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Sein Schwanz in ihr
Johannes bewegte sich in ihr, aber sein Rhythmus war gleichgültig, fast mechanisch. Er sah über sie hinweg. Sah Elvira. Sah Sabine. Sah die anderen. Sie war nur ein Loch, das er benutzte, während seine Gedanken woanders waren. Und Chantal, die darunter lag, begann zu verschwinden.
Ich bin nicht hier. Ich bin nicht auf diesem Tisch. Ich bin woanders.
Der Raum um sie herum verschwamm. Die Geräusche wurden dumpfer, die Lichter weicher. Und plötzlich lag sie nicht mehr auf einem Tisch in einem Jugendherbergszimmer. Sie stand auf einem Podest. Einem hölzernen Podest, mitten auf einem Marktplatz. Die Sonne brannte auf ihre nackte Haut. Um sie herum: Menschen. Männer. Frauen. Kinder. Sie alle sahen zu. Aber nicht auf sie. Sie sahen durch sie hindurch.
Ich bin ausgestellt. Wie eine Ware. Wie ein Stück Fleisch am Haken. Und keiner sieht mich wirklich.
Ein Mann trat vor. Groß, kräftig, mit einem Gesicht, das sie nicht erkannte. Er nahm sie, ohne ein Wort, ohne einen Blick. Sein Körper war warm, sein Geruch fremd. Er bewegte sich in ihr, schnell, hart, und ging dann. Ein anderer trat an seine Stelle. Ein weiterer. Ein vierter. Sie spürte sie alle, aber sie sah keinen von ihnen. Sie waren austauschbar. Gesichtslos. Namenlos. Und sie war es auch.
Ich bin nichts. Ich bin ein Loch. Ein Loch, das gefüllt wird. Ein Loch, das jeder benutzen kann. Und keiner wird sich an mich erinnern. Keiner wird meinen Namen wissen. Keiner wird mich sehen.
Die Männer kamen und gingen. Einer nach dem anderen. Sie spürte sie in sich, spürte ihre Bewegungen, ihre Hitze, ihren Schweiß. Aber sie spürte auch die Leere. Die Gleichgültigkeit. Keiner von ihnen sah ihr in die Augen. Keiner berührte ihr Gesicht. Keiner flüsterte ihr etwas zu. Sie waren nicht da. Sie war nicht da. Nur ihre Körper trafen aufeinander, ohne Bedeutung, ohne Verbindung.
So ist das also. So fühlt es sich an, ein Objekt zu sein. Ein Ding. Eine Sache. Ich bin nicht Chantal. Ich bin nicht die Alpha. Ich bin nicht die Anführerin. Ich bin nur ein Körper. Ein Körper, der benutzt wird. Ein Körper, der keinen Wert hat. Außer dem, benutzt zu werden.
Sie spürte, wie etwas in ihr aufstieg. Die Erkenntnis, dass sie recht hatte. Dass sie immer recht gehabt hatte. Dass sie niemals etwas Besonderes gewesen war. Dass all ihre Stärke, all ihre Kontrolle, all ihre Fassade nur dazu gedient hatte, diese Wahrheit zu verbergen: Dass sie genauso bedeutungslos war wie alle anderen.
Und trotzdem... trotzdem will ich es. Ich will benutzt werden. Ich will gefüllt werden. Ich will spüren, dass ich existiere. Und sei es nur als Loch. Als Körper. Als Sache. Weil es besser ist, eine Sache zu sein, als gar nichts zu sein.
Die Männer wurden schneller. Ihre Bewegungen verschmolzen zu einem einzigen, ununterbrochenen Rhythmus. Sie spürte sie nicht mehr einzeln. Nur noch die Hitze. Die Reibung. Das Eindringen. Das Zurückziehen. Das Eindringen. Das Zurückziehen. Ein Kreislauf, der sie tiefer in sich selbst hineinzog.
Ich bin bedeutungslos. Ich bin nichts. Ich bin ein Loch. Ein Loch. Ein Loch.
Und dann, mitten in diesem Gedanken, mitten in dieser Leere, spürte sie es. Ein Ziehen in ihrem Bauch. Ein Pulsieren in ihrer Fotze. Es war nicht die Lust, die sie kannte. Es war etwas anderes. Etwas, das aus der Leere selbst geboren wurde. Aus der Bedeutungslosigkeit. Aus dem Gefühl, nichts zu sein.
Ich komme. Ich komme, weil ich nichts bin. Weil ich ein Loch bin. Weil ich benutzt werde. Weil ich bedeutungslos bin. Und das ist das Einzige, was ich je sein werde.
