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Chapter 42
by
Redboom
Wie rechtfertigt sich Marie?
Sie liebt ihren Vater, aber doch nicht SO.
Marie sah sich den bohrenden Blicken des Richters ausgesetzt. „Ich liebe meinen Vater... Das tu ich wirklich. Aber nicht auf diese Art.“
Der Richter sah Marie finster an. „Das ist kein Grund, die dringenden Bedürfnisse ihres Vater zu ignorieren.“
„Aber mit dem eigenen Vater zu schlafen, finde ich nun mal eklig.“
„Was sie eklig finden, spielt keine Rolle. Das entbindet sie nicht von ihren Pflichten ihren Eltern gegenüber. Sie wissen doch, dass wir in Deutschland den Grundsatz pflegen, dass nahe Verwandte zur gegenseitigen Unterstützung verpflichtet sind.“ belehrte sie der Richter.
„Ja.“ Aber erst seit kurzem, dachte sie sich. Dieser verdammte Flaschengeist.
„Ihr ganzes Leben lang hat ihr Vater sie unterstützt, ihnen ein geborgenes Zuhause geboten, sie erzogen, ihnen beigestanden... Kann er dafür nicht erwarten, dass seine Tochter ihn unterstützt, wenn er die Hilfe bitter nötig hat? Oder wollen sie lieber ins Gefängnis?“
Marie blickte zu Boden. Sie schluckte schwer und räusperte sich. „Ich sehe ein, dass es falsch gewesen ist. Ich hätte meinem Vater beistehen müssen.“
„Gut, das hier ist ein Schlichtungsversuch. Ich hoffe, dass es nicht zu einer Anklage kommen muss. Das wäre sicher nicht in ihrem Interesse.“
„Das will ich auch nicht“ gestand Marie ein.
„Ich halte es nicht für zielführend, ihnen eine Strafe aufzuerlegen. Auch möchte ich keine konkreten Vorgaben machen, wie sie ihrer Pflichterfüllung nachkommen sollten. Ihr Vater und sie sind bestimmt in der Lage, den Sachverhalt eigenständig zu regeln. Zwingen sie ihren Vater nicht, erneut das Gericht anrufen zu müssen, weil sie ihre Pflichten vernachlässigen.“
„Ja, gut.“
„Ich bin zuversichtlich, dass sie aus dem Verfahren gelernt haben und in Zukunft verantwortungsvoller mit der familiären Pflicht zur Erfüllung der sexuellen Bedürfnisse umgehen werden. Aus dem Grund verzichte ich auf die Einleitung eines Gerichtsverfahrens und lasse sie glimpflich davonkommen. Ich erwarte allerdings, dass sie auf die Wünsche ihres Vaters reagieren, ihm stets zur Seite stehen und sie sich seiner Bedürfnisse umgehend annehmen.“
„Das verspreche ich.“
„Also gut. Dann schließe ich hiermit das Verfahren“ verkündete der Richter. Sein Blick fiel auf Maries Vater, der während des Schlichtungsverfahrens anwesend war.
„Ich bin mir sicher, meine Tochter und ich... wir werden uns schon einigen.“ erwiderte Maries Vater.
Er warf Marie einen lüsternen Blick zu und lächelte zufrieden. Marie nickte ihm zu, blieb aber wortkarg. Sie hatte das Schlichtungsverfahren noch immer nicht verdaut, war aber froh, straffrei davongekommen zu sein.
Wie erfüllt Marie ihre neuen familiären Pflichten?
Der Flaschengeist
Ein perverser Dschinn treibt seine Spielchen mit den Menschen
Ein Dschinn ist dazu verpflichtet, jedem Finder seiner Wunderlampe drei Wünsche zu erfüllen – und er genießt es, dabei das Leben seiner neuen Meister vollkommen auf den Kopf zu stellen.
Updated on Jan 2, 2026
by Redboom
Created on Nov 19, 2020
by Redboom
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