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Chapter 15
by
Meister U
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Seine Worte hingen noch in der Luft
Seine Worte hingen noch in der Luft, als Maja die Augen wieder öffnete. Sie sah ihn an – diesen ruhigen, bekleideten Mann, der sie so selbstverständlich ansah, als wäre es das Normalste der Welt, dass eine völlig Fremde nackt vor ihm stand und darauf wartete, was als Nächstes passierte.
Das ist das Verrückteste, was ich je gemacht habe, schoss es ihr durch den Kopf. Verrückter als die Toy-Party. Verrückter als der betrunkene Sex in der Nacht. Verrückter als alles, was sie sich je hätte ausmalen können. Und genau das machte es so unglaublich aufregend.
Ihre Hände hoben sich, zitterten ein wenig, als sie die ersten Knöpfe seines Hemdes fassten. Einer nach dem anderen gab nach. Ihre Fingerknöchel streiften dabei immer wieder die warme Haut darunter. Sie schob die Stoffseiten auseinander, enthüllte seine schmale Brust, die blassen Linien seiner Rippen, die leichte Behaarung, die sich von seiner Brust abwärts zog.
Sie legte eine Hand flach auf seine Brust. Fühlte sein Herz darunter schlagen – ruhig, gleichmäßig, nicht so wild wie ihres. Die Wärme seiner Haut unter ihrer Handfläche ließ sie tief durchatmen. Ihre Finger spreizten sich, streichelten, erkundeten die Konturen seiner Muskeln, die kleinen Erhebungen seiner Brustwarzen.
Sein Blick ruhte schwer auf ihr, aber er rührte sich nicht. Er ließ sie gewähren, ließ sie forschen. Diese Passivität, diese bewusste Kontrolle, während sie sich vor ihm auslieferte – es war berauschend.
Ihre Hand wanderte abwärts. Langsam. Über die harte Linie seiner Bauchmuskeln, die sich unter ihrer Berührung kurz anspannten. Weiter, bis ihre Fingerkuppen den Bund seiner Jeans erreichten. Der harte Denim war ein unüberwindbarer Wall.
Sie versuchte, mit den Fingern unter den Bund zu schlüpfen, aber es war zu eng. Sie drückte, zerrte ein wenig, frustriert von dieser letzten Barriere. Ein leiser, ungeduldiger Laut entfuhr ihr.
Sie sah auf, traf seinen Blick. Ein stummes Flehen. Er antwortete nicht. Keine Hilfe. Das musste sie allein schaffen.
Also griff sie mit der anderen Hand zu, fummelte an dem Knopf seiner Jeans herum. Er löste sich mit einem leisen Klicken. Der Reißverschluss gab unter ihren ungeschickten Fingern nach, ein zischendes Geräusch in der Stille.
Sie zog die Jeans auseinander, schob den Stoff zur Seite. Darunter kam die weiße Baumwolle seiner Boxershorts zum Vorschein. Und darunter – deutlich erkennbar, drängend gegen den Stoff – die Antwort ihres Körpers auf ihre Annäherung.
Sie zögerte eine Sekunde. Der Stoff war das letzte Hindernis. Das letzte Geheimnis, das noch zwischen ihnen lag.
Dann schob sie ihre Hand hinein.
Warme, seidige Haut unter ihren Fingern. Die feste, pulsierende Härte, die sich unter ihrer Berührung sofort noch weiter spannte. Sie umschloss ihn, ganz vorsichtig, als könnte er zerbrechen. Ihr Atem stockte.
Langsam, mit der anderen Hand den Bund der Boxershorts weiter aufziehend, packte sie ihn aus. Wie ein Geschenk, das darauf gewartet hatte, geöffnet zu werden. Sie zog den Stoff nach unten, befreite ihn vollständig. Er sprang frei, aufgerichtet und glänzend im Morgenlicht.
Einen Moment lang starrte sie einfach nur darauf. Auf das, was sie in der Nacht blind genommen hatte, was sie im Dunkeln nur gefühlt, aber nie gesehen hatte. Es war… einfach. Klar. Männlich. Und es gehörte für diesen Moment ihr, ihrer Betrachtung, ihrer Berührung.