Zwei Ohrfeigen. Links. Rechts. Knallend. Schmerzhaft. Real.
Chantal riss die Augen auf. Die Marktplatz-Vision zerfiel in tausend Scherben. Johannes' Gesicht über ihr. Seine Augen. Kalt. Genervt. "Du bist nicht bei der Sache", zischte er. "Wenn deiner dreckigen Fotze Aufmerksamkeit zuteil wird, dann hast du dich nur darauf zu konzentrieren."
Sie wurde knallrot. Heiß. Brennend. Von den Ohrfeigen. Von der Scham. Er hat es gemerkt. Er hat gemerkt, dass ich nicht da war. Dass ich nicht gut war. Dass ich versagt habe. Vor allen. Vor ihm. Vor ihr allen. Chantal ist schlecht im Bett. Chantal, die Anführerin, kann nicht mal ordentlich gefickt werden. Chantal, die alles konnte, versagt im Einfachsten. Ich will sterben. Ich will einfach nur sterben.
Konzentrier dich. Auf seinen Schwanz. Nur auf seinen Schwanz. Nicht auf die Blicke. Nicht auf die Gedanken. Nur auf das Gefühl. Auf ihn. In mir. Ich muss es gut machen. Ich muss es richtig machen. Ich muss zeigen, dass ich es kann.
Sie spannte ihre Muskeln an. Ihre inneren Wände. Langsam, bewusst. Sie zog sich um ihn zusammen. Wie eine Faust. Fest. Dann ließ sie los. Dann wieder. Ein Rhythmus. Ihr eigener. Sie schob sich ihm entgegen. Soweit die Position es zuließ.
Das ist anstrengend. Verdammt anstrengend. Meine Muskeln brennen. Mein Rücken schmerzt. Aber ich spüre ihn. Jede Bewegung. Jede Berührung. Und es tut gut. Es tut so gut. Nicht weil er mich ansieht. Sondern weil sein Schwanz ein Geschenk ist.
Ihr Blut rauschte. Ihr Herz hämmerte. Die Anstrengung pumpte Hitze durch ihren Körper. Ihre Durchblutung stieg. Ihre Erregung stieg. Ihr Kopf wurde leer. Leer von Gedanken. Leer von Zweifeln. Leer von allem außer ihm.
Es ist eine Ehre. Es ist eine verdammte Ehre. Seinen Schwanz in mir zu spüren. Ganz egal, ob er mich ansieht. Ganz egal, ob er mich lobt. Ganz egal, ob er überhaupt weiß, dass ich hier bin. Ich bin hier. Ich bin um ihn. Ich bin sein Loch. Sein Körper. Sein Ding. Und das ist genug. Das ist alles. Das ist mehr, als ich je hatte.
Sie bäumte sich auf. Ihre Muskeln arbeiteten. Ihr Atem keuchte. Ihr Schweiß floss. Sie gab alles. Für das Gefühl, endlich etwas richtig zu machen. Endlich etwas zu sein. Endlich etwas zu können.
Fick mich. Fick mich mit deinem Schwanz. Fick mich mit deiner Gleichgültigkeit. Fick mich mit deiner Kälte. Ich nehme alles. Ich will alles. Ich bin alles. Ich bin dein. Ich bin niemand. Ich bin ein Loch. Und ich bin stolz darauf.
Johannes stöhnte leise. Überrascht. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, dass sie nicht aufhörte. Nicht aufhören konnte. Nicht aufhören wollte. Ihre Muskeln brannten. Ihr Inneres zog sich zusammen. Ihre Hüften bewegten sich. Sie war eine Maschine.
Und dann, mitten in dieser Anstrengung, mitten in diesem Rausch, spürte sie es wieder. Das Ziehen. Das Pulsieren. Das Kommen. Diesmal nicht aus der Leere. Sondern aus der Fülle. Aus der Anstrengung. Aus dem Gefühl, etwas zu tun.
Ich komme. Ich komme, weil ich es kann. Weil ich es will. Weil ich es tue. Weil ich sein Loch bin. Sein Körper. Sein Ding. Und weil das das Einzige ist, was zählt. Das Einzige, was je zählen wird. Und ich will es. Ich will es so sehr. Ich will alles. Darf ich das?
Die Welle brach über sie herein. Sie schrie. Laut. Ehrlich. Ekstatisch. Ihre Hüften zuckten. Ihr Inneres krampfte sich zusammen. Ihre Finger krallten sich in ihre eigenen Beine. Und während die Wellen durch sie rollten, während ihr Körper sich aufbäumte und dann wieder sackte, während auch Johannes in ihr kam, hart und schnell und gleichgültig, wusste sie nur eines...
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