen. Wie üblich zogen die beiden prallen, perfekt rund geformten Globen die Aufmerksamkeit der Männer an wie ein Magnet. Dabei war es egal, ob die Männer **** oder alt, gutaussehend oder unattraktiv, gebildet oder unkultiviert waren, ob sie heimlich einen Blick zu erhaschen versuchten oder unverhohlen glotzten. Selbst viele der Frauen starrten, manche aus Neid, andere aus Erregung und weitere aus purer Sensationsgier.
Auch als sie die innerstädtischen Teile des Campus erreichte und eine sorgsam gepflegte Rasenfläche überquerte, auf der diverse Studenten die Sonne genossen, in ihre Lektüren vertieft waren oder Gespräche führten, wurden die Blicke nicht gerade weniger. Erst als Lara eines der ältesten Gebäude der Universität betrat, blieben sowohl die stickige Hitze als auch die Vielzahl der gierigen Blicke zurück. Innerhalb der baufälligen, aber sehr dicken Mauern hielt sich die Kühle der vergangenen Regenwochen weit aus besser als draußen und es waren kaum Menschen hier. Freilich schauten die wenigen Anwesenden ebenfalls auf und in Laras Dekolletee.
Im zweiten Stockwerk blieb sie vor Zimmer 8-09 stehen und klopfte. Das kleine Schild neben dem Türrahmen verkündete, dass sich hier die Räumlichkeiten von Prof. Dr. Dr. Ruppert Maddox, Honorar-Dozent für Ägyptologie, befanden.
"Herein."
Lara drückte die Klinke und betrat ein durchaus geräumiges und ordentliches Büro, das weit moderner erschien als der komplette Rest des antiquierten Gebäudes. Die Wände waren mit Holzbohlen verkleidet, Vorhänge sperrten vor den meisten Fenstern Helligkeit und Wärme aus. Nur vor dem Fenster nach Osten hinaus waren sie nicht zugegzogen, denn die Sonne war bereits um das Gebäude gewandert. Hinter einem Schreibtisch saß ein großer, breitschultriger Mann mit vollem Bart und buschigen Augenbrauen. Ein mit Kaffeeflecken verschmiertes Hemd hing ihm halb aus der Hose, als er sich erhob, um den Tisch zu umrunden und Lara an einer kleinen Sitzgruppe aus drei Sesseln und einem Beistelltisch zu begrüßen.
"Ah. Sie müssen Lady Croft sein", grüßte er ihre Brüste. Lara hatte es aufgegeben, Männer zum Augenkontakt bei Gesprächen zu nötigen. Einerseits hatte es ohnehin wenig Sinn, das das angeblich starke Geschlecht regelmäßig den Verstand verlor, wenn seine Anhänger mit ihrem Dekolletee konfrontiert wurden. Andererseits schmeichelt die Gier der Männer Lara auf eine gewisse Weise, nicht zuletzt da sie sich darauf verlassen konnte, dass ihre Oberweite auch im Kampf Männer zu 90% ablenkte - ein Umstand, den sie nur allzu gerne ausnutze.
"So ist es, Prof. Maddox. Aber Miss Croft oder einfach nur Lara reicht aus." Auf den Titel "Lady" konnte sie gut verzichten. Sie musste dabei immer an 80jährige englische Aristokratinnen denken. "Vielen Dank, dass sie so kurzfristig Zeit für mich hatten."
"Oh, Miss Croft", bewahrte Maddox ein gewisses Maß an formaler Distanz, auch wenn sich seine Augen immer noch nur schwer von ihrem prallen Vorbau lösen konnte. "Ich schätze mich glücklich, eine so renommierte..." Er zögerte einen Moment, als ob es ihm leichte Schmerzen mache das nächste Wort auszusprechen. "...eine so renommierte Archäologin in meinem Büro begrüßen zu dürfen. Sie haben wahrscheinlich an zehnmal soviel Ausgrabungen in Ägypten teilgenommen wie ich. Aber setzen sie sich doch bitte." Er deutete auf einen der Sessel und bot Lara einen Tee an.
"Sehr freundlich, aber ich komme zu ihnen, weil sie die eigentliche Koryphäe auf dem Gebiet der Ägyptologie sind. Im ganzen Empire gibt es niemanden, der sich verdienter um dieses Forschungsfeld gemacht hat", erwiderte Lara die akademischen Schmeicheleien, die für eine britische Universität als Gesprächseröffnung nicht unüblich waren. Die alte, wissenschaftliche Elite Englands war fast so verstockt und steif wie der britische Adel.
"Was führt sie denn genau zu mir?" Maddox bot ihr eine Schale mit Zuckerwürfeln an, doch Lara lehnte freundlich lächelnd ab.
"Um ehrlich zu sein, verfolge ich in meinem aktuellen Forschungsprojekt", formulierte Lara vorsichtig, "eine eher vage Spur, die im weitesten Sinne mit der Ägyptologie in Verbindung steht. Es geht nicht direkt um die ägyptische Kultur, aber vielleicht um eine benachbarte. Alle Hinweise, die ich bisher zusammentragen konnte,..." - sie erwähnte bewusst nicht die Speerkrieger und den Priester, denn solche Dinge hörten Akademiker meist mir Argwohn - "...lassen mich vermuten dass die sudanesiche oder nubische Kultur etwas damit zu tun haben." Dabei dachte sie vor allem an die alte Schriftrolle, die sie vor der Ankunft der Fremden studiert hatte und die mit ihnen verschwunden war. Glücklicherweise hatte Lara eine Abschrift angefertigt, die sie nun Maddox vorlegte. Der Professor setzte seinen Zwicker auf und begann zu lesen.
Kann Maddox Lara helfen?
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Lara Croft
Die nicht jugendfreien Abenteuer einer Grabräuberin
Wer hat nicht von ihr gehört? Lara Croft, die Actionlegende, die Grabräuberin. Doch aus Gründen der Altersfreigabe und somit der Umsätze verschweigen uns die Computer-Spiele, Comics und Filme uns seit jeher jene Abenteuer der Actionheldin, die keine Jugendfreigabe erhalten würden. Hier können wir hingegen Zeugen ihrer mehr oder weniger freiwilligen und heldenhaften Abenteuer für die erwachsene Leserschaft werden.
Updated on Apr 4, 2024
by ThormGravis
Created on Apr 9, 2016
by ThormGravis
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