Sie ließ den Blick wieder zu seinem Gesicht wandern. Er sah immer noch ruhig aus, aber in seinen grauen Augen war jetzt etwas anderes. Eine wachsame Intensität. Ein stiller Befehl: Mach weiter.
Und Maja, nackt vor ihm, mit seiner Härte in der Hand, wusste, dass es kein Zurück gab. Aber das wollte sie auch nicht. Dies war das Verrückteste, das sie je getan hatte. Und sie wollte mehr. Viel mehr.
Maja erhob sich langsam von ihren Knien, eine fließende Bewegung, die ihre Nacktheit in jedem Winkel präsentierte. Ihre Hand fand seinen Hosenbund, schob Jeans und Boxershorts über seine Hüften, ließ sie zu Boden fallen. Er trat heraus, stand nun vollständig nackt vor ihr, vor ihnen – vor Maja, die ihn gerade ausgepackt hatte, und vor Astrid, die immer noch wie angewurzelt im Türrahmen stand.
Ohne seinen Blick loszulassen, ging Maja rückwärts zum Bett. Die Matratze gab nach, als sie sich darauf fallen ließ. Sie legte sich auf den Rücken, ihr dunkles Haar spreizte sich wie ein Fächer auf dem Kissen. Langsam, mit einer betonten, fast zeremoniellen Geste, spreizte sie ihre Beine. Die feuchte, rosa Öffnung zwischen ihnen war unübersehbar, ein Angebot, eine Einladung, eine Forderung.
Ihre Hand fuhr über ihren eigenen Körper, über den Bauch, die Brüste, dann blieb sie auf der Innenseite ihres Oberschenkels liegen. Ihr Blick, halb geschlossen, traf Seinen.
„Var en gentleman“, hauchte sie. „Och ge en hungrig kvinna vad hon behöver.“ Sei ein Gentleman und gib einer hungrigen Frau, was sie braucht.
Bernd ließ den Blick über sie gleiten, über die Präsentation ihres Körpers, die Offenheit ihrer Einladung. Dann, ohne Eile, trat er näher. Seine nackten Füße machten kaum Geräusche auf dem Boden.
Astrid, immer noch im Türrahmen, presste die Schenkel zusammen. Ihre Hände umklammerten den Holzrahmen, als hinge ihr Leben davon ab. Sie sah, wie er näherkam. Sah, wie Maja sich ihm anbot.
Sie konnte nicht wegsehen. Ihr ganzer Körper war ein einziges, brennendes, neidisches Verlangen. Warum ich nicht? Warum sie? Was hat sie, was ich nicht habe?
Bernd griff nach dem Kondom, das noch auf dem Nachttisch lag, und rollte es sich mit ruhigen, geübten Bewegungen über. Maja beobachtete jede seiner Handlungen, ihre Augen groß und dunkel vor Erwartung. Als er sich über sie beugte, seine Hände neben ihrem Kopf auf der Matratze abstützte, legte sie die Arme um seinen Nacken und zog ihn zu sich heran.
Er drang langsam in sie ein. Ganz anders als in der Nacht. Diesmal war es nicht die blinde, betrunkene Gier, sondern eine bewusste, zärtliche Penetration. Zentimeter für Zentimeter füllte er sie, ließ ihr Zeit, jede einzelne Empfindung aufzunehmen. Maja stöhnte leise auf, ein tiefer, zufriedener Laut, der in der Stille des Zimmers widerhallte.
„Ja… så där…“, flüsterte sie, ihre Beine schlangen sich um seine Hüften. Ja… genau so.
Seine Bewegungen wurden zu einem sanften Rhythmus, der sie tiefer und tiefer in eine Welle der Lust trieb. Ihre Hände strichen über seinen Rücken, seine Schultern, vergruben sich in seinem Haar. Sie vergaß fast, wo sie war, vergaß die offene Tür, vergaß alles außer diesem Gefühl, von ihm so vollkommen und doch so zärtlich ausgefüllt zu werden.
Astrid hörte das Stöhnen, sah die rhythmische Bewegung seiner Hüften, die Art, wie Maja sich unter ihm bog, die Hingabe in ihrem Gesicht. Ihr Atem ging jetzt in kurzen, flachen Stößen. Sie lehnte sich schwer gegen den Türrahmen, unfähig, sich zu bewegen, unfähig, wegzusehen. In ihr kämpften Eifersucht und eine tiefe, schamvolle Erregung einen erbitterten Kampf.
