Hat Maja dazu auch was anzumerken?

Sie denkt, sie kennt das

Chapter 126 by Hentaitales Hentaitales

"Ah, da hat er gleich noch was mit meinem Mann gemeinsam", gab Maja zurück. "Der kommt auch wie die Feuerwehr. Und er wurde auch nicht mit seinen Kräften geboren, sondern nachträglich dazu gemacht. Allerdings..." Sie wirkte nachdenklich. "Ich wusste gar nicht, dass es unter den Leuten hier noch jemanden gibt, der so was kann, Kräfte erwecken. Das letzte Mal... Hm."

"Also, das ist auch eher zufällig passiert", erklärte Alex. "Ich hab ne Bluttransfusion von Diana bekommen-"

"Von wem?"

"Diana. Die, die riesengroß werden kann."

"Ah." Maja nickte. "Thalestris."

Alex musste grinsen. "Inzwischen heißt sie allerdings Titania."

Verwirrt blinzelte ihn Maja an. "Wie die Elfenkönigin bei Shakespeare?"

"Nein, wie ein Titan, halt riesengroß - aber egal." Alex lächelte." Jedenfalls, das hat meine Veränderung ausgelöst. Seither wachse ich auch, wenn ich geil werde, ähnlich wie sie. Und wenn ich groß bin, dann kann ich auch extrem viel abspritzen."

Maja sah interessiert auf. "Okay, das ist spannend - dass es auch auf diesem Weg klappt, ist mir neu. Ich nehme an, du musst sehr viel trinken, wenn du so viel abgespritzt hast?"

Alex schüttelte den Kopf. "Nö, muss ich nicht. Keine Ahnung wieso, aber die ganze Soße scheint in mir quasi aus dem Nichts zu entstehen."

"Nicht aus dem Nichts", sagte Maja, "sondern aus dem realitätsverzerrenden Potenzial des Zarathustra-Gens. Aber eigentlich brauchst du das gesamte Gen, von Geburt an, um so was zu erreichen-"

"Realitätsverzerrend?" Alex sah sie verwirrt an. "Wieso realitätsverzerrend?"

Mit einem tiefen Durchatmen lehnte sich Maja auf dem Stuhl zurück. "Okay, das klingt jetzt vielleicht etwas erschreckend für dich, aber... Die Effekte, die das Zarathustra-Gen hervorruft, lassen sich nicht mehr normal wissenschaftlich erklären. Sie gehen über alles hinaus, was im Rahmen der Biologie - oder auch nur der Chemie - möglich sein sollte. Diana zum Beispiel, sie entwickelt Muskelmasse aus dem Nichts. Sie wiegt normal knappe 60 Kilo, aber im Rahmen ihre Transformation haben wir sie auch schon mal mit 300 Kilo gewogen. Woher kommen diese zusätzlichen 240 Kilo? Und wohin verschwinden sie hinterher wieder? Die einzige denkbare Erklärung sind Quanteneffekte, die spontan die benötigten Nährstoffe aus einer parallelen Realität herbeischaffen. Aber meines Wissens nach hat das noch niemand nachweisen können. Der Grund, warum Menschen mit dem Zarathustra-Gen derart verfolgt werden, liegt vor allem darin, dass wer auch immer versteht, wie es funktioniert und wie er es reproduziert, damit quasi die Welt beherrschen kann. Weil, Materie aus dem Nichts zu erschaffen, das hebelt wirklich alle Grenzen aus, die wir in unserer Wissenschaft haben."

Alex schluckte etwas. "Okay. So weit hatte ich noch nicht gedacht."

"Du bist der erste Fall, von dem ich erfahre, bei dem die vollen Möglichkeiten des Zarathustra-Gens auf einen anderen Menschen übertragen wurden. Und das durch Bluttransfusion..." Maja wirkte wieder nachdenklich. "Würdest du mir gestatten, eine Blutprobe von dir mitzunehmen? Ich würde mir das gerne mal näher anschauen.."

"Nix dagegen, allerdings-" Alex presste die Lippen etwas zusammen. "Ich würd aber erst noch Diana um ihre Erlaubnis fragen. Immerhin war es ihr Blut."

Maja nickte. "Klar, mach das. Und in der Zwischenzeit rede ich mal mit Eidolon. Vielleicht gibt's ja noch mehr, was ich hier tun kann."


Dass Alex erst Diana hatte fragen wollen, erwies sich als außerordentlich wichtig - diese hatte nämlich deutliche Vorbehalte: "Ich w-will nicht, dass mit meinem B-Blut irgendwelche Experimente gemacht werden! Das h-hab ich dieser Maja schon mal gesagt!"

Alex sah sie leicht überrascht an. "Interessiert's dich denn gar nicht, wie deine Kräfte funktionieren?"

"R-Reicht's nicht, dass ich sie h-habe?" Diana wirkte wirklich aufgebracht. "W-Was, wenn diese Maja jetzt w-wirklich herausfindet, wie alles f-funktioniert? Was m-macht sie dann mit dem Wissen? Wer sagt, dass es was G-Gutes ist?"

"Oh." Alex sah sie betroffen an. "Ich wusste nicht, dass du ihr nicht traust."

Diana versuchte sichtlich, ihre Aufregung zu zügeln. "I-Ich traue niemandem, der mich er-erforschen will. Ich b-bin, wer ich bin. Und e-es ist zu gefährlich, wenn andere rauskriegen, wie man m-mehr Leute wie mich macht. Schon du b-bist-" Sie brach ab und sah zu Boden.

Sanft legte ihr Alex seine Hände auf die Schultern. "Schon ich bin...?"

"Eigentlich einer zuviel", antwortete Diana leise.

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