Wie meint sie das?

Sie erinnert sich an ihr Trauma

Chapter 127 by Hentaitales Hentaitales

Irritiert nahm Alex die Hände von ihren Schultern. "Äh, was?!"

Diana schreckte leicht zusammen. "N-Nein", stieß sie hervor, "d-dass du es- i-ich meine, es- Ich wollte n-nicht d-dich-"

"Okayokayokay!" Alex hob langsam die Hände. "Bleib locker. Tief durchatmen. Und dann sagst du mir, wie du das eben gemeint hast."

"I-Ich-" Diana schluckte und brauchte ein paar Sekunden, um sich zu sammeln. "Es ist- M-Meine Kräfte haben mir echt Probleme g-gemacht. I-Ich hab nie wirklich d-dazugehört, weißt du? Bis jetzt. Und-" Sie presste die Lippen zusammen. "Ich w-will nicht, dass das an-anderen passiert."

Alex sah sie verständnisvoll an. "Alles klar", gab er zurück. "Allerdings - ich glaube nicht, dass diese Maja mit ihren Forschungen irgendwelche dunklen Absichten verfolgt. Sie ist ja selbst eine von uns, da können wir ihr doch vertrauen.

Aber Diana schüttelte den Kopf. "S-Sie vielleicht nicht. Aber w-wenn ihre Forschung jemand anderem in die H-Hände fällt, oder w-wenn sie auffliegt... Es ist mir z-zu gefährlich."

"Okay." Alex nahm sie in die Arme. "Wenn du es nicht willst, mach ich es auch nicht. Ich hätt es zwar spannend gefunden, was man aus meinem Blut herausfinden kann, aber-" Er stutzte plötzlich. "Warte mal. Wenn man mit unserem Blut unsere Kräfte näher erforschen kann..."

"Mh?"

Alex blickte zu Diana hinab. "Wir haben beide ganz schön geblutet vor dem Gesundheitsministerium, oder?"

Sie sah zurück. "E-Erinner mich nicht daran! Aber Steffen meinte mal, d-das wäre kein Problem, wenn ich v-verletzt werde. Die br-bräuchten laborreine Proben für ihre Fo-Forschung."

"Na dann ist ja gut." Alex lächelte erleichtert. "Dass an meinem Blut wild herumexperimentiert wird, will ich nämlich auch nicht."


Etwas später saßen sie dann wieder mit Maja in der großen Runde zusammen - alle Bewohner der Villa waren gekommen. Maja war richtiggehend aufgekratzt. "So viele neue Gesichter!" sagte sie. "Ihr habt echt ernst gemacht."

"Ich versteh noch nicht ganz, warum wir herkommen sollten", sagte Malia etwas irritiert. "Für die medizinischen Fragen gehen wir doch zu Atlas. Was für eine Ärztin ist denn Maja?"

"Sie ist gar keine Ärztin", erklärte Steffen, "sondern Biologin. Sie erforscht die genetischen Besonderheiten von uns, und sie hat Hathor sehr dabei geholfen, genau zu verstehen, was man damals mit ihr gemacht hat. Darüber hinaus hat sie auch paramenschliche Kräfte. Allerdings gehört sie nicht wirklich zu unserer Gemeinschaft - sie lebt noch ganz normal unter gewöhnlichen Menschen. Wenn ihr wollt, kann sie euch auf mögliche Probleme untersuchen. Weniger direkte Krankheiten, eher Probleme, die mit euren Kräften auftreten. Wenn euch also was seltsam bei euch vorkommt, hat Maja vielleicht eine Antwort."

Maja nickte zustimmend. "Außerdem hab ich ein paar Möglichkeiten zur Pränataldiagnostik, die ihr hier nicht habt. Wenn also jemand von euch in nächster Zeit Kinder plant, kann ich euch helfen, dass alles glatt geht. Und-" Sie sah in die Runde. "Auch wenn ihr keine Probleme habt, freu ich mich über jeden von euch, der mir Genmaterial zur Forschung überlässt. Eine Blutprobe oder ein Abstrich an der Innenwange. Ich will, dass wir nicht hinter unseren Feinden hinterherhinken, was unser Wissen über das Zarathustra-Gen angeht. Nur so haben wir überhaupt eine Chance, ihre Pläne irgendwie zu erahnen."

Ein wenig Unruhe ging durch die Reihen. Schließlich meldete sich Sandy zu Wort. "Kannst du uns auch helfen, Kinder zu kriegen?"

"Ich kann euch sagen, woran es wahrscheinlich liegt, wenn ihr keine bekommt", gab Maja zurück. "Du bist eine von Hathors Töchtern, oder?"

"Richtig. Ihre Tochter mit A- Mit Roadie."

Maja sah sie mitfühlend an. "Die gute Nachricht ist, grundlegend schwanger werden kannst du. Die schlechte Nachricht ist, wahrscheinlich nicht von jedem. Hathors Kräfte sortieren Spermien mit schlechtem Erbgut aus. Du und deine Schwestern haben das ansatzweise geerbt, aber auf die Art, dass sich bei dir keine Eizellen einnisten können, bei denen Kinder mit irgendwie problematischem Erbgut rauskommen würde. Das heißt, selbst wenn jemand dir eine Eizelle befruchtet, wird dein Körper sie nicht unbedingt austragen. Und das müssen nicht mal besonders schwere Erbkrankheiten sein. Schon Kleinigkeiten könnten da ausreichen. Wenn du willst, erstell ich dir ein genetisches Profil eines Mannes, von dem du schwanger werden kannst - ich fürchte aber, das wird dir nicht viel bei der Partnersuche helfen."

Tamara nickte versonnen. "Dann ist es ja echt ein Glück, dass ich mit Roadie meinen Partner gefunden habe."

"Und noch mehr ist es ein Glück, dass du ihn auch magst", gab Maja zurück. "Das gibt's nämlich auch - genetisch ist jemand dein perfektes Match, aber du kannst ihn persönlich absolut nicht leiden. Das ist eine echt eklige Situation - dein Körper sagt dir, du sollst dich ihn endlich besamen lassen, aber dein Hirn sagt, dass du mit dem Arsch nie was zu tun haben willst. Ist bei jemandem passiert, mit dem ich auf der Schule war - das war eine ziemliche Horrorstory."

"Es steht jedem frei", meldete sich nun Lorena, "ob er mit Maja sprechen will oder nicht, und was er ihr gestattet. Mir hat sie sehr geholfen, als ich aus der Gefangenschaft herauskam, und ich habe keine Sorge, dass sie ihre Erkenntnisse für was anderes als für unsere Sache gebraucht. Aber-" Ihre Miene wurde ernster. "Sie ist kein Mitglied unserer Gemeinschaft und will es auch nicht werden. Gebt ihr also keine Informationen über Dinge, die wir getan haben oder die wir planen. Und keine Klarnamen. Jeder außerhalb unseres Kreises, der uns namentlich kennt, ist ein Risiko."

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Wieso ist sie plötzlich so vorsichtig?

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