Hinter ihr erklangen plötzlich leise Schritte.
Liv kam den Flur entlang, in ihrem Bademantel, das honigblonde Haar noch zerzaust vom Schlaf. Neben ihr, im flauschigen Morgenmantel und mit einer Tasse Kaffee in der Hand, schlurfte Ebba, noch verschlafen, aber neugierig wie immer.
„Was ist denn hier los? Ich hab Geräusche gehört…“, begann Ebba, dann blieb sie neben Astrid stehen und ihr Blick fiel in das Zimmer.
Ihre Kaffeetasse erstarrte auf halbem Weg zu den Lippen.
Liv blieb ebenfalls stehen, einen halben Schritt hinter Astrid. Ihr Gesicht zeigte keine Überraschung. Nur diese ruhige, analytische Aufmerksamkeit, mit der sie alles beobachtete.
Im Zimmer bemerkte Bernd die neuen Zuschauer. Sein Rhythmus stockte nicht, veränderte sich nicht. Nur ein kurzer Blick über die Schulter, der Livs Augen traf. Ein stiller Austausch, den nur sie beide verstanden. Dann konzentrierte er sich wieder auf Maja.
Ebba starrte mit offenem Mund. „Helvete“, flüsterte sie, aber es klang nicht schockiert, sondern eher… beeindruckt. Ihr Blick wanderte über Bernds nackten, arbeitenden Rücken, über Majas gespreizte Beine, über die Intimität der Szene. Sie nahm einen langen Schluck Kaffee, ohne den Blick abzuwenden.
Maja, tief versunken in der Lust, bemerkte die neuen Zuschauer erst, als ein leises Geräusch von der Tür sie aufschrecken ließ. Sie öffnete die Augen, drehte den Kopf zur Seite – und sah Astrid, Liv und Ebba im Türrahmen stehen.
Ein kurzer Moment des Schocks. Ihre Augen weiteten sich. Dann, langsam, ein langsames, atemloses Lächeln. Sie machte keine Anstalten, sich zu verstecken oder aufzuhören. Stattdessen legte sie den Kopf zurück, schloss die Augen wieder und stieß ein lautes, ungehemmtes Stöhnen aus.
„Åh, ja… titta bara…“, keuchte sie. Oh, ja… schaut nur zu…
Ihre Hände gruben sich in Bernds Rücken, ihre Hüften hoben sich ihm entgegen. Das Publikum befeuerte sie, ließ sie noch heftiger reagieren.
Ebba lehnte sich gegen den anderen Türrahmen, den Kaffee vergessen. „Liv…“, flüsterte sie. „Dein deutscher Freund ist ja… ein richtiges Tier.“
Liv antwortete nicht. Sie beobachtete nur, ihre grau-grünen Augen registrierten jede Einzelheit: die Art, wie Maja sich unter ihm bog, die Kontrolle in Bernds Bewegungen, die Qual und Erregung auf Astrids Gesicht.
Astrid stand wie versteinert zwischen ihnen. Sie spürte Livs ruhige Präsenz neben sich, Ebbas offene Faszination. Und sie spürte vor allem eines: das brennende, unerträgliche Verlangen, selbst dort unten zu liegen. Selbst diese Blicke auf sich zu ziehen. Selbst von diesem Mann so genommen zu werden, vor aller Augen.
Eine einzelne Träne der Frustration lief ihr über die Wange, als Maja unter Bernd erneut aufschrie, diesmal lauter.
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Der Komplize
[Bernd vögelt sich durch Stockholm | Johanna spinn-off]
Berlin liegt hinter ihm. Vor ihm: Liv. Kühl, berechnend, schwanger von ihm. Ihre Einladung nach Stockholm ist kein Neuanfang, sondern die nächste Stufe eines perfiden Spiels. Liv, die Meisterin der Inszenierung, hat das Spielfeld vorbereitet. Bernd, der stille Stratege, soll es besetzen.
Updated on Mar 19, 2026
by Meister U
Created on Jan 11, 2026
by Meister U